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Keine Lymphdrainage für mein Lymphödem am linken Arm?

  • Hella
  • 30. Januar 2024 um 09:09
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    • 30. Januar 2024 um 09:09
    • #1

    Seit kurzem habe ich ein Lymphödem am linken Arm festgestellt. Bin gleich zur Hausärztin gegangen. Die hat mir einen Kompressionsstrumpf verschrieben. Auf meine Frage nach einer Lymphdrainage durch Fachleute verneinte sie. Das gäbe es für mich nicht.

    Bin mit meinem Brustkrebs in dem palliativen Stadium. Der linke Lymphknoten ist befallen und ich habe ein offene Wunde an der Brust die Feuchtigkeit abgibt.

    Nun habe ich gelesen, dass so eine Bestrumpfung ohne Lymphdrainage wenig Sinn macht. Auch soll man mit Binden die Stauung zurück drängen.

    Ich versuche nun selbst Gymnastik und Lymphdrainage zu machen, bin aber am Zweifeln ob ich das kann.

    Was könnt Ihr mir raten?

  • klaus.st
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    • 30. Januar 2024 um 11:00
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    Hallo, Kompressionsbestrumpfung verhindert das Vergrößern des Ödems. Je nach Ausprägung des Ödems sollte aber vorher bandagiert (also entstaut) werden.

    Ich habe lange im onkologischen Bereich als Lymphtherapeut in einer Klinik gearbeitet und dort des Öfteren palliative Patientinnen mit manuellen Lymphdrainagen behandelt.

    Speziell bei Wunden ist Lymphdrainage als Ergänzung zur Wundversorgung sehr sinnvoll (vorher bitte auf eventuell vorhanden Keime untersuchen lassen!).

    Vielleicht solltest du dir eine Zweitmeinung holen? Mit den onkologischen Ärzten sprechen?

    Klaus Strobl
    Lymphtherapeut
    http://www.massage-strobl.de/

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    • 30. Januar 2024 um 14:43
    • #3

    Danke das mit der Zweitmeinung ist ein sehr guter Tipp. Es beruhigt mich, dass speziell bei Wunden eine Lymphdrainage sinnvoll ist. Wir (mein Mann und ich) behandeln die Wunde immer mit verschiedenen Mitteln, wie ActiMaris. Zu mir nach Hause kommt ab und zu eine Palliativärztin plus eine Pflegerin. Die hatte erwähnt, dass sich ein Ödem bilden kann. Erst nach einer Woche ist mir aufgefallen, dass mein linker Arm dicker ist. Da bin ich zu meiner Hausärztin.

  • Griselda
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    • 30. Januar 2024 um 17:52
    • Offizieller Beitrag
    • #4

    ActiMaris ist ein Hersteller, der Meerwasser-Präparate anbietet. Bist Du in onkologischer Behandlung?

    Eine nässende Tumorwunde mit Meerwasser zu behandeln, klingt mir nicht nach seriöser Medizin.

    Liebe Grüße

    Griselda

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    • 31. Januar 2024 um 16:04
    • #5

    Bin nicht mehr in onkologischer Behandlung. Die Palliativärztin von diesem onkologischen Krankenhaus mit der Pflegerin hat mir das ActiMaris empfohlen. Daneben nehmen wir noch Octenisept (gab mir meine Hausärztin). Dann habe ich noch einen weichen Alginatverband mit Silber mit antimikrobiellen Wirkung für belegte Wunden und Wundhöhlen. Nehme das jetzt schon fast ein Jahr lang und es ist alles okay.

    Heute war ich zur Abmessung des Armstrumpfes. Die Dame vom Sanitätshaus sagte mir mit so einer schwammigen Verordnung und ohne Lymphdrainage könne sie mir nicht den richtigen Strumpf geben. Sie empfahl mir die Spezialambulanz für Lymphologie mit Lymphödemtherapie einer Klinik in unserer Nähe, bzw. eine Lymphklinik 100 km weit weg. Ich habe mir heute die Überweisung zur Spezialambulanz für Lymphologie geben lassen.

    Ich bin Euch allen so dankbar. Wir fühlten uns so alleine gelassen.

  • CR1
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    • 31. Januar 2024 um 16:55
    • Offizieller Beitrag
    • #6
    Zitat von Hella

    bzw. eine Lymphklinik 100 km weit weg. Ich habe mir heute die Überweisung zur Spezialambulanz für Lymphologie geben lassen.

    Wie heißt die Klinik. Wir wünschen Dir viel Erfolg. :*

    Freundliche Grüße CR1
    Christiana Rothhardt
    http://www.lymphnetzwerk.de

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    • 31. Januar 2024 um 18:33
    • Offizieller Beitrag
    • #7
    Zitat von Hella

    Ich habe mir heute die Überweisung zur Spezialambulanz für Lymphologie geben lassen.

    :thumbup:

    Liebe Grüße

    Griselda

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    • 1. Februar 2024 um 09:29
    • #8

    Die Lymphklinik ist in Wolfsberg (macht auch REHA) und die Spezialambulanz für Lymphologie ist in der phsikalischen Abteilung des LKH Klagenfurt. Wir wohnen schon länger in Kärnten/Österreich. Aber als Deutsche ist mir Einiges nicht vertraut.

  • Dr. Martin
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    • 6. Februar 2024 um 11:34
    • #9

    Primarius Dr. Ure ist ein erfahrener Lymphologe !

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Martin

    Chefarzt Földiklinik i.R.
    Hinterzarten
    Földiklinik Tel. 07652-124-0
    https://www.foeldiklinik.de/

  • Hella
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    • 13. Februar 2024 um 15:03
    • #10

    Heute war ich in der Spezialambulanz für Lymphologie in Klagenfurt. Eine sehr kompetent wirkende Ärztin, die auch schon in Wolfsberg gearbeitet hat, untersuchte mich.

    Sie sagte so ein medizinischer Kompressionsstrumpf für mein Arm wäre nicht sinnvoll. Da sich die Dicke des Armes verändern könnte und dann wäre der Strumpf unbrauchbar.

    Sie ist für Bandagieren. Das will ihre Abteilung meinem Mann beibringen.

    Wie die Lymphdrainage am besten gemacht werden soll, will sie mit dem Oberarzt besprechen. Der ist aber diese Woche nicht da. So wird sie nächste Woche mit mir Termine ausmachen.

    Ich bin sehr froh. Im Sanitätshaus habe ich angerufen und mich sehr herzlich für den tollen Tipp bedankt.

    Auch bei Euch bedanke ich mich und werde weiter berichten.

  • Dr. Martin
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    • 14. Februar 2024 um 10:15
    • #11

    Zu Beginn der Therapie eines Lymphödems ( und ggfs. später in Abständen von 1-2 Jahren ) ist eine Phase 1 der KPE/ML( stationär oder ambulant) notwendig um das Volumen der Extremität zu verringern und dann den Kompressionsstrumpf für die weitere Therapie anzumessen. Die Phase 1 besteht aus arbeitstäglicher ML , lymphologischer Kompressionsbandage , entstauenden Bewegungsübungen und Schulung zur additiven Selbstbehandlung( Erlernen der Bandagierung , Hautpflege ...) . Danach kann ergänzend eine fachgerechte Bandagierung zur Nacht die ambulante Folgetherapie ergänzen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Martin

    Chefarzt Földiklinik i.R.
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  • Hella
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    • 14. Februar 2024 um 12:07
    • #12

    Herzlichen Dank für den Hinweis!

  • Hella
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    • 19. Februar 2024 um 14:42
    • #13

    Heute kam der Anruf der Spezialambulanz. Der Oberarzt meinte, ich könne nur die Klettversorgung nehmen. Mit Hilfe der Klettbänder kann ich das Ganze individuell auf mich einstellen.

    Eine Lymphdrainage wäre bei mir nicht sinnvoll.

    Das war ein Schock!

    Kann mir Jemand schreiben, worauf ich achten soll? Im Internet hab ich einen gesehen, der gleichzeitig bei Venenleiden und Ödemleiden helfen soll.

    Gehe morgen ins Sanitätshaus und lasse mich beraten. Nun ja. Bin ein bisschen traurig, aber vielleicht ist es gar nicht so schlimm wie ich jetzt denke.

  • Griselda
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    • 19. Februar 2024 um 17:47
    • Offizieller Beitrag
    • #14
    Zitat von Hella

    Eine Lymphdrainage wäre bei mir nicht sinnvoll.

    Hat er das begründet?

    Liebe Grüße

    Griselda

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    • 20. Februar 2024 um 00:41
    • #15

    Ich hatte die Ärztin am Telefon.

    Sie sagte man wüsste nicht wohin mit der Lymphflüssigkeit. Es wären ja mehrere Lymphknoten befallen (kleine an der Seite neben dem Karzinom und beginnender Befall am Schlüsselbein). Sie sprach noch etwas von Öffnen ginge nicht, aber da hab ich nicht nachgehakt.

    Es war jedenfalls endgültig.

    Ich hab dann gesagt, dass ich das dann eben selber mache, zusammen mit entsprechender Gymnastik. Das werde ich auch machen. Habe schon damit angefangen. Zusammen mit dieser Klettversorgung will ich nicht tatenlos sein. Es gilt ja die Schwellung gering und weich zu halten.

  • Michaela1984
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    • 20. Februar 2024 um 12:37
    • #16

    Tue das, was dir gut tut.

  • Griselda
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    • 20. Februar 2024 um 18:39
    • Offizieller Beitrag
    • #17
    Zitat von Hella

    Ich hab dann gesagt, dass ich das dann eben selber mache,

    Da wäre ich vorsichtig. Mit falscher Lymphdrainage kann man viel Unheil anrichten. Und wenn es keinen Abfluß gibt, ist die MLD in Deinem Fall vielleicht wirklich nicht sinnvoll.

    Besprich die Aussage derÄrztin auf jeden Fall mit einem Ödemtherapeuten, er kann Dir auch die richtigen Griffe zeigen, wenn Du es doch probieren willst.

    Mit Gymnastik kannst Du sicher nichts falschmachen.

    Liebe Grüße

    Griselda

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    • 22. Februar 2024 um 07:21
    • #18

    Ödemtherapheut wäre sinnvoll. Aber wo soll ich den finden?

    Ich habe im Internet ein englischsprachiges Video gefunden. Dort wird 3 Monate lang ganz sachte der Körper auf andere, noch funktionierende Lymphknoten umgeleitet. Ich habe gerade die ersten Erfolge damit. Natürlich habe ich mich ausführlich erkundigt wie man das ganz sachte macht. Die verschiedenen Griffe nach Vodder, usw. Muss ja auch dafür sorgen, dass die Eiweisreste und sonstige Abfallprodukte aus dem Arm kommen. Sonst wird der ja fürchterlich. Bin schon deshalb gezwungen selber was zu tun.

    Eine Gymnastik eines Asiaten ist auch sehr effektiv bei mir. Danach ist die Lymphflüssigkeit weniger.

    Heute gehe ich ins Sanitätshaus. Angeblich haben sie nur ein Model!!! Aber ich hab schon im Internet was gefunden das nicht so ein irres Monster ist. Das was sie mir anfangs zeigte was schauderhaft und klobig. Nein so was muss ich nicht benutzen für den Rest meines Lebens.

    Nachtrag: Ödemtherapeut ist Jemand der die Lymphdrainage durchführt. Genau das wird mir ja verwehrt. So ist es tröstlich dass es im Internet doch Einiges an Videos gibt, die genau diese Griffe zeigen und was man nicht tun soll. Falsche Richtung z.B.

    Einmal editiert, zuletzt von Hella (22. Februar 2024 um 10:54)

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    • 22. Februar 2024 um 08:36
    • Offizieller Beitrag
    • #19

    Ist evtl. die Klinik in deiner Nähe?

    Lymphödemklinik Wittlinger, (Österreich)

    Alleestr. 30 - A-6344 Walchsee

    Kaiserwinkl - Tirol - Österreich

    Wittlinger Therapiezentrum - Lymphödemklinik in Tirol : Lymphödem Behandlung in Österreich


    Video Ödemgymnastik

    https://www.wittlinger-therapiezentrum.com/videos.html

    Freundliche Grüße CR1
    Christiana Rothhardt
    http://www.lymphnetzwerk.de

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    • 22. Februar 2024 um 10:14
    • #20

    Danke vielmals!!

    Nein, diese Klinik ist nicht in meiner Nähe. Aber auch sonst wäre sie nicht mehr sinnvoll für mich.

    Da keine Lymphdrainge, kein Bandagieren, ins Schwimmbecken darf ich nicht, zügige Wanderungen gehen bei mir auch nicht, da ich noch immer Schmerzen am rechten Bein habe. Dort hat eine Knochenmetastase meinen Hüftknochen zerstört. Die OP ist gut verlaufen, aber lange Strecken zu gehen ist nicht drin.

    Ich übernehme die Ödemübungen und mache sie geruhsam daheim. 🙏

    Einmal editiert, zuletzt von Hella (22. Februar 2024 um 15:03)

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