Hallo zusammen,
ich bin etwas ratlos und brauche ein paar Meinungen.
Wir sind am vergangenen Samstag aus den USA (New York) zurückgeflogen. Flugzeit knapp über 6 Stunden. Meine Beine waren nicht eingequetscht, ich bin öfters mal aufgestanden. Allerdings habe ich trinktechnisch wohl nicht optimal agiert. 2 alkoholische Getränke, viel mit Koffein, etwas Wasser. Ich bin 44 Jahre, deutlich übergewichtig, sonst keine Risiken.
Kurz nach der Landung hatte ich bereits Schmerzen im rechten Bein, Kniekehle. Nachdem es nicht besser wurde, bin ich Sonntag zum Arzt. Eine Unterschenkelvene war nicht komplett komprimierbar, der Arzt drückte allerdings auch nicht sehr stark und ich habe sehr kräftige Waden. Daraufhin wurden D-Dimere bestimmt. Grenzwert waren 0,5, ich lag bei 0,503. Ich nehme seitdem 2x 10 mg Eliquis, der Arzt bescheinigte eine Thrombose.
In den nächsten Tagen hatte ich immer wieder Schmerzen an verschiedenen Stellen. Mal Stechen im Oberschenkel, mal Ziehen irgendwo im Bein, rechts und links. Ab Mittwoch trug ich dann auch Kompression, sogar an beiden Beinen, weil es links auch in der Kniekehle schmerzte.
Donnerstag war ich dann beim Phlebologen. Erst LRR Messung, dann Ultraschall. Rechts wurde in der Kniekehle, der Leiste und Wade an mehreren Stellen geschallt. Der Arzt drückte sehr stark zusammen. Links hat er aufgrund meiner Schilderung von Schmerzen zumindest in der Kniekehle und Leiste geschallt. Er fand keine Anzeichen einer Thrombose und meinte, ich kann die Blutverdünnung absetzen und brauche auch keine Kompressionsstrümpfe mehr.
Nun habe ich seit gestern Abend wieder Schmerzen in der linken Kniekehle. Da mich das trotz des freudigen Untersuchungsergebnisses unsicher machte, habe ich Eliquis zunächst weitergenommen. Heute Morgen habe ich es dann weggelassen, aber da die Schmerzen ab Mittag wieder da waren (und ziemlich stark, Kniekehle und Wade links, an der Seite der Wade ist auch ein blauer Fleck, ich habe mich nicht gestoßen und dort wurde auch nicht geschallt), habe ich die Dosis vom Morgen dann doch noch genommen und eben die Abenddosis.
Ich bin jetzt komplett verunsichert, zumal ich auch seit Jahren eine Angst- und Panikstörung habe und solche Sachen leider oft nicht rational beurteile. Habe Sorge, dass (jetzt) links eine Thrombose ist und frage mich, ob ich kurzfristig erneut zum Arzt soll. Andererseits würde ich gern, wie empfohlen, die Blutverdünnung einfach weglassen und mich freuen, dass es scheinbar keine Thrombose war. Kann es denn überhaupt sein, dass im linken Bein (das rechte macht mir gar keine Sorgen mehr) etwas ist, was eine weiterführende Behandlung mit Blutverdünnung und Kompression erfordern würde? Wenn gestern dort an 2 Stellen geschallt wurde, könnte ja, wenn überhaupt, nur noch etwas irgendwo in der Wade sein.
Sorry für den langen Text.