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  3. Liposuktion

Bildgebende Verfahren (MRT,MRL) für Liposuktion bei Lymphödem

  • Carla
  • 30. Januar 2025 um 14:51
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  • Carla
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    • 30. Januar 2025 um 14:51
    • #1

    Hallo,

    kann mir jemand Auskunft geben, welches bildgebende Verfahren zur Darstellung einer Bindegewebsfibrose angezeigt ist, als OP-Vorbereitung einer Liposuktion bei einem Lymphödem, bzw. wird bei einer MRL außer den Lymphgefäßen auch das Gewebe sichtbar, welches abgesaugt werden soll, oder benötigt es für jede OP

    (Lymphknotentransplantation / Liposuktion) ein eigenes MRT, bzw. welches Verfahren für welche OP ?


    Über Infos und Erfahrungen freue ich mich

    VG Carla

  • Uli29
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    • 31. Januar 2025 um 08:32
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    Liebe Carla

    Hast du deinen Chirurgen mal gefragt?

    Sollen denn auch die Lymphgefäße dargestellt werden, um diese bei der Operation zu schonen?

    Freundliche Grüße

    Uli29

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  • Carla
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    • 31. Januar 2025 um 14:45
    • #3

    Hallo,

    mich würde speziell die Meinung der Ärzte interessieren.

    Wenn das Lymphödem nicht mehr dellbar ist und bei einer Lymphzintigrafie kein Lymphabfluss darstellbar war und eine Lymphknotentransplantation als Option vorgeschlagen wird, ist eine Liposuktion vorher, dann nicht eine Überlegung wert? Mich interessiert durch welches Verfahren man sehen kann wie weit fortgeschritten das Lymphödem ist, bzw. wo und wieviel Gewebe/Fett sich gebildet hat, welches abgesaugt werden könnte, weil dies ja nicht mehr über Lymphbahnen (oder LVA´s) abtransportiert wird.

    Freundliche Grüße

    Carla

  • Uli29
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    • 31. Januar 2025 um 17:00
    • Offizieller Beitrag
    • #4

    Meine ärztliche Meinung zum nicht mehr dellbaren Lymphödem:

    Wie wird zur Zeit konservativ behandelt ?

    Wird auch in der KPE Phase 2 bandagiert und mit unruhigen Oberflächen gearbeitet?

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 31. Januar 2025 um 18:25
    • Offizieller Beitrag
    • #5

    Hallo, Carla,

    warum besprichst Du Deine Fragen nicht mit Deinem behandelnden Arzt? Er kennt Dich und Deine Befunde und kann Dir viel besser Auskunft geben, als wenn wir uns hier mühsam heranfragen müssen und am Ende doch nicht wirklich beurteilen können, welche diagnostischen oder operativen Verfahren speziell für Dich am besten geeignet sind.

    Es gibt nicht die eine Lösung, man muß immer im Einzelfall entscheiden, welches Verfahren für diesen Patienten das Beste ist. Das gilt sowohl für die Diagnostik als auch für die Therapie.

    Liebe Grüße

    Griselda

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    • 1. Februar 2025 um 10:37
    • #6

    Nach Prof Brorson ,Malmö, macht eine Liposuktion bei einem Lymphödem nur in ausgewähten Fällen Sinn wenn : das Lymphödem nicht dellbar ist , ein hoher Fettanteil an der Volumenvermehrung besteht ( CT) und nach dem Eingriff Kompression dauerhaft für ca . 23 Std getragen wird , sonst kommt das" Volumen" wieder.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Martin

    Chefarzt Földiklinik i.R.
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  • Carla
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    • 1. Februar 2025 um 17:15
    • #7

    Wenn ich die Kompression sowieso rund um die Uhr trage, also 24/7, dann muss ich die Kompression doch trotz Liposuktion und nicht wegen einer Liposuktion tragen...und ist es nicht auch vorteilhaft vor einer OP ( ob LVA oder Lymphknotentransplantation) fetthaltiges Gewebe welches nicht über Lymphbahnen abtransportiert werden kann vorher zu entfernen...?

    Ich meine Prof. Taeger hätte sich dazu auch schon entsprechend geäußert, dass er bei Patienten nach einer Liposuktion positive Veränderungen für den Lymphfluss beobachten konnte.

    Bei dem Chirurgen wo ich mich vorgestellt habe, wird generell keine Liposuktion vor einer LVA oder Lymphknotentransplantation gemacht,aber ich wollte mich noch in anderen Kliniken vorstellen bzw. beraten lassen und da ist es immer von Vorteil möglichst viele, detailierte Infos vorlegen zu können.

    Und da man auf Termine beim Facharzt ja immer länger warten muss, wollte ich gerne wissen, welches bildgebende Verfahren der Chirurg benötigt um das Lymphödem zu beurteilen zwecks Liposuktion, damit ich keine unnötigen oder wenig aussagekräftigen Bilder (MRT) machen lasse.


    Freundliche Grüße

    Carla

  • Griselda
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    • 1. Februar 2025 um 18:19
    • Offizieller Beitrag
    • #8

    Es spricht nichts dagegen, mehrere Meinungen einzuholen. Du findest entsprechende Adressen hier im Forum in der Datenbank.

    Aber welches bildgebende Verfahren bei Dir indiziert ist, legt der Chirurg fest, der den Eingriff durchführt, evtl. in Absprache mit dem Radiologen. Dieser muß gerade bei strahlungsintensiven Verfahren wie CT die rechtfertigende Indikation bestätigen.

    Liebe Grüße

    Griselda

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    • 2. Februar 2025 um 11:17
    • #9

    Die Liposuktion bei einem Lymphödem zur Volumenreduktion schafft keine "neuen" Lymphgefässe und das lokal vermehrte Fettgewebe war Folge des schlechten Lymphabflusses. Deshalb die Notwendigkeit weiter konsequenter Kompression

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Martin

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  • Iso
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    • 2. Februar 2025 um 13:20
    • #10

    Es heißt ja, dass man nach der Liposuktion eines Lymphgefäßes für den Rest seines Lebens, nahezu rund um die Uhr (22 Stunden) Kompression tragen muss.

    Warum ist das notwendig, wenn doch vorher die Kompression am Tag ausreichend war?

  • Uli29
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    • 2. Februar 2025 um 19:43
    • Offizieller Beitrag
    • #11

    Die „Liposuktion“ eines Lymphödems ist ein sehr seltener Eingriff , den man nur in schwerwiegenden Situationen wagt, wenn halt mit der konservativen Therapie kein zufriedenstellendes Ergebnis erreichbar ist.
    Bei dem Eingriff werden vermutlich die wenigen noch vorhandenen Lymphgefäße in Mitleidenschaft gezogen.

    Deshalb die Aussage Prof Brorsons zur Notwendigkeit der lebenslangen Kompression 23 Stunden am Tag.

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 3. Februar 2025 um 18:22
    • #12

    Trotz der täglichen Kompression hat sich das " plus an Fettgewebe" ,deshalb Liposuktion , gebildet , und dies würde ohne obige Massnahmen nach Erfahrung von Prof. Brorson ansonsten wieder kommen

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Martin

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  • Carla
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    • 4. Februar 2025 um 15:34
    • #13

    Bei mir handelt es sich um eine Kombination aus primärem und sekundärem Lymphödem.Nachdem zwei LVA´s zwar eine kleine Verbesserung gebracht haben, aber das Bein noch immer erheblich voluminöser ist als das gesunde Bein und bei einer Lymphzintigrafie kein Lymphabfluss darstellbar ist, habe ich mich zu einer Lymphknotentransplantation entschieden. Das Lymphödem besteht seit nunmehr 14 Jahren, mit konservativer Therapie ist kein zufriedenstellendes Ergebnis erreichbar und ich bin froh, dass es in der Medizin endlich Fortschritte auf dem Gebiet der Lymphologie gibt und möchte für mich die größtmögliche Verbesserung erzielen. Da der menschliche Körper ein sehr komplexes System ist und jeder Fall ganz individuell behandelt werden muss, steht doch völlig außer Frage. Aber es gibt ja für jede Krankheit /Diagnose bestimmte Verfahren zur Bestimmung (z.B. Stemmersches Zeichen) und deshalb wollte ich eigentlich nur wissen ob es Patienten gibt, die für eine Liposuktion bildgebende Verfahren als OP-Vorbereitung haben machen lassen oder die Frage an Ärzte die eine Liposuktion durchführen, welche Befunde für sie wichtig/aussagekräftig sind für eine Liposuktion bei einem Lymphödem. Ob ich diese OP dann machen lasse, werde ich sehr gut abwägen. Freundliche Grüße

  • CR1
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    • 4. Februar 2025 um 16:37
    • Offizieller Beitrag
    • #14
    Zitat von Carla

    Aber es gibt ja für jede Krankheit /Diagnose bestimmte Verfahren zur Bestimmung (z.B. Stemmersches Zeichen) und deshalb wollte ich eigentlich nur wissen ob es Patienten gibt, die für eine Liposuktion bildgebende Verfahren als OP-Vorbereitung haben machen lassen oder die Frage an Ärzte die eine Liposuktion durchführen, welche Befunde für sie wichtig/aussagekräftig sind für eine Liposuktion bei einem Lymphödem. Ob ich diese OP dann machen lasse, werde ich sehr gut abwägen. Freundliche Grüße

    Liebe Carla,

    diese Frage solltest Du bei deinem behandelndem Arzt stellen, denn das betrifft ja nur Dich . Das hier im Forum von unseren Ärzten beantworten, wird wohl nicht möglich sein.

    Freundliche Grüße CR1
    Christiana Rothhardt
    http://www.lymphnetzwerk.de

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  • Uli29
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    • 4. Februar 2025 um 16:38
    • Offizieller Beitrag
    • #15

    Also war dein Lymphödem ursprünglich ein primäres Lymphödem?


    Und zwei LVAs sowie eine Lymphknotentransplantation haben zu einer Verschlechterung geführt ( das bezeichnest du als secundäres Lympödem)?


    Kennst du denn Chirurgen, die Erfahrung mit „Liposuktionen“ beim Lymphödem haben?


    Und die bereit sind, das mehrfach voroperierte Bein erneut anzugehen?


    Dann würde ich die Frage nach der Erfordernis einer Bilddarstellung genau dort besprechen!

    Freundliche Grüße

    Uli29

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  • Prof. Dr. med. Christian Taeger
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    • 4. Februar 2025 um 17:45
    • #16

    Hallo zusammen.


    Ich habe einige Erfahrung mit Liposuktionen beim Lymphödem. Einige Informationen, die ich hier gelesen habe, stimmen schlichtweg nicht.


    Oft ist es im Spätstadium eines chronischen Lymphödems so, dass diese mit einer ausgeprägten Fetteinlagerung einhergehen. Leider wird immer wieder der Terminus der Fibrosierung bemüht. Eine Fibrosierung findet zwar auch statt, diese steht aber in keinem Verhältnis zur Fetteinlagerung. Diese können mit konservativen oder rekonstruktiven Verfahren nicht effektiv behandelt werden. Schaut man sich diese Patienten in der Bildgebung an, so sieht man, dass in den allermeisten Fällen auch keine funktionell relevanten Lymphgefäße mehr vorhanden sind. Daher erübrigt sich auch die Frage, ob man in diesen Fällen "lymphbahnschonend" absaugen muss.

    Jetzt zur Frage, ob sich Lymphgefäße durch eine Fettabsaugung regenerieren können: Ganz klare Antwort – JA! Das sehe ich nicht nur bei meinen Patienten, die ich absauge und in Bonn ein Lymph-MRT präoperativ und ein Jahr nach Fettabsaugung durchführen lasse. Das ist auch gut publiziert, ich habe die Studie hier im Forum wiederholt zitiert, siehe unten erneut. Dabei ist es extrem wichtig, dass dieser Eingriff von absoluten Profis durchgeführt wird, die klar verstehen, in welchem Stadium welcher Patient auch wirklich abgesaugt werden darf. Dann ist es meiner Ansicht nach wichtig, dass die gesamte betroffene Extremität komplett gesaugt wird, sonst haben es die Lymphgefäße sehr schwer, über die gesamte Extremität zu regenerieren.

    Man muss wissen, dass im Anschluss eine sehr intensive konservative Therapie nötig ist, die im Verlauf im Einzelfall reduziert werden kann. Zudem kann es sehr gut sein, dass dann im Verlauf ein rekonstruktiver Eingriff im Verlauf sinnvoll wird (und auch erst wieder möglich ist). Die Ergebnisse dieser Patienten sind beeindruckend gut, die Lebensqualität steigt bei korrekter Durchführung enorm. Ich hatte dazu auch einmal einen Fall mit dem Titel "Liposuktion beim Lymphödem" gezeigt:


    Prof.Taeger Erklärt
    Prof. Taeger aus der Praxis Wiedenmayer16 erklärt alles zum Thema Lipödem, Lymphödem und Lymphgefäße. Tolle kurze Videos die Verständlich erklären was Ihr…
    www.lymphnetzwerk.de


    Hier nochmal das Abstract zur Studie:

    Does Liposuction for Lymphedema Worsen Lymphatic Injury?

    W F Chen 1, S K Pandey 1, J N Lensing 2

    Affiliations expand

    • PMID: 38019875

    Abstract

    Liposuction for treatment of lymphedema is an effective and time-tested treatment. However, as there is a fear regarding further lymphatic damage caused by liposuction, we objectively compared lymphatic function pre- and post-liposuction. All patients with solid-predominant lymphedema who were treated during the study period of June 2014 and November 2018 were included. Patients were assessed using patient-reported baselines/outcomes, lymphedema- specific quality of life scale (LYMQOL), limb circumference/volume measurements, and indocyanine green lymphography (ICGL) preoperatively and at predefined postoperative time intervals. Fifty-seven limbs from 41 patients were included. Mean lipoaspirate volumes were 2035 mL, 5385 mL, and 3106 mL for the arm, thigh, and leg, respectively with a mean adipose fraction of the lipoaspirate of 71%. All patients underwent redundant skin excision with the "flying squirrel" technique. The mean follow-up was 10.7 months (range 3 - 48 months) with a mean limb volume reduction of 32.2% and all patients reporting satisfactory relief of symptoms. All showed statistically significant improvement in LYMQOL in symptoms, appearance, and function. On ICGL, none showed worsened lymphatic drainage, rather, all showed improved lymph drainage. Furthermore, the improved lymph drainage was found to be progressive during the study period in all patients. Our study results demonstrate that treating extremity lymphedema with liposuction does not worsen lymphatic function and in fact, paradoxically, it induces progressive improvement in lymph drainage.

    Übersetzung :

    Die Fettabsaugung zur Behandlung von Lymphödemen ist eine wirksame und bewährte Behandlungsmethode. Da jedoch die Befürchtung besteht, dass durch die Fettabsaugung weitere Lymphschäden entstehen, haben wir die Lymphfunktion vor und nach der Fettabsaugung objektiv verglichen. Alle Patienten mit solidem Lymphödem, die im Untersuchungszeitraum von Juni 2014 bis November 2018 behandelt wurden, wurden eingeschlossen. Die Patienten wurden präoperativ und in vordefinierten postoperativen Zeitabständen anhand von patientenberichteten Ausgangswerten/Ergebnissen, einer lymphödemspezifischen Lebensqualitätsskala (LYMQOL), Messungen des Gliedmaßenumfangs/-volumens und einer Indocyaningrün-Lymphographie (ICGL) beurteilt. 57 Gliedmaßen von 41 Patienten wurden eingeschlossen. Die mittleren Lipoaspiratvolumina betrugen 2035 ml, 5385 ml und 3106 ml für Arm, Oberschenkel bzw. Bein mit einem mittleren Fettanteil des Lipoaspirats von 71 %. Bei allen Patienten wurde mit der „Flying Squirrel“-Technik eine redundante Hautentfernung durchgeführt. Die durchschnittliche Nachbeobachtungszeit betrug 10,7 Monate (Bereich 3 – 48 Monate) mit einer durchschnittlichen Extremitätenvolumenreduktion von 32,2 % und alle Patienten berichteten von einer zufriedenstellenden Linderung der Symptome. Alle zeigten eine statistisch signifikante Verbesserung der LYMQOL in Bezug auf Symptome, Aussehen und Funktion. Bei ICGL zeigte keiner eine Verschlechterung der Lymphdrainage, alle zeigten vielmehr eine Verbesserung der Lymphdrainage. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass die Verbesserung der Lymphdrainage während des Studienzeitraums bei allen Patienten fortschreitend war. Unsere Studienergebnisse zeigen, dass die Behandlung von Extremitätenlymphödemen mit Fettabsaugung die Lymphfunktion nicht verschlechtert und tatsächlich, paradoxerweise, eine fortschreitende Verbesserung der Lymphdrainage bewirkt.

    Viele Grüße

    Christian Taeger

    Prof. Dr. med. Christian Taeger
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  • Carla
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    • 7. Februar 2025 um 15:27
    • #17

    Vielen Dank Herr Prof. Taeger für Ihre Stellungnahme. Ich wollte noch eine irrtümlich verstandene Aussage richtig stellen. Durch die LVA´s ist keine Verschlechterung, sondern eine Verbesserung, wenn auch nur in kleinerem Maße erfolgt und die Lymphknotentransplantation ist noch nicht erfolgt, sondern in Erwägung gezogen.

    Herr Prof. Taeger, mich würde interessieren ob das Lymph-MRT ( Bonn, Prof.Pieper) präoperativ für eine Liposuktion auch für eine Lympknotentransplantation verwendet werden kann, also ob auf ein und demselben Lymph-MRT Lymphgefäße (oder fehlende) und verfettetes Gewebe dargestellt wird.

    Freundliche Grüße

    Carla

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    • #18

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  • Prof. Dr. med. Christian Taeger
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    • 8. Februar 2025 um 17:42
    • #19
    Zitat von Carla

    Vielen Dank Herr Prof. Taeger für Ihre Stellungnahme. Ich wollte noch eine irrtümlich verstandene Aussage richtig stellen. Durch die LVA´s ist keine Verschlechterung, sondern eine Verbesserung, wenn auch nur in kleinerem Maße erfolgt und die Lymphknotentransplantation ist noch nicht erfolgt, sondern in Erwägung gezogen.

    Herr Prof. Taeger, mich würde interessieren ob das Lymph-MRT ( Bonn, Prof.Pieper) präoperativ für eine Liposuktion auch für eine Lympknotentransplantation verwendet werden kann, also ob auf ein und demselben Lymph-MRT Lymphgefäße (oder fehlende) und verfettetes Gewebe dargestellt wird.

    Freundliche Grüße

    Carla

    Hallo Carla,

    prinzipiell kann mit jeder konventionellen MRT zwischen Fettgewebe und Wassereinlagerung unterschieden werden, da braucht es keine Lymph-MRT. Für eine geplante LK-Transplantation braucht man in der Regel auch keine Lymph-MRT. Die Frage nach dem Grad der Verfettung lässt sich in erfahrenen Händen auch ohne MRT rein klinisch bestimmen. Ist die betroffene Extremität nicht mehr dellbar, so wird ein hohes Maß an Fetteinlagerung vorhanden sein. In diesen Fällen sind auch meist kaum mehr funktionell relevante Lymphgefäße vorhanden.

    Viele Grüße

    Christian Taeger

    Prof. Dr. med. Christian Taeger
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    Einmal editiert, zuletzt von Prof. Dr. med. Christian Taeger (9. Februar 2025 um 11:25)

  • Carla
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    • 11. Februar 2025 um 11:02
    • #20

    Hallo Herr Prof. Taeger,

    vielen Dank für Ihre Antwort.

    Viele Grüße

    Carla

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