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Schmerzen im Arm mit Lymphödem

  • mathi
  • 13. April 2026 um 22:16
1. offizieller Beitrag
  • mathi
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    • 13. April 2026 um 22:16
    • #1

    Seit 2005 habe ich, nach einer Brustkrebs OP, ein Lymphödem in linken Arm. Seit zweier REHA Maßnahmen in 2005 und 2006 in der Földiklinik bekomme ich 2 x wöchtl. Lymphdrainage und trage täglich den Kompressionsstrumpf. Außerdem bandagiere ich mich manchmal über Nacht. Mein Arm ist seit Jahren unauffällig.

    Seit einigen Monaten habe ich starke Schmerzen in der Schulter, Ellenbogen und Finger. Diagnose Orthopäde und Rheumatologen: Arthrose und entzündliche Arthritis. Mein Orthopäde empfiehlt nur Schmerztabletten, Salben und verschreibt Krankengymnastik. Was bis jetzt keine Erleichterung brachte. In den Arm gibt es keine Spritzen, Stoßwellen oder Rhöntgenreizbestrahlung.

    Was kann man noch gegen die Schmerzen tun.?

    Mfg

    mathi

  • Uli29
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    • 14. April 2026 um 05:38
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    Wenn deine letzte stationäre Entstauung 20 Jahre zurǔckliegt, würde ich dir eine stationäre Entstauung in einer lymphologischen Fachklinik vorschlagen, und wenn es nur darum geht, das Lymphödem als Schmerzquelle auszuschließen.

    Freundliche Grüße

    Uli29

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  • Dr. Martin
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    • 14. April 2026 um 11:55
    • #3

    Dass gleichzeitig eine Arthrose in Schulter -, Ellenbogen- und Fingergelenken und dann nur einseitig auftritt ist unwahrscheinlich .

    Eine onkologische Nachsorge/ Vorsorge mit Bildgebung erscheint mir sinnvoll

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Martin

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  • mathi
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    • 15. April 2026 um 14:11
    • #4

    Arthrose habe ich in allen Gelenken, beidseitig in Knien, Zehen, Schuler und Finger. Ich werde seit Jahren mit Hyaluronspritzen in beide Knie, Rhöntgenreizbestrahlung beide Hände, Hüfte, mit Kortisonspritzen, Stoßwellen behandelt.

    Nur für den Ödem-Arm wird dies nicht angewendet. Ist das wirklich bei einem Ödem abzuraten?

  • Dr. Martin
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    • 16. April 2026 um 10:18
    • #5

    Haben Sie eine rheumatische Erkrankung bei so zahlreichen Gelenkproblemen?

    Bei Spritzen in Gelenke des Ödemarmes wäre ganz besondere Vorsicht geboten -- M.E. nur bei zwingender Notwendigkeit !

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Martin

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  • Marcus_Koller
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    • 16. April 2026 um 18:45
    • Offizieller Beitrag
    • #6

    Aus physiotherapeutischer Sicht würde ich eine andere Idee anstoßen, nämlich die Muskulatur auf und um das Schulterblatt herum. Natürlich, es ist nur EINE von vielen Möglichkeiten, aber aus meiner Erfahrung heraus leider eine, die i.d.R. fast immer übersehen wird. Denn ein "heben sie mal den Arm" und "greifen sie mal auf den Rücken" hilft da diagnostisch wenig.

    Das Schulterblatt führt die Muskeln, die den Arm gegen die Schwerkraft mit dem Lymphödem heben und bewegen - was häufig bedeutet, dass sie massiv überlastet sind. Und nein, da hilft keine neuartige Übung im Selbstmanagement, sondern eine beherzte Behandlung durch eine Physio, die wirklich Ahnung von Muskulatur, Triggerpunkten und neuronaler Schmerzausbreitung dadurch hat.

    Mathi, wenn du willst, schreibe ich dir für die Physio da mal ein paar Zeilen zu. Schreib mir einfach eine Mail oder eine private Nachricht ;) Vielleicht ist es einen Versuch wert.

    Liebe Grüße
    Marcus Koller

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    • 18. April 2026 um 12:54
    • #7

    Meine letzte Untersuchung bei einem Rheumatologen war 11/2025 .

    Diagnose: Rheumatoide Arthritis, kein Rheuma, was mit Schmerzmitteln, wie Ibu etc behandelt werden kann.

    Da Spritzen in den Ödem Arm tabu sind, wollte ich wissen, ob es noch eine andere Schmerzbehandlung , wie Stoßwellen, Rhöntgenreizbestrahlung oder sonstiges an diesem Arm möglich ist.

    MfG

    mathi

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    • 18. April 2026 um 18:38
    • Offizieller Beitrag
    • #8

    Vielleicht ist TENS eine Möglichkeit?


    Oder ein Termin in einer Schmerzambulanz?

    Neurologisch ist alles abgeklärt?

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 19. April 2026 um 10:25
    • #9
    Zitat von mathi

    Meine letzte Untersuchung bei einem Rheumatologen war 11/2025 .

    Diagnose: Rheumatoide Arthritis, kein Rheuma, was mit Schmerzmitteln, wie Ibu etc behandelt werden kann.

    Da Spritzen in den Ödem Arm tabu sind, wollte ich wissen, ob es noch eine andere Schmerzbehandlung , wie Stoßwellen, Rhöntgenreizbestrahlung oder sonstiges an diesem Arm möglich ist.

    MfG

    mathi

    .... für mich nicht ganz nachvollziehbar , da die rheumatoide Arthris genau das ist was der Volksmund Rheuma nennt ?

    Für die rheumatoide Arthrtis gibt es heute moderne Therapien jenseits von IBU

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Martin

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    • 19. April 2026 um 16:58
    • #10
    Zitat von Dr. Martin

    .... für mich nicht ganz nachvollziehbar , da die rheumatoide Arthris genau das ist was der Volksmund Rheuma nennt ?

    Für die rheumatoide Arthrtis gibt es heute moderne Therapien jenseits von IBU

    Genau das!

    Die rheumatoide Arthritis kann sehr gut mittels Basistherapie und erweitere Medikamente behandelt werden. Sie sollten dringend nochmals Rücksprache mit ihrem Rheumatologen halten und sich ansonsten eine Zweitmeinung einholen!


    Ein Lymphödem verursacht keine Schmerzen! Wenn Schmerzen vorhanden sind, muss eine andere Ursache zugrunde liegen und behandelt werden.

    Freundliche Grüße,
    Dr. med. univ. Markus Killinger

    Arzt für Allgemeinmedizin
    Lymphologische Sprechstunde
    http://www.dr-killinger-angerberg.com/praxis

  • Marcus_Koller
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    • 20. April 2026 um 18:36
    • Offizieller Beitrag
    • #11
    Zitat von Uli29

    Vielleicht ist TENS eine Möglichkeit?


    Oder ein Termin in einer Schmerzambulanz?

    Neurologisch ist alles abgeklärt?

    Nein, TENS ist absolut keine Möglichkeit in meinen Augen, denn dafür wird eine adäquate Untersuchung geopfert, weil man aus Verlegenheit einfach irgendetwas aufschreibt.

    Liebe Grüße
    Marcus Koller

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    • 20. April 2026 um 18:38
    • Offizieller Beitrag
    • #12
    Zitat von mathi

    Meine letzte Untersuchung bei einem Rheumatologen war 11/2025 .

    Diagnose: Rheumatoide Arthritis, kein Rheuma, was mit Schmerzmitteln, wie Ibu etc behandelt werden kann.

    Da Spritzen in den Ödem Arm tabu sind, wollte ich wissen, ob es noch eine andere Schmerzbehandlung , wie Stoßwellen, Rhöntgenreizbestrahlung oder sonstiges an diesem Arm möglich ist.

    MfG

    mathi

    Welche Antwort erwartest du denn genau? :S Möglich ist alles, was du selbst unten aufgeschrieben hast und noch mehr, du musst nur jemanden finden, der das bei dir macht.

    Es ist wichtig erstmal zu unterscheiden, woher der Schmerz wirklich kommt. Denn sonst schießt man mit Kanonen auf Spatzen. Und die Diagnose "Rheumatoide Arthritis" ist da leider wenig hilfreich.

    Such dir bitte jemanden, der das vernünftig diagnostizieren kann.

    Liebe Grüße
    Marcus Koller

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    • 21. April 2026 um 19:36
    • Offizieller Beitrag
    • #13
    Zitat von Marcus_Koller

    Nein, TENS ist absolut keine Möglichkeit in meinen Augen, denn dafür wird eine adäquate Untersuchung geopfert, weil man aus Verlegenheit einfach irgendetwas aufschreibt.

    Ich gehe doch davon aus, dass jeder ärztlichen Verordnung eine Anamnese, eine körperliche Untersuchung und eine sorgfältige Diagnostik vorausgeht.

    In der Schmerzklinik in NRW, in der ich vor 35 Jahren ausgebildet wurde, haben wir TENS in bestimmten Situationen gerne eingesetzt. Es macht Menschen unabhängig von Terminen in Praxen und von starken Medikamenten.

    Meine Frage, ob TENS eine Möglichkeit sei, im LymphödemGebiet, möchte ich an meinen Kollegen Dr. Martin richten.

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 22. April 2026 um 10:53
    • #14

    TENS wäre möglich , allerdings bei der rheumatoiden Arthritis/ "Rheuma" therapeutisch unzureichend ,da nicht gegen die Krankheitsprogression/fortschreiten wirksam

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Martin

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    Einmal editiert, zuletzt von Dr. Martin (23. April 2026 um 10:17)

  • Uli29
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    • 22. April 2026 um 16:45
    • Offizieller Beitrag
    • #15

    Danke @ Dr. Martin für die Antwort, es gibt ja noch andere Indikationen, gerade auch bei Rumpfbeteiligung des Lymphödems !

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 23. April 2026 um 17:10
    • Offizieller Beitrag
    • #16
    Zitat von Uli29

    Ich gehe doch davon aus, dass jeder ärztlichen Verordnung eine Anamnese, eine körperliche Untersuchung und eine sorgfältige Diagnostik vorausgeht.

    In der Schmerzklinik in NRW, in der ich vor 35 Jahren ausgebildet wurde, haben wir TENS in bestimmten Situationen gerne eingesetzt. Es macht Menschen unabhängig von Terminen in Praxen und von starken Medikamenten.

    Meine Frage, ob TENS eine Möglichkeit sei, im LymphödemGebiet, möchte ich an meinen Kollegen Dr. Martin richten.

    Davon möchte ich auch ausgehen, die Realität zeigt aber ein anderes Bild. ;)

    Ich halte ein TENS Gerät nicht für schlecht, aber die Erfahrung zeigt mir leider, dass diese Maschine meist nur dann zum Einsatz kommt, wenn nichts anderes verordnet werden soll. Sei es aus Budget-Gründen oder was auch immer. Und wenn ich die Patienten frage, ob sie genau wissen, wie es anzulegen ist - nein.

    Liebe Grüße
    Marcus Koller

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