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Lymphödem - Kompressionsstrümpfe zu eng?

  • SunshineRose
  • 22. September 2025 um 20:42
1. offizieller Beitrag
  • SunshineRose
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    • 22. September 2025 um 20:42
    • #1

    Hallo liebe Community,

    ich bin neu hier und mich interessieren eure Erfahrung mit den Kompressionsstrümpfen.

    Ich trage schon über 20 Jahre CCL3 Flachstrick mit meinen primären Lymphödem. Ich hatte das Sanitätshaus gewechselt und das neue hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass meine Versorgung viiiiiiel zu eng sei.
    Ja, sie sind eng, aber ich habe kein Kribbeln oder sonstiges und ich habe beim Tragen auch nicht das Gefühl von schweren Beinen, sondern vergesse tagsüber tatsächlich, dass ich ein Lymphödem habe. Das Maß der alten Versorgung war aber tatsächlich nicht mehr auf Zug zu messen, sondern wurde zum Teil nochmal enger gerechnet, weil man soweit nicht mehr ziehen konnte.

    Jetzt die neue Versorgung ist eine andere Marke und wurde „gemäß Lehrbuch“ angemessen und sogar vom medizinischen Dienst der Strumpffirma nochmal nachgemessen. Also das waren in meinen Augen kompetente Leute am Werk . Aber ich finde die neue Beziehung arg weit und schwere Beine/Füße habe ich auch.

    Ich will meinen Beinen nichts Böses antun und bin hin und her gerissen… ist der alte Strumpf zu eng oder der neue zu weit? Ich werde den allen und neuen Strumpf im Wechsel tragen und regelmäßig meine Umfänge messen.

    Mich würde interessieren, wie ihr euer optimales Maß gefunden habt und ab wann würdet ihr sagen, dass ein Strumpf zu eng ist? Was sind eure Erfahrungen?

  • Uli29
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    • 22. September 2025 um 21:01
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    Zu eng ist er, wenn die Extremität jenseits der Enge anschwillt.

    …. oder wenn Schmerzen oder sichtbare Schaeden entstehen.

    Ich persönlich fahr durch die ganze BRD, da in Hinterzarten deutlich enger gemessen wird als in Hamburg!


    Hamburger Bandagistinnen würden vermutlich auch sagen, das ist zu eng. Aber ich frage sie gar nicht.

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 22. September 2025 um 21:49
    • #3
    Zitat von Uli29

    Ich persönlich fahr durch die ganze BRD, da in Hinterzarten deutlich enger gemessen wird als in Hamburg!

    In meinem neuen Sanitätshaus (nach Umzug) hat mich die Frau explizit darauf angesprochen, ob es stimmt, dass in Hinterzarten sehr eng gemessen wird. Und ich konnte nicht ordentlich antworten, weil ich mich nicht mehr erinnert habe. Aber wo du das ansprichst, werde ich es ihr auch nochmal mitteilen. Muss da eh wieder hin, weil ich mir jetzt ein weiteres Rezept für eine Bermudahose geholt habe.

    Ich meine mich zu erinnern, dass in Hinterzarten das Bein sogar in das Maßband "gehängt" wurde? Ist schon lange her, 2013.

  • Uli29
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    • 22. September 2025 um 22:33
    • Offizieller Beitrag
    • #4

    Es sind ja zwei “Messtationen” dort, die Volumenmessung in der Klinik und die andere im Sanitätshaus.

    Die Bermuda hab ich heimatnah messen lassen. Erstversorgung.
    Reklamationen sind heimatnah einfacher.

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 23. September 2025 um 08:15
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    • #5
    Zitat von SunshineRose

    Ich will meinen Beinen nichts Böses antun und bin hin und her gerissen…

    Laß Dich bitte nicht verunsichern!

    Bei mir ist es genau das Gleiche: ich habe ein primäres Lymphödem Stadium 2 im linken Bein, und obwohl das Ödem nicht sehr ausgeprägt ist, trage ich einen AG-Strumpf und eine Einbein-Strumpfhose übereinander, beides in Kkl 3. Es wird sehr eng gemessen und teilweise noch 1 - 2 cm vom Meßergebnis abgezogen. Damit fühle ich mich wohl (und mein Bein auch) und vergesse im Tagesverlauf die Kompression, genau wie Du es beschreibst.

    Es hat auch bei mir gedauert, bis die Sanitätshaus-Mitarbeiterin sich damit abgefunden hat.:)

    Entscheidend ist, daß Du Dich in der Kompri wohlfühlst und keine Verschlechterungen am Bein hast (Rötungen, Schmerzen, Schwellungen).

    Es gibt anscheinend Ödeme, die nicht ins "Schema F" passen. Dann muß man sich auch gegenüber den Fachleuten durchsetzen. Schließlich stecken wir in der Kompression und nicht die Dame vom SH!

    Liebe Grüße

    Griselda

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    • 23. September 2025 um 09:25
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    • #6

    Hallo Zusammen,

    meines Erachtens sollten Die Maße realitätsnah sein, ein bis 2 cm spielen da meist keine große Rolle. Da ein realistisch gemessener Strumpf in KKL 3 nicht erreicht was er soll, wäre es aus meiner Sicht ein logischer Schritt KKL 4 zu nehmen. Die unterschiedlichen Materialien der verschiedenen Herstellern bieten ebenfalls die Möglichkeit zur Auswahl in diese Richtung.

    Ich habe Bauchschmerzen, wenn Maße hier allein aus Erfahrungswerten ermittelt werden. Gute Wirkung, unsichere Haftung, ggf die fehlende Rückmeldung an Hersteller und Weiterentwicklung des Produktes, schlecht nachvollziehbar von Patienten und Versorgern bei Folgeversorgungen .

    Da ich lange in einer lyphologischen Akutklinik gearbeitet habe, kenne ich den Spagat der manchmal nötig ist, um wirksam und tragbar zu versorgen.

    Viele Grüße kasimir

    Fachberaterin Lymphologie und Phlebologie

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    • 23. September 2025 um 10:37
    • #7
    Zitat von Uli29

    Zu eng ist er, wenn die Extremität jenseits der Enge anschwillt.

    …. oder wenn Schmerzen oder sichtbare Schaeden entstehen.

    Ich persönlich fahr durch die ganze BRD, da in Hinterzarten deutlich enger gemessen wird als in Hamburg!


    Hamburger Bandagistinnen würden vermutlich auch sagen, das ist zu eng. Aber ich frage sie gar nicht.

    Nein, das ist alles nicht der Fall. Der Strumpf sitzt für mich klasse. Und ich kann ihn sogar ohne Radler drüber tragen. Rutscht auch den Tag über nicht.

    Finde ich interessant mit dem Mess Gefälle.
    Hamburg-Hinterzarten ist ja ein krasser Weg. Aber ich kann es verstehen… wer einmal das Strumpf Vertrauen hat, dem folgt man auch über einen weiten Weg.

  • SunshineRose
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    • 23. September 2025 um 10:59
    • #8
    Zitat von Griselda

    Laß Dich bitte nicht verunsichern!

    Bei mir ist es genau das Gleiche: ich habe ein primäres Lymphödem Stadium 2 im linken Bein, und obwohl das Ödem nicht sehr ausgeprägt ist, trage ich einen AG-Strumpf und eine Einbein-Strumpfhose übereinander, beides in Kkl 3. Es wird sehr eng gemessen und teilweise noch 1 - 2 cm vom Meßergebnis abgezogen. Damit fühle ich mich wohl (und mein Bein auch) und vergesse im Tagesverlauf die Kompression, genau wie Du es beschreibst.

    Es hat auch bei mir gedauert, bis die Sanitätshaus-Mitarbeiterin sich damit abgefunden hat.:)

    Entscheidend ist, daß Du Dich in der Kompri wohlfühlst und keine Verschlechterungen am Bein hast (Rötungen, Schmerzen, Schwellungen).

    Es gibt anscheinend Ödeme, die nicht ins "Schema F" passen. Dann muß man sich auch gegenüber den Fachleuten durchsetzen. Schließlich stecken wir in der Kompression und nicht die Dame vom SH!

    Hui, zwei übereinander? Das ist hardcore. Respekt.
    Ja, scheinbar gibt es Ödeme, die nicht ins Schema F passen. Ich trage meine Kompression immer gerne und bisher waren die Maße auch kein Thema.
    Nur seit das neue Sanitätshaus mir diese engen Maße „verweigert“ hat, komme ich ins Grübeln.

    Meine Ärztin hatte ich auch gefragt. Sie meinte, wenn sie sitzen, meine Beine es vertragen, dann ist alles in Ordnung. Aber das war ein Gespräch zwischen Tür und Angel, weil sie zum nächsten Termin musste.

    Es beruhigt mich, dass du auch enge Kompression trägst. Ja, das mit dem 1-2cm Abziehen kenne ich und fühle mich auch wohl dabei. Jeder Patient ist halt anders.
    Aber ab wann fange ich an, dem Lymphsystem zu schaden… Wenn es eng wird. Die Lymphbahnen verlaufen ja eher oben und es gibt den Massageeffekt der Strumpfmaschen… aber halt auch eine (angenehme) Wandstärke der Strümpfe. In den Szenario spielt mein Hirn grad etwas pingpong 😄

  • SunshineRose
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    • 23. September 2025 um 11:18
    • #9
    Zitat von kasimir

    Hallo Zusammen,

    meines Erachtens sollten Die Maße realitätsnah sein, ein bis 2 cm spielen da meist keine große Rolle. Da ein realistisch gemessener Strumpf in KKL 3 nicht erreicht was er soll, wäre es aus meiner Sicht ein logischer Schritt KKL 4 zu nehmen. Die unterschiedlichen Materialien der verschiedenen Herstellern bieten ebenfalls die Möglichkeit zur Auswahl in diese Richtung.

    Ich habe Bauchschmerzen, wenn Maße hier allein aus Erfahrungswerten ermittelt werden. Gute Wirkung, unsichere Haftung, ggf die fehlende Rückmeldung an Hersteller und Weiterentwicklung des Produktes, schlecht nachvollziehbar von Patienten und Versorgern bei Folgeversorgungen .

    Da ich lange in einer lyphologischen Akutklinik gearbeitet habe, kenne ich den Spagat der manchmal nötig ist, um wirksam und tragbar zu versorgen.

    Die Maße basieren schon auf den echten Hautmaßen, aber weil man nicht so eng ziehen kann, wurde das Strickmaß im Laufe der Zeit durch zusätzliches abziehen von cm kleiner. Mein altes Sanitätshaus hatte das immer mit einem Ansprechpartner bei der Strumpffirma abgestimmt.

    Leider sind im alten Sanitätshaus durch Verkauf /Rente die alten Mitarbeiter nicht mehr da und die neue Firma ist in meinen Augen zu chaotisch organisiert und hat auch mein Vertrauen leider nicht mehr.

    Deswegen habe ich mir von der Strumpffirma die Maße schicken lassen und so kam das Thema überhaupt erst auf.

    Kompressionsklasse 4 wäre auch eine Möglichkeit.
    Wie wichtig ist es, dass bei den Strümpfen die Maschen locker nebeneinander laufen? Bei mir ist im Bereich der Fessel schon mehr Dehnung zu sehen als woanders.
    Das moniert mein neues Sanitätshaus.
    Ist finde, Rückmeldung und Weiterentwicklung im Bereich der Lymphversorgung finde ich wichtig, aber ich falle da wohl einfach aus der Reihe, wie mir jetzt auffällt 🤔.

  • kasimir
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    • 23. September 2025 um 13:04
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    • #10

    Hallo SunsineRose,

    ich glaube nicht dass du aus der Reihe fällst.

    Das System wie zur Zeit die Haut und Zugmaße dokumentiert und gehandhabt werden, macht es schwierig und schlecht reproduzierbar, beim Wechsel des Sanitätshauses.

    Es werden für die Kasse und den Patienten ausschließlich Hautmaße dokumentiert und rausgegeben, um Volumenund Maßveränderungen zu erfassen.

    Als Bestellmaße werden, dann Maße genommen die eine sehr individuelle Entscheidung des Versorgers darstellen

    Es lässt dann kaum Rückschlüsse auf die tatsächlich genommen Zugmaße und die Begründung dieser zu.

    Wir haben im Klinikalltag oftmals Hautmaße und maximale Zugmaße genommen, um so eine bessere Vergleichbarkeit zu erhalten und auf dieser Basis und auf den Trageerfahrungen des Patienten gemeinsam eine Entscheidung für ein vernünftiges Bestellmaß zu erhalten und es zeitgleich zu dokumentieren.

    Bei Folgeversorgungen und Reklamationen hat sich dieses sehr ausgezahlt.

    Viele Grüße kasimir

    Fachberaterin Lymphologie und Phlebologie

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    • 23. September 2025 um 16:55
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    • #11

    Ich war einige Jahre bei KKL4, ich bin froh, dass ich jetzt verschiedene andere Alternativen für mein Bein gefunden habe.

    MIT kkl 4 an einem ganzen Bein war mein Alltag viel mühsamer. Ich war regelmäßig abends wie erschlagen.

    Nach Anregung von Frau Prof. Foeldiklinik bin ich zurück zu kkl3.

    Ich mach Eigenbandagierung mit Hilfe des ComfiWafe.

    Ich nutze adaptive Kompression über dem normalen Strumpf und gehe damit ins GYM, besonders auf den Crosstrainer.

    Nachtbestrumpfung, auch für den Rumpf.

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 23. September 2025 um 17:01
    • Offizieller Beitrag
    • #12

    Ich bin mit Kkl. 4 auch nicht klargekommen, daß Anziehen war zu mühsam.

    Mit zweimal 3 komme ich gut zurecht, daß Bein ist jetzt seit etlichen Jahren stabil.

    Liebe Grüße

    Griselda

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    • 23. September 2025 um 17:52
    • #13
    Zitat von Griselda

    Mit zweimal 3 komme ich gut zurecht, daß Bein ist jetzt seit etlichen Jahren stabil.

    Also wird der Hüftbereich komprimiert, aber ein Bein ist ansonsten komplett frei, ohne das sich dort etwas staut? Schon erstaunlich, wie gut ein gesundes Lymphsystem funktioniert

  • SunshineRose
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    • 23. September 2025 um 21:04
    • #14

    Danke für eure Rückmeldungen. Das hilft mir bei meiner Überlegung. ❤️

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