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Meine Geschichte

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  • 13. September 2022 um 07:33
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    • 13. September 2022 um 07:33
    • Offizieller Beitrag
    • #1

    Wir stellen im LymphNetzwerk auf einer besonderen Seite Frauen mit Lipödem/Lymphödem vor. Ihren Lebensweg/Werdegang , welche Erfolge oder auch Mißerfolge wurden erreicht mit der Erkrankung. Welche Hilfe erhalten Sie bei den Menschen , in ihrem Umfeld. Welche Erfolge haben Rehas gebracht. Welche Wünsche haben Sie an ihr Umfeld (Gesetzgeber, Industrie, Ärzte, Krankenkassen, Versorger etc) Das kann anonym sein ( nicht jeder mag es öffentlich machen) oder auch öffentlich mit Bild/ern.

    Wer hat Interesse daran über sich, über die Erkrankung zu schreiben. Text möglichst nicht zu lang, damit das auch gelesen wird. Bei Interesse bitte Mail an..... info@lymphnetzwerk.de

    Wir freuen uns auf weitere Teilnehmer/innen.....

    Freundliche Grüße CR1
    Christiana Rothhardt
    http://www.lymphnetzwerk.de

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    • 13. September 2022 um 10:56
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    Viele Betroffene finden sich dort in den Geschichten wieder, aber trotzdem ist jede der Geschichten einzigartig. :)

    Immer wieder spannend und auch oft traurig zu lesen der Verlauf bis zur Diagnose.


    Freundliche Grüße CR1
    Christiana Rothhardt
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    • 22. März 2024 um 11:03
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    • #3

    Heute stellen wir euch die Geschichte von der Kleinen Mia vor <3

    Mia‘s Geschichte

    Mia ist 4,5 Jahre alt und hat seit ihrer Geburt ein primäres Lymphödem, gerne erzähle ich euch ein wenig von unserer Geschichte Mia wurde im Juli 2019 mit Ödemen in beiden Beinen geboren. Vorherige Auffälligkeiten bei Ultraschalluntersuchungen gab es nicht, kam für uns also überraschend. Nach Ausschluss eines vermuteten Gendefektes wussten wir nichts, außer dass Mia wohl ein primäres Lymphödem hat. Für die meisten Leute völliges Neuland- auch für uns. Daher dachten wir zuerst " das wächst sich noch aus" ,das wurde auch von einigen Ärzten so kommuniziert. Spoiler alarm- natürlich hat es sich nicht verwachsen.Bis zu Mia‘s erstem Geburtstag sind wir von Arzt zu Arzt gelaufen ohne an der richtigen Adresse zu landen. Dann, eben ein Jahr später hatten wir einen ambulanten Termin im Wittlinger Therapie-Zentrum Walchsee bei Frau Doktor Christine Heim. Sie hat uns dann alles an die Hand gegeben ,um Mia zu helfen. Die Fachärztin in unserer Nähe und einen Reha Antrag- natürlich für Walchsee. Weiterlesen....

    https://l.facebook.com/l.php?u=https%…flc8AkyXQ7b-kYA

    Freundliche Grüße CR1
    Christiana Rothhardt
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    • 22. März 2024 um 11:53
    • #4

    Schade dass die interessante Geschichte auf FB weiter geht. Da ich mit FB nichts zu tun haben will, ist hier Schluss.

    Kaum zu glauben, dass es unter Ärzten so unbekannt ist.

    Ungewöhnlich beide Beine und in so jungen Jahren.

  • Uli29
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    • 22. März 2024 um 12:30
    • Offizieller Beitrag
    • #5

    Das primäre Lymphödem gehört zu den Orphan disease .

    Das primäre Lymphödem ist häufig beidseitig, meist unterschiedlicher Ausprägung.

    In anderen Ländern ist die Behandlung noch viel schlechter.

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 22. März 2024 um 13:42
    • #6

    So eine genetische Untersuchung angestrebt/gewünscht wird : Dr.Hägerling , Charité Berlin, Institut für Humangenetik kontaktieren

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Martin

    Chefarzt Földiklinik i.R.
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    https://www.foeldiklinik.de/

  • Uli29
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    • 22. März 2024 um 14:02
    • Offizieller Beitrag
    • #7

    Lieber Herr Dr. Martin! Ist eine humangenetische Untersuchung auch bei anderen Menschen mit primärem Lymphödem sinnvoll?

    Freundliche Grüße

    Uli29

    Einmal editiert, zuletzt von Uli29 (22. März 2024 um 15:51)

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    • 22. März 2024 um 14:31
    • Offizieller Beitrag
    • #8
    Zitat von Hella

    Schade dass die interessante Geschichte auf FB weiter geht.

    Im LymphNetzwerk geht es doch weiter, der Link ist doch drunter.

    Freundliche Grüße CR1
    Christiana Rothhardt
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    • 22. März 2024 um 16:48
    • Offizieller Beitrag
    • #9

    In Mia`s Geschichte werden immer wiederkehrende Erysipele erwähnt. Hier besteht der Verdacht, daß es sich um Rezidive handeln könnte.

    Es wäre sinnvoll, mit den behandelnden Ärzten eine Antibiotika-Rezidivprophylaxe zu besprechen, es gibt da verschiedene Therapie-Schemata.

    Das ist sehr wichtig, da jedes Erysipel die Lymphbahnen schädigt und die Ödemsituation sich dadurch weiter verschlechtert.

    Ansonsten unbedingt selber auf Erysipel-Prophylaxe achten: nicht barfuß laufen, Insektenstiche vermeiden (Repellent), Vorsicht beim Nägelschneiden usw.

    Wenn es doch zu einem Stich oder einer Bagatell-Verletzung gekommen ist, mehrfach im Abstand von 2 - 3 Stunden desinfizieren und mit Pflaster abdecken, da dies Eintrittspforten für Keime sein können.

    Liebe Grüße

    Griselda

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    • 22. März 2024 um 18:55
    • Offizieller Beitrag
    • #10

    Eine sehr wichtige Erysipelprophylaxe ist ein gut entstautes Bein.

    Mia ist ein Kind. Möglicherweise ist die medikamentöse Prophylaxe bei kleinen Kindern etwas anders als bei uns Erwachsenen. Einige Antibiotika sind ungeeignet. Wenn Allergien auf Antibiotika entstehen, kann es im Laufe des Lebens Probleme geben bei der Auswahl eines Antibiotikums.

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 22. März 2024 um 20:51
    • #11

    Hallo Griselda,

    Rezidive sind es laut unserer Fachärztin nicht, da der Abstand dann doch zu groß ist dazwischen. Vielmehr wurde mir von einer der Therapeuten in Walchsee erzählt, dass auch in anderen Ländern Erysipele viel häufiger bei Kindern auftreten als bei Erwachsenen. Die Vermutungen, warum das so ist gehen natürlich auseinander.

    Sowohl Wachstum, Infekte die Kinder nunmal so haben, als auch zu starke! Kompressionsversorgung sind Thema. Bei uns war ein ganz großer Faktor die KKL und der Stoff. Mia hat zwischenseitlich den 550 von Medi getragen. Wer von euch das Material kennt weiß wie streng es ist. Unsere frühere Sani war der Meinung mehr ist mehr, weil Mias Ödem trotz konservativer Therapie mehr wurde. Und damit kamen dann auch die Erysipele. Vorher, medi cosi KKL 2 hatte sie noch nie eines…

    Wieder zurück auf Cosi KKL 2, erst ein Erysipel seither und das Infekt bedingt.

    Auch ihr Ödem war besser rückläufig mit weniger festem Material.

    Ein Beispiel: in der Reha trägt Mia wie alle anderen auch fast 24 Stunden die Bandagen mit allem drum und dran. Unterm Tag bis Abends super Ergebnis, Nachts wurde es wieder mehr. Ich hab dann auf eigene Faust nur mit Schaumstoff bandagiert mit etwas Zug, am nächsten Tag war ihr Vorfuß dünn wie Niemals zuvor❤️

    Seither machen wir das immer so😊

  • Dr. Markus Killinger
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    • 22. März 2024 um 21:01
    • #12

    Im Beitrag wird Fr. Dr. Heim im Wittlinger Therapiezentrum bei der Erstdiagnose erwähnt.

    Ich möchte hiermit einen herzlichen Dank an Fr. Dr. Heim (mittlerweile Dr. Heim- Gruteser) aussprechen für die tolle lymphologische Ausbildung und super Zusammenarbeit im Wittlinger Therapiezentrum.

    Eine unglaublich tolle lmyphologische Diagnostikerin und breit aufgestellte, über den Tellerrand blickende Anästhesistin.

    An Mia und ihre Familie weiterhin alles Gute und liebe Grüße nach Walchsee!

    Bezüglich der Erysipelraten gibt es eine australische Studie, die ein deutlich erhöhtes Risiko bei Kindern mit Lymphödem im Vergleich zu Erwachsenen zeigen konnte.

    Die Ursachen sind vielfältig, es werden u.a. vermehrte Exposition ("Spielen im Dreck) und nicht passendes Schuhwerk/Socken diskutiert.

    Freundliche Grüße,
    Dr. med. univ. Markus Killinger

    Arzt für Allgemeinmedizin
    Lymphologische Sprechstunde
    http://www.dr-killinger-angerberg.com/praxis

  • Dr. Martin
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    • 23. März 2024 um 10:51
    • #13

    Genetische Untersuchung bei primärem Lymphödem kann dann angezeigt sein wenn z.B. alle 4 Extremitäten betroffen sind und der Verdacht auf ein Syndrom besteht . D.h. die Genetik könnte ein solches Syndrom ( Lymphödem in Kombination mit anderen krankhaften Veränderungen - vielleicht zur Zeit noch "versteckt") aufdecken oder ausschliessen. Ggfs. bei Bestätigung eines genetisch bedingten Lymphödems mit anderen Veränderungen kombiniert kann nach diesen gesucht werden, auch um früh oder vorsorglich zu behandeln.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Martin

    Chefarzt Földiklinik i.R.
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    Einmal editiert, zuletzt von Dr. Martin (23. März 2024 um 13:22)

  • Hella
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    • 23. März 2024 um 13:19
    • #14
    Zitat von CR1

    Im LymphNetzwerk geht es doch weiter, der Link ist doch drunter.

    Erst dort wo ich zitiert wurde konnte ich den Link anklicken. Zuvor war 2 je ein Smiley und FB. Danke nun passt es. :)

  • Uli29
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    • 23. März 2024 um 14:43
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    • #15

    @Dr Martin

    Es liegt bei mir zusätzlich zum prim. Lymphoedem eines Quadranten eine angeborene Ptosis vor.

    Es könnte also eine FOX C2-Gen-Mutation sein.

    Bis vor wenigen Jahren hieß es, 97 Prozent aller prim. Lymphoedeme seien hereditär. Besteht nicht Interesse, die Genetik der primären Lymphödeme weiter zu erforschen?

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • #16
    Zitat von miasophie_and_me

    Seither machen wir das immer so😊

    Es ist leider so, daß das Lymphödem viele "Gesichter" hat. Es gibt natürlich die allgemeinen Therapie-Empfehlungen (KPE Phase 1 und 2). Aber darüber hinaus muß jeder seinen eigenen Weg finden. Was dem einen gut tut, kann für den anderen verkehrt sein. Letztlich hilft nur ausprobieren, so, wie ihr es ja auch macht. :thumbup:

    Mit der Zeit werdet ihr sicher herausfinden, was für Mia das Beste ist. Ich drücke euch die Daumen!

    Liebe Grüße

    Griselda

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    • 23. März 2024 um 21:27
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    • #17
    Zitat von Uli29

    @Dr Martin

    Es liegt bei mir zusätzlich zum prim. Lymphoedem eines Quadranten eine angeborene Ptosis vor.

    Es könnte also eine FOX C2-Gen-Mutation sein.

    Bis vor wenigen Jahren hieß es, 97 Prozent aller prim. Lymphoedeme seien hereditär. Besteht nicht Interesse, die Genetik der primären Lymphödeme weiter zu erforschen?

    Es wäre Super wenn hier Begriffe genutzt werden die von allen gelesen und verstanden werden ohne vorher lange Google bemühen zu müssen.

    Mit freundlichen Grüßen

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    • 23. März 2024 um 21:33
    • Offizieller Beitrag
    • #18

    Ptosis=Schlupflid

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 24. März 2024 um 08:38
    • #19

    Gerade der erwähnte Kollege Dr. Hägerling in der Charité Berlin treibt die genetische Forschung bei Lymphödemen voran :


    Dr. rer. nat. Dr. med. René Hägerling
    Forschungsgruppe Lymphovaskuläre Medizin und Translationale 3D-Histopathologie
    Institut für Medizinische Genetik und Humangenetik
    Charité – Universitätsmedizin Berlin
    Augustenburger Platz 1, D-13353 Berlin
    rene.haegerling@charite.de

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Martin

    Chefarzt Földiklinik i.R.
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    Einmal editiert, zuletzt von Dr. Martin (24. März 2024 um 08:44)

  • Griselda
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    • 24. März 2024 um 15:57
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    • #20
    Zitat von Uli29

    Ptosis=Schlupflid

    Zitat von Sprinter

    ohne vorher lange Google bemühen zu müssen.

    Für Alle, die es interessiert:

    Schlupflid = Blepharochalasis. Schürzenartig herabhängende Deckfalte des Oberlids.

    Ursache: natürlicher Alterungsprozeß (Erschlaffen des Gewebes),

    genetische Faktoren möglich. Meist beidseitig

    Ptosis = Oberlidtiefstand. Angeborene oder erworbene (z.B. Schlaganfall, Verletzung,

    Muskelerkrankungen wie Myasthenia gravis) Lidmuskel-Schwäche. Meist einseitig.

    prominentes Beispiel: Herbert Reul, Innenminister NRW (aufgrund einer Verletzung)

    Liebe Grüße

    Griselda

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