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Erste LVA misslungen, inzwischen keine Lympbahnen mehr nachweisbar, ist eine zweite LVA noch sinnvoll?

  • Schnuff471
  • 30. März 2025 um 12:45
1. offizieller Beitrag
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    • 30. März 2025 um 12:45
    • #1

    2004 wurde bei mir am rechten Scheidenstumpf ein Tumor festgestellt, der operativ entfernt wurde. Bei dieser OP wurden auch die Eileiter, Eierstöcke und Beckenlymphknoten entfernt. 2011 begann mein rechtes Bein anzuschwellen. Trotz ständiger MLD, tragen eines Kompressionsstrumpfes und Benutzung eines Lymphomaten sowie 5
    Kuren in einer Lymphklinik kann das Lymphödem nicht gestoppt werden. Bein und Fuß sind noch dellbar. Im Juni 2024 wurden mir im Universitätsklinikum Göttingen am rechten Unterschenkel zwei lymphovenöse Anastomosen angelegt. Anfangs war der Unterschenkel für kurze Zeit etwas weicher aber der Beinumpfang nahm nicht ab.
    Jetzt ist alles wieder wie vor der OP. Bein und Fuß schwellen ständig weiter an.
    Im Februar dieses Jahres ließ ich eine Lymphabstromszintigraphie durchführen.
    Im rechten Bein sind keine Lymphbahnen mehr erkennbar.
    Ist eine erneute LVA noch sinnvoll?
    Hat damit jemand Erfahrungen?

  • Uli29
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    • 30. März 2025 um 15:35
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    Diese Frage musst du dem Operateur stellen.

    Was man nicht sieht, wird man nicht aufsuchen können.

    Wurde ein MRT in Bonn bei dr. Pieper mit KM durchgeführt?

    Wurde einmal dieser Farbstoff ( dieses neongrün ,ICG ist die Fachbezeichnung ) gespritzt?

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 1. April 2025 um 16:33
    • #3

    Es kann sehr gut sein, dass eine erneute Anlage von LVAs möglich ist. Eine Lymphszintigraphie ist ein völlig veraltetes Verfahren, mit ICG oder Lymph-MRT kann man sich da ein sehr viel besseres Bild verschaffen. Unabhängig davon sollte aber vor Einleitung weiterer Diagnostik erst einmal eine Vorstellung beim Mikrochirurgen erfolgen, der dann anhand einer klinischen Untersuchung prüft, ob überhaupt eine Rekonstruktion oder aber alternativ ggf. eine Liposuktion sinnvoll erscheint.

    Viele Grüße

    Christian Taeger

    Prof. Dr. med. Christian Taeger
    Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
    Zusatzbezeichnung Handchirurgie
    Plastische Chirurgie & Ästhetik an der Isar
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    • 2. April 2025 um 21:28
    • #4

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. med. Christian Taeger,
    danke für Ihre schnelle Antwort, die mir neue Hoffnung gibt.
    Ich habe mich bei Ihnen bereits am 19. Mai für eine Begutachtung angemeldet.
    Bei einer negativen Antwort hätte ich die weite Reise von Rügen mit 9 Std.
    Zugfahrt nicht angetreten.
    Würden Sie mich bei dieser Begutachtung anschließend gleich mit ICG oder Lymph-MRT untersuchen? Dann würde ich meine jetzige Hotelbuchung vom 17.05 bis 20.05. entsprechend verlängern.
    Wir sehen uns dann am 19. Mai.
    Bleiben Sie gesund.
    Herzlichst Schnuff471.

  • Uli29
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    • 2. April 2025 um 21:34
    • Offizieller Beitrag
    • #5

    Das KM - MRT habe ich in Bonn gemacht, bei dr Pieper

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 3. April 2025 um 07:55
    • #6
    Zitat von Schnuff471

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. med. Christian Taeger,
    danke für Ihre schnelle Antwort, die mir neue Hoffnung gibt.
    Ich habe mich bei Ihnen bereits am 19. Mai für eine Begutachtung angemeldet.
    Bei einer negativen Antwort hätte ich die weite Reise von Rügen mit 9 Std.
    Zugfahrt nicht angetreten.
    Würden Sie mich bei dieser Begutachtung anschließend gleich mit ICG oder Lymph-MRT untersuchen? Dann würde ich meine jetzige Hotelbuchung vom 17.05 bis 20.05. entsprechend verlängern.
    Wir sehen uns dann am 19. Mai.
    Bleiben Sie gesund.
    Herzlichst Schnuff471.

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    Sollte sich klinisch herausstellen, dass ein rekonstruktiver Eingriffe sinnvoll erscheint, veranlasse ich in der Regel gar keine Diagnostik. Die ICG Untersuchung führe ich einen Tag vor dem geplanten Eingriff durch. Bei fraglichem Befund überweise ich meine Patienten nach Bonn, das aber wie gesagt nur nach klinischer Untersuchung und gegebener Indikation.

    Viele Grüße

    Christian Taeger

    Prof. Dr. med. Christian Taeger
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    • 3. April 2025 um 11:31
    • #7

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. med. Christian Taeger,
    danke für Ihre Information. Ich komme dann erst einmal am 19. Mai zu Ihnen.
    Mit freundlichem Gruß
    Schnuff 471

    Einmal editiert, zuletzt von Schnuff471 (6. März 2026 um 18:18) aus folgendem Grund: Bericht lymphovenöse Anastomose bei Prof. Taeger Antwort von Schnuff471 an Administratorin CR1Christiana Rothhardt 06.03.2026: Weiterer Verlauf. Im Mai 2025 von Rügen zur Beratung bei Prof. Taeger nach München gefahren (9 Std. mit dem ICE). Der überwies mich zum MRT bei Prof. Pieper in Bonn. Im Sept. 2025 zum MRT nach Bonn gefahren. Nach 10 Wochen, eine Woche vor Weihnachten, bekam ich den Befund. Am 20. Januar 2026 hatte Prof. Taeger noch einen OP-Termin frei. Schnell noch Fahrkarten und Zimmer in einem Hotel in der Schillerstraße gebucht. (ca. 400 m vom Hbf.). Weitere Probleme: Termine für die manuellen Lymphdränagen nach der OP reserviert bekommen und passende Verbandschuhe kaufen. Montags in die Klinik zur OP, Dienstag OP, Donnerstag Entlassung aus der Klinik, Freitag mit dem ICE zurück nach Rügen. Die OP war mit meinen 74 Jahren für Prof. Taeger und für mich ein Wagnis aber alles verlief gut. In den ersten 14 Tagen nach der OP wurden mein Bein und der Fuß dünner. Die Wade war wieder weich. Dann keine weitere Besserung und in der dritten Woche verschlechterte sich mein Zustand. Jetzt, nach sechs Wochen, ist alles wieder wie vorher. Die ganze Zeit hatte ich Probleme und Schmerzen durch die 7 cm langen OP-Narbe, die schlecht verheilte. Wegen der Verästelung meiner Lymphbahn musste Prof. Taeger erst eine geeignete Stellen zum Anschluss an die Vene suchen. Von der adaptiven Kompression, die ich wegen des fehlenden Kompressionsstrumpfes fünf Wochen tragen musste brannte ständig die Haut am Bein. Es war zum Schluss eine Qual, diese Bandage zu tragen, die immer nach unten rutschte. Der neue Kompressionsstrumpf ist nun zu eng, weil das Maßnehmen am dünner gewordenen Bein erfolgte. Den zu tragen ist auch unerträglich geworden. Ich bin gesetzlich versichert. Die Untersuchungen, Fahrkosten und die OP bezahlte die TK. Trotzdem hat mich die ganze Aktion, incl. der 2.000 Zuzahlung an Prof. Taeger für die OP, ca. 3.700 EUR gekostet. Trotz des enttäuschenden Endergebnisses bereue ich nicht, es wenigstens versucht zu haben.

  • Moni25
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    • 2. Juni 2025 um 23:15
    • #8

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. med. Christian Taeger,

    Weshalb wird die Lymphszyntigraphie nicht mehr angewandt? Kann es hier auch zu falsch positiven Befunden kommen? Was bedeutet es, wenn der radioaktive Tracer überhaupt nicht abtransportiert wird in einer Extremität?

    Mit freundlichen Grüße,

    MONI25

  • CR1
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    • 3. Juni 2025 um 09:38
    • Offizieller Beitrag
    • #9
    Zitat von Schnuff471

    Ich komme dann erst einmal am 19. Mai zu Ihnen.

    Hallo Schnuff, berichte mal wie es Dir ergangen ist und erreicht hast ?

    Freundliche Grüße CR1
    Christiana Rothhardt
    http://www.lymphnetzwerk.de

    • Vorheriger offizieller Beitrag
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    • 3. Juni 2025 um 18:38
    • #10

    Bei der Lymphszintigraphie gibt es einige verfälschende Einflüsse ( Tiefe der Lymphknoten , Fehlende normierte Bewegung ... )

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Martin

    Chefarzt Földiklinik i.R.
    Hinterzarten
    Földiklinik Tel. 07652-124-0
    https://www.foeldiklinik.de/

    Einmal editiert, zuletzt von Dr. Martin (4. Juni 2025 um 10:33)

  • Prof. Dr. med. Christian Taeger
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    • 3. Juni 2025 um 19:59
    • #11
    Zitat von Moni25

    Sehr geehrter Herr Prof. Dr. med. Christian Taeger,

    Weshalb wird die Lymphszyntigraphie nicht mehr angewandt? Kann es hier auch zu falsch positiven Befunden kommen? Was bedeutet es, wenn der radioaktive Tracer überhaupt nicht abtransportiert wird in einer Extremität?

    Mit freundlichen Grüße,

    MONI25

    Sie wird durchaus noch angewandt. Leider meist sehr undifferenziert. Liegt klinisch ein Lymphödem vor, ist die Szintigraphie auffällig, liegt keines vor, ist sie in der Regel unauffällig. Daher braucht man sie in der Regel nicht, man kann damit auch keine mikrochirurgischen Eingriffe planen, sie ist viel zu ungenau.

    Man kann sie noch sinnvoll einsetzen, wenn klinisch kein Lymphödem vorliegt, der Patient aber von wiederholten starken Schwellungen (DD Lymphödem) berichtet. Dann macht es ggf. Sinn, der Sache weiter auf den Grund zu gehen, Lymph-Szinigraphien sind an sich gut verfügbar. Damit wird auch die sehr knappe Ressource Lymph-MRT geschont. Ist die Szinti trotz aktuell fehlender Klinik auffällig, so macht es dann Sinn präzisere Diagnostiken zu veranlassen (zB ICG od Lymph-MRT).

    Viele Grüße

    Christian Taeger

    Prof. Dr. med. Christian Taeger
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