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Kiesertraining bei Lymphödem

  • Garch
  • 8. November 2025 um 09:31
1. offizieller Beitrag
  • Garch
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    • 8. November 2025 um 09:31
    • #1

    Ich würde gern trotz eines ausgeprägten sekundären Lymphödems (seit 5 Jahren) im rechten Bein infolge einer Krebs-OP mit KIESERTRAINING beginnen.

    Hat jemand damit Erfahrung, ob sich die Situation dadurch verbessert, oder verschlechtert hat?

  • Uli29
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    • 8. November 2025 um 14:39
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    Ich weiß jetzt nicht, was das Besondere beim Kiesertraining ist.

    In der Földiklinik haben sie seit zwei Jahren einen Milonzirkel und ich habe tatsächlich in Hamburg etwas ähnliches gefunden, sogar mit 13 verschiedenen Geräten.

    Ich steigere die Effektivität durch zusätzliches Anlegen von Medi circaid juxtafit am Unterschenkel und Juzo acs light am Knie auf dem Fahrrad, dem Crosstrainer und auf dem Bellicon, auf dem es ein 60 minütiges Kursangebot gibt.

    Freundliche Grüße

    Uli29

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  • Griselda
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    • 8. November 2025 um 17:59
    • Offizieller Beitrag
    • #3
    Zitat von Garch

    Ich würde gern trotz eines ausgeprägten sekundären Lymphödems (seit 5 Jahren) im rechten Bein infolge einer Krebs-OP mit KIESERTRAINING beginnen.

    Hat jemand damit Erfahrung, ob sich die Situation dadurch verbessert, oder verschlechtert hat?

    Generell gilt bei Lymphödem: Bewegung ja, Anstrengung nein.

    Bei Bewegung bewirkt die Muskelpumpe einen besseren Lymphabfluß, bei Anstrengung hingegen wird die Lymphlast erhöht, d.h. es wird mehr Lymphflüssigkeit gebildet, was bei eingeschränktem Abfluß zu einer Verschlechterung des Ödems führen kann.

    Bevor Du mit irgendeinem Training beginnst, solltest Du auf jeden Fall Deinen behandelnden Arzt fragen. Nicht jedes Training eignet sich für jeden gleichermaßen, inbesondere bei Vorerkrankungen.

    Zu Deiner Frage bzgl. Kiesertraining von mir ganz klar: das ist rausgeworfenes Geld!

    Die Trainings-Philosophie (1 - 2 mal pro Woche 30 Minuten) ist eine Illusion. Das bringt nichts. Bei einem 1- oder 2 mal pro Woche durchgeführten Trainingsreiz von kurzer Dauer kann sich kein nennenswerter Trainingseffekt einstellen, das widerspricht jeder Erkenntnis aus der Sportmedizin. Auch fehlt das Aufwärmen und das anschließende Stretching, beides bei jedem Fitneßtraining unverzichtbar.

    Wer Dir vorgaukelt, Du könntest mit so geringem Aufwand etwas erreichen, der belügt Dich. Gut ist das Training nur für den Betreiber des Studios, der daran verdient.

    Besser suchst Du Dir ein gutes Fitness-Studio (zu erkennen daran, daß die Kunden beraten und beim Training angeleitet werden - ein Studio, wo lediglich Anleitungen an den Geräten hängen und die Kunden sich selbst überlassen sind, würde ich meiden).

    Du mußt Dir vor allem überlegen, was Du möchtest:

    Gewichtsreduktion: dann kommst Du um Ausdauertraining nicht herum. Nur bei moderater, aber länger andauernder Belastung wird Fett verbrannt (langsame Energie), während beim Krafttraining in erster Linie Kohlehydrate aus den Glykogenreserven verbrannt werden (schnelle Energie).

    Muskelaufbau: das klassische Krafttraining (soundsoviele Sätze a soundsoviele Wiederholungen) oder als Kraft-Ausdauertraining (die einzelnen Übungen werden über ca. 5 Minuten ohne Pause durchgeführt, aber dafür mit moderatem Gewicht). Beim Bein-Lymphödem wäre ich da an Deiner Stelle mit Übungen für die Beine zurückhaltend (s.o.).

    Herz-Kreislauftraining: Cardio-Training, z.B. Crosstrainer, Fahrrad, Laufband (dabei arbeitet man über die Herzfrequenz, die intervallmäßig erhöht und wieder abgesenkt wird). Auch hierbei könnte es zu einer Verschlechterung das Ödems kommen - auf jeden Fall langsam herantasten und regelmäßig vor und nach dem Training die Beinumfänge an mehreren markierten Stellen messen.

    Evtl. kommt für Dich nach einer Krebserkrankung auch Rehasport in Frage, den gibt es auch auf Rezept.

    Sehr positiv für das Lymphödem wirkt sich Training auf dem Trampolin aus, da das Auf- und Abschwingen den Lymphfluß anregt.

    Jegliche sportliche Betätigung nur mit Flachstrickbestrumpfung!!!

    Liebe Grüße

    Griselda

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  • Uli29
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    • 8. November 2025 um 19:20
    • Offizieller Beitrag
    • #4

    Kieser Nährstoff- Beratung: wenn ich das schon höre bzw. lese, dann wird mir ganz anders.

    Ich lese auf der kieser Homepage von Krafttrsining, kein Wort von Ausdauer.

    Nutz die Möglichkeit, auch in anderen GYMs ein Probetraining durchzuführen, sprich mit dem Facharzt.
    Welche Sportarten hast du bei deiner letzten stationären Entstauung häufig gemacht?

    Orientiere dich an dem Angebot der lymphologischen Fachkliniken!!

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    kasimir
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    • 9. November 2025 um 09:58
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    • #5

    Hallo Garch,

    das Training sollte ohne Maximalkraft und ohne Pressatmung erfolgen, die eigenen Belastungsgrenzen erforschen und respektieren und darf auch Spaß machen, damit ist die Motivation deutlich größer.

    Mein Favorit ist Aquasport mit ergänzender Trockengymnastik zum Aufbau einer eigenen Trainingsroutine.

    Sportliche Grüße

    Viele Grüße kasimir

    Fachberaterin Lymphologie und Phlebologie

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  • KyraK.
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    • 15. November 2025 um 00:09
    • #6

    Hallo zusammen,

    Ich finde das Thema tatsächlich auch sehr interessant, da ich auch schon einmal überlegt hatte, mit Kiesertraining zu starten und selber Beinlymphödem-Betroffene bin. Bisher hab ich mich aber noch nicht wirklich getraut (auch wegen der Krafttraining-Sache) und aktuell ist es auch nicht so praktisch, da bei mir keine Filiale in der Nähe ist.
    Soviel ich weiß, bekommt man beim Kiesertraining am Anfang relativ ausführliche, therapeutische Beratung. Zugegebenermaßen kann ich mir aber vorstellen, dass die Qualität davon je nach Standort ziemlich variieren kann – wahrscheinlich je nach dem, an wen man da gerät und wie das vor Ort gehandhabt wird…

    Was ich an Kiesertraining spannend finde ist, dass da wohl sehr schonend und gezielt Muskelgruppen trainiert werden können, die individuell schwächer ausgeprägt sind (Meine Mutter hat es zum Beispiel nach einem Riss im Meniskus geschafft, ohne OP und nur mit Kiesertraining ihre Kniemuskulatur drumrum so zu stärken, dass sie seitdem komplett beschwerdefrei ist). Bestimmt auch ganz gut für Leute mit schwachem Bindegewebe oder zur Stärkung der Muskelpumpe… Aber, dass es – über die Vorteile von Bewegung hinaus – für‘s Lymphödem konkret was bringt, kann ich mir noch nicht so richtig vorstellen.

    Vielleicht kann man die ganzen Regeln für Sport mit Lymphödem, die Griselda und kasimir geschrieben haben, nochmal konkret erwähnen, wenn man sich am Anfang des Trainings beraten lässt? Dann können die Trainer einem da vielleicht auch helfen, die Geräte so einzustellen, dass es nicht zu anstrengend wird oder von bestimmten Übungen abraten, die das Bein zu sehr belasten, oder so?

    Keine Ahnung, vielleicht ist da auch ausprobieren einfach das Beste ; )

    Freue mich auf jeden Fall auch über Berichte, falls du es testest, Garch!


    Liebe Grüße,
    Kyra

  • Marcus_Koller
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    • 16. November 2025 um 10:24
    • Offizieller Beitrag
    • #7

    Moin Kyra,

    am Ende ist Ausprobieren das Beste :D

    Du wirst bei Kieser niemanden finden, der speziell auf deine Anforderungen fit gemacht wurde. Das muss auch nicht unbedingt sein, wenn du selbst ein Gefühl dafür bekommst, bis wohin es genug ist und ab wann es zu viel wird.

    Wir haben das Thema Sport und wie soll ich mich verhalten, täglich in der Praxis. Und für jede Person müssten wir eine eigene Analyse aufstellen und ausprobieren was geht und was nicht.

    Und zu der immer zitierten klassischen Trainingslehre.. einfach mal regelmäßig was tun hilft mehr, als sich damit verrückt zu machen, wie und wie lange du laut Studien etwas zum sollst. Selbst einmal die Woche und unter 30 Minuten hat Effekte, wenn du es bewusst und regelmäßig machst. Aber das ist ein anderes Thema :D


    Viel Erfolg :)

    Liebe Grüße
    Marcus Koller

    Physiotherapie und Heilpraktik
    Rothenbaumchaussee 3
    20148 Hamburg-Rotherbaum
    Telefon 040 4140 5252 +WhatsApp
    https://marcuskoller.de
    info@marcuskoller.de

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  • Uli29
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    • 16. November 2025 um 19:39
    • Offizieller Beitrag
    • #8

    Sonst lass dir doch bei deinem Hausarzt eine Verordnung ausstellen für „Krankengymnastik am Gerät“. Danach hast du eine ungefähre Vorstellung davon, was dir guttut und was nicht.

    Und dann mach einfach, zwei- dreimal die Woche, immer mindestens einen Tag Pause, erst mal ganz vorsichtig. Der Spaßfaktor spielt auch eine große Rolle. Außerdem die Entfernung.
    Ich bin seit Juni in einem Fitnessstudio, bin nicht die einzige silberhaarige und überrascht, wie gut es mir gefällt!

    Und ich habe an den anderen Tagen viel mehr Power als früher!

    Freundliche Grüße

    Uli29

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  • KyraK.
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    • 17. November 2025 um 22:25
    • #9

    Klar, dass komplett individuelle Beratung schwierig ist, kann ich mir gut vorstellen – ich dachte auch eher, dass man selbst (und am Besten auch in Absprache mit dem Arzt) kommunizieren muss, was genau beim individuellen Lymphödem sinnvoll oder eher kontraproduktiv sein könnte und sich dann bisschen Hilfestellung durch die Beratung holt. Vor allem, wenn man wie ich keinerlei Ahnung von den Geräten, Übungsmöglichkeiten und deren Wirkung hat… 😉

    Das mit der Verordnung für „Krankengymnastik am Gerät“ ist eine gute Idee, Uli29 , danke! 😃 Spreche ich auf jeden Fall das nächste Mal beim Hausarzt an!

    Ja, Spaß und Motivation sind echt ein Faktor… Aktuell mache ich relativ konsequent 3-4 mal die Woche eine halbe Stunde Yoga (tut mir übrigens sehr gut, auch um runter zu kommen) und gehe ab und zu joggen. Und spazieren und Wandern sowieso… Aber mir geht’s echt oft auch so, dass ich gern ein bisschen Abwechslung hätte, deswegen freu ich mich über gute Tips 😊

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