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Diagnose Omarthrose/Humeruskopfnekrose am Arm mit Lymphödem

  • AnRo
  • 10. März 2025 um 14:07
1. offizieller Beitrag
  • AnRo
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    • 10. März 2025 um 14:07
    • #1

    Diagnose Omarthrose/Humeruskopfnekrose am Arm mit Lymphödem - hat jemand Erfahrung mit dieser "Kombination"?

    Guten Tag,

    ich habe kürzlich o.g. Diagnose erhalten - mit einer MRT bestätigt. Nach Mamma-Ca re (OP Brust erhaltend mit Entfernen v. 28 Lymphknoten, Chemo, Bestrahlungen) trat 4 Monate nach der OP im April 2008 ein Lymphödem am rechten Arm auf. Bis Ende 2019 hatte ich ca. 2x/Jahr ein Erysipel (einmal z.B. nach einer Cortisonspritze zur Behandlung einer sehr schmerzhaften Schleimbeutelentzündung am Schultergelenk) - seitdem ist "Ruhe".

    Ich erhalte 2x/Woche 45 Min. MLD und habe in Abständen von 2 - 3 Jahren mehrere Rehamaßnahmen hinter mir. Das Lymphödem ist relativ gut im Griff. Nun traten vor ca. eineinhalb Jahren Schulterschmerzen auf - Tendenz zunehmend.

    Seitdem erhalte ich regelmäßig KG, gehe einmal die Woche zum Rehasport und sorge insgesamt für ausreichend Bewegung meines gesamten Körpers. Wenn es allzu schmerzhaft wird, helfe ich mir mit Voltaren Tabletten.

    O.g. MRT ergab dann Anfang Februar die genaue Diagnose.

    Kennt jemand einen Facharzt, der mir helfen kann? Gibt es Möglichkeiten eines Eingriffs, der das geschädigte Lymphsystem schont und nicht nicht "ausufern" lässt? Aufgrund der Erfahrung nach der Cortisonspritze habe ich Angst vor einem chirurgisches Eingriff an der Schulter.

    Vielleicht kann mir jemand helfen - vielen Dank im Voraus!

    Lymphannette

  • Dr. Martin
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    • 10. März 2025 um 15:19
    • #2

    Bei einer Humeruskopfnekrose mit Schmerz erscheint mir die Op. kaum zu umgehen wenn der Schmerz trotz kons. Therapie seit 18 Monaten besteht .Eine orthopädische und lymphologische Nachbehandlung/REHA wird erforderlich werden.

    Operieren sollte ein "Schulterspezialist" der kann dann ggfs. Ihren Lymphologen vor der Op kontaktieren.

    Den Spezialisten in Ihrer Region kennt vielleicht Ihr Hausarzt ( Ansonsten z.B. die Ärztekammer kontaktieren..)

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Martin

    Chefarzt Földiklinik i.R.
    Hinterzarten
    Földiklinik Tel. 07652-124-0
    https://www.foeldiklinik.de/

  • AnRo
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    • 11. Juli 2025 um 15:01
    • #3

    Nach ziemlich genau 4 Monaten knüpfe ich noch einmal an meine im März geschilderte Problematik an. Die nun doch unvermeidliche Schulter-OP ist für den 17.9.2025 bei einem Schultergelenkspezialisten in Hannover in Form einer „Inversen Schulterprothese“ vorgesehen. Um einem Erysipel entgegenzuwirken, wird der Eingriff parallel antibiotisch behandelt.
    Das größere Problem besteht für mich in der Lymphstörung bzw. in der weiteren Vorgehensweise in Bezug auf Lymphdrainage. Für mein Verständnis muss die MLD möglichst schnell nach der OP wieder weitergehen - noch vor der Mobilisierung des operierten Armes - diese soll - theoretisch - in der 3. Woche danach beginnen. Ich gehe davon aus, dass noch während des 3 - 4 tägigen Klinikaufenthaltes mit der MLD begonnen wird, werde dies aber beim Vorgespräch am 2.9. ansprechen. Ein weiteres Problem wird sein, dass ich zunächst meine konsequent getragene Bestrumpfung nicht werde tragen können, da beim Anziehen selbst mit Anziehhilfe viel Kraft erforderlich ist. Ich werde also wickeln müssen - was ich ja in der Földi-Klinik bei meinem Aufenthalt 2013 auch lernen durfte!

    Es liegt also ein riesiger Berg vor mir, wie man sich vorstellen kann!

    Ich schreibe dies alles so ausführlich, weil es vielleicht jemanden gibt, der Ähnliches hinter sich hat und berichten kann. Ja, ich weiß natürlich auch, dass jeder Fall individuell und für sich zu betrachten ist.

    ❤️liche Grüße, Lymphannette

  • Uli29
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    • 11. Juli 2025 um 15:44
    • Offizieller Beitrag
    • #4

    Ich würde mir eine adaptive Kompression kaufen. Du brauchst vermutlich auch Hilfe beim anlegen, aber der Arm wird vermutlich weniger bewegt werden müssen. Meines Wissens kann Juzo acs light und Medi circaid juxtafit verordnet werden.

    Entscheidend ist aber, dass das Produkt gut passt.


    Ich selbst würde sogar drei Wochen vor der Op und drei Wochen nach der Op jeweils drei Wochen stationäre Entstauung in einer lymphologischen Fachklinik durchführen lassen.

    Freundliche Grüße

    Uli29

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  • AnRo
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    • 14. Juli 2025 um 10:15
    • #5

    Vielen Dank für die Tipps, Uli29! Bin dran und kümmere mich schnellstmöglich!

    Lymphannette

  • AnRo
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    • 14. November 2025 um 13:55
    • #6

    Mittlerweile sind mehr als 8 Wochen seit der OP (Einsetzen einer Inversen Schulterprothese) vergangen, und ich bin sehr zufrieden! Die Schmerzen sind weg, und die Beweglichkeit der Schulter wird kontinuierlich besser! Direkt - noch im OP - wurde der Arm mit einer Kurzzugbinde gewickelt und zur Eysipel-Prophylaxe 4 Tage 3xtgl. Cefuroxim 1500 mg i.v. gegeben und anschließend 3 Wochen 3x tgl. 500 mg Cefuroxim eingenommen. Eine Verschlechterung der Lymphstörung nach dem Eingriff ist nahezu ausgeblieben - außer am Oberarm im Narbenbereich. Dort wird aktuell noch sehr intensiv mit MLD gearbeitet. Solange ich meine Armbestrumpfung noch nicht tragen konnte (etwa 5 Wochen), habe ich nicht gewickelt, sondern eine Ready Wrap Arm- und Hand-Versorgung getragen - völlig problemlos auch in der Orthese „unterzubringen“! Die Kosten dafür hat meine Barmer EK nach Verordnung durch meine Gynäkologin, die auch die Armstrumpf-Verordnungen ausstellt, übernommen.
    Im kommenden Frühjahr möchte ich dann noch eine intensive Ambulante Reha machen - Beantragung läuft.

    ❤️liche Grüße, Lymphannette

  • Uli29
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    • 14. November 2025 um 16:26
    • Offizieller Beitrag
    • #7

    Wie schön, dass alles so gut gelaufen ist!!

    Freundliche Grüße

    Uli29

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