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thrombophlebitis nach Infusion

  • htur911
  • 27. Dezember 2025 um 09:59
1. offizieller Beitrag
  • htur911
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    • 27. Dezember 2025 um 09:59
    • #1

    Ich habe vor 2 Wochen eine vitamin c infusion bekommmen. Sofort nach Legen des Zugangs merkte ich, dass etwas nicht stimmt, nach ca 2min wurde der Zugang letztendlich entfernt, weil die Armbeuge anschwoll und das Vit C ins Gewebe gelangte.

    Die Stelle über der Vene ist weiter angeschwollen, ca 6 cm, und das Gewebe wirkt knoting, der Venenstrang ist hart. Es gibt keine Rötung, Diagnose Thrombophlebitis, Ärztin meinte, dass kein ultraschall notwendig sei. Nach 2 Wochen, in denen ich Hirudoid und Diclofenac geschmiert habe, ist die Armbeuge unverändert wie am ersten Tag.

    Mich würden andere Erfahrungen, Einschätzungen hinsichtlich Heilungsdauer, Veränderung interessieren. Vor allem, weil sich bei mir gar nichts tut. Vielen Dank!

  • Uli29
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    • 27. Dezember 2025 um 10:19
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    Erfolgte die Infusion über eine Braunüle oder über eine Butterfly? (War ein kleiner Plastikschlauch oder eine Metallnadel benutzt worden?)

    Erfolgte die Infusion durch einen Arzt oder einen Heilpraktiker?

    Die Infusion, war das ein Fertigprodukt von einem Arzneimittelhersteller oder wurde sie dort in der Praxis aus verschiedenen Komponenten hergestellt?


    Du beschreibst ja im Grunde ein Paravasat.

    Freundliche Grüße

    Uli29

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  • htur911
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    • 27. Dezember 2025 um 10:39
    • #3

    Hallo, ich war in einer HNO Praxis, die infusion erfolgte über einen butterfly von einer Krankenpflegerin. Ob es ein Fertigprodukt war weiß ich nicht, eine Mischung vitamin c und Wasser. Ich wurde dort ohne Behandlung weggeschickt, weil das angeblich von alleine weggeht, was halt nicht passiert ist und die Vene total hart ist

  • Dr. Martin
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    • 27. Dezember 2025 um 10:45
    • #4

    Nach dieser Zeit erscheint die Vorstellung beim Hausarzt und ggfs. ein Ultraschall der Region sinnvoll ,um das weitere Vorgehen / Therapie festzulegen

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Martin

    Chefarzt Földiklinik i.R.
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    https://www.foeldiklinik.de/

  • htur911
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    • 27. Dezember 2025 um 11:29
    • #5

    Der Hausarzt, zu dem ich am Tag nach der infusion ging, meinte, nur kommen wenns schlimmer wird. Aber ich werde es nochmal versuchen. Danke!

  • Dr. Martin
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    • 27. Dezember 2025 um 14:52
    • #6

    .. jetzt sind allerdings 2 Wochen ,wohl ohne Änderung vergangen..

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Martin

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  • Uli29
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    • 27. Dezember 2025 um 15:13
    • Offizieller Beitrag
    • #7

    Eine Butterfly ist kein sicherer Zugang, die Spitze der Nadel kann jederzeit die Gefäßwand ein zweites Mal durchstechen und dann passiert genau so etwas, ein Paravasat. Eine Thrombose der Vene ist dagegen schon sehr unwahrscheinlich, auch gerade weil die Butterfly bereits nach sehr kurzer Zeit wieder entfernt wurde.

    Was war die Indikation für eine Infusion von Vitamin C durch einen HNO-Arzt? War das eine IGEL-Leistung?

    Freundliche Grüße

    Uli29

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  • htur911
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    • 27. Dezember 2025 um 16:43
    • #8

    Im nachhinein wahrscheinlich unnötig und hat eigentlich nur zu mehr Problemen geführt. Ich habe seit Wochen einen tubenkatarrh und die ärztin hat eine vit c Infusion empfohlen, weil es gut fürs Immunsystem sei. Sie bietet das in ihrer Praxis als Privatleistung an. Ich dachte, es wäre eine gute Idee, jetzt bin ich gscheiter.

  • CR1
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    • 27. Dezember 2025 um 16:47
    • Offizieller Beitrag
    • #9
    Zitat von htur911

    Ich dachte, es wäre eine gute Idee, jetzt bin ich gscheiter.

    Meistens die IGel Leistungen unnötig nur die Praxis ist Gewinner.


    Kurzantwort: Manche IGeL-Leistungen können sinnvoll sein – viele sind es eher nicht. Es kommt stark auf Ziel, Situation und Evidenz an.

    Was sind IGeL?

    IGeL (Individuelle Gesundheitsleistungen) sind medizinische Leistungen, die nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt werden und privat zu zahlen sind (z. B. Ultraschall-Checks, spezielle Bluttests, Vorsorgeuntersuchungen).


    Wann IGeL sinnvoll sein können

    ✔ Konkreter medizinischer Nutzen für dich
    ✔ Klare Fragestellung oder Beschwerden
    ✔ Therapieentscheidung hängt vom Ergebnis ab

    Beispiele (teils sinnvoll):

    • Bestimmte Ultraschalluntersuchungen, wenn ein Befund abgeklärt werden soll
    • Augeninnendruckmessung, bei erhöhtem Glaukom-Risiko
    • Reise- oder Berufsvorsorge, die über GKV-Standard hinausgeht
    • In Einzelfällen spezielle Labortests, wenn sie therapeutische Konsequenzen haben

    Wann IGeL eher nicht sinnvoll sind

    ❌ Screenings ohne Symptome und ohne klaren Nutzen
    ❌ „Sicherheits-Checks“ ohne wissenschaftliche Evidenz
    ❌ Angstmachende Verkaufsargumente („Man übersieht sonst etwas…“)

    Häufig kritisch bewertete IGeL:

    • Ultraschall der Eierstöcke oder Prostata ohne Symptome
    • Viele Tumormarker bei Gesunden
    • Umfangreiche „Check-up-Pakete“ ohne konkreten Anlass
    • Bioenergetische oder alternativmedizinische Tests ohne Evidenz

    Wichtige Entscheidungsfragen (sehr hilfreich!)

    Bevor du zustimmst, frage:

    1. Was passiert, wenn ich die Leistung NICHT mache?
    2. Hat das Ergebnis konkrete Folgen für meine Behandlung?
    3. Gibt es wissenschaftliche Belege für den Nutzen?
    4. Übernimmt die Kasse die Leistung evtl. doch bei Befund?

    Seriöse Entscheidungshilfe

    🔍 IGeL-Monitor (igel-monitor.de)
    Unabhängige Bewertung vieler IGeL durch den Medizinischen Dienst:

    • „tendenziell negativ“
    • „unklar“
    • „tendenziell positiv“

    Freundliche Grüße CR1
    Christiana Rothhardt
    http://www.lymphnetzwerk.de

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    • 27. Dezember 2025 um 17:41
    • Offizieller Beitrag
    • #10

    Ein Glas Orangensaft wäre preiswerter, komplikationsloser und sinnvoller gewesen.

    Wieviel Euro musstest du für diese Infusion bezahlen?

    Streng genommen wären ja diese Komplikationen auch privat zu zahlen.

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 27. Dezember 2025 um 18:33
    • #11

    Ja das ist mir jetzt auch klar, ich war in einer kassenpraxis, die ärztin behandelt mich schon sehr lange und hat das eben empfohlen. Ich sehe ich das aber nicht so, dass ich die Behandlung der komplikation selbst zahlen muss.

  • Uli29
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    • 27. Dezember 2025 um 18:43
    • Offizieller Beitrag
    • #12

    Die Komplikation einer nicht indizierten Privatleistung?
    Die sollte wohl tatsächlich diese Ärztin zahlen, neben dem Schmerzensgeld an dich und ggf. später dem Schadensersatz, falls ein Schaden bleibt. Dafür hat diese Ärztin eine Haftpflichtversicherung, hoffentlich.


    Aber die gesetzliche Krankenkasse ist dafür nicht zuständig.

    Freundliche Grüße

    Uli29

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