Hallo alle,
vor etwa sieben Jahren begannen bei mir nach einem Radunfall (heftiger Schlag von unten in Damm/Skrotum) unerklärliche Schmerzen und Missempfindungen in dem Bereich.
Im September 2023 ist nach GV ein Gefäß am Glans hervorgetreten. Kurz davor hatte ich einen weiteren Radunfall mit einer großflächigen Schürf- bis Fleischwunde am Gesäß. Das Gefäß ist mit Flüssigkeit gefüllt und ähnelt einer Blase. Der Urologe, bei dem ich zuerst war, hat mit beiden Daumen ungefragt versucht, es zum Öffnen zu bewegen. Das hat nicht funktioniert und extreme Schmerzen verursacht. Alle weiteren urologischen Interventionen waren mal mehr mal weniger gründliches Abtasten, was immer zur heftigen Schmerzen bis zu zwei Wochen anhaltend geführt hat. Mir wurden sämtliche Kortison haltigen Salben verschrieben und zur Ruhe und Karenz geraten. Das Gefäß ist langsam zurück gegangen. Missempfindungen (ähnlich dem Gefühl eingeschlafener Füße) und Schmerzen (im Zenit wie eine Rasierklinge in Damm und Glans) in Glans, Schaft, Skrotum und Damm sind geblieben.
Ich habe dann angefangen auf Anraten vom Hausarzt Gefäßärzte und Schmerztherapeuten aufzusuchen. Die Gefäßärzte haben anfangs verhärtete Lymphbahnen und einen leicht geschwollenen Lymphknoten in der Leiste (rechts) diagnostiziert und waren eher ratlos. Im Februar 2024 hat ein Gefäßarzt eine Thrombose im Schaft festgestellt. Ich habe auf Anraten so viel Sport gemacht, wie ich nur konnte und mit Kompression (Pilotte für Schaft und Glans) begonnen.
Die Thrombose ist verschwunden. Meine ganzen Symptome nicht.
Trotz massivem medical gaslightning habe ich nicht aufgegeben und weiterhin Fachärzte aufgesucht. Ohne Ergebnisse.
Bei GV oder Selbstbefriedigung tritt das Gefäß immer wieder hervor und es kommt zu Lymphadenopahien im Bereich des Schafts sowie zu Verletzungen der Haut in kürzester Zeit. Sowie starken, tagelang anhaltenden Schmerzen. Besonders nach Orgasmus/Samenerguss sind die Lymphbahnen tagelang verhärtet.
Nach einer Lymphszintegraphie der Beine und des Beckens wurde eine Hypoplasie und Lymphabflussstörung diagnostiziert.
An der Versorgung hat sich nichts geändert. Ich habe als Selbstzahler mehrfach eine manuelle Lymphdrainage wahrgenommen, was mir sehr geholfen hat.
Zur Versorgung der Dauerschmerzen besuche ich regelmäßig das Marienhospital in Herne für einen Pudendus Block mit Botox. Das hilft mir ganz gut. Sexuelle Aktivitäten sind mir dennoch unmöglich. Medikation ist Pregabalin, Tramal und Amitryptalin.
Ich war einmal in der Urologischen Klinik in München Planegg, weil es im Haus eine Lymphchirurgie gibt. Dort war das Fazit "Sie haben das so gut unter Kontrolle, da machen wir nichts.".
Der behandelnde Gefäßchirurge in Frankfurt ziert sich vor dem Bereich und meint, es gibt keine Lösung für mich. Er versorgt weiter mit Kompression, Drainage sieht er keine Notwendigkeit.
Meine Suche nach Ärzten, die mich versorgen könnten, ist ein ewiges Hin- und Hergeschiebe von Uro zu Gefäß, zu Neurologie und wieder von vorne.
Die Haut um das Gefäß ist immer gerötet und verdickt. Egal welche Salbe ich einsetze. Langes Stehen oder Sitzen sind unmöglich. Sauna und andere Hitze sind schlecht. Rauchen, Aökohol und schlechte Ernährung triggern es genauso.
Ich versuche täglich Übungen für den Beckenboden und die Lymphe zu machen, was mir sehr hilft. Schwimmen tut mir auch sehr gut.
Ich bin 38 Jahre alt und habe de facto keine Sexualität mehr und bin im Alltag stark eingeschränkt, was mir extrem auf die Psyche geht. Durch das lange medical gaslightning habe ich vor jedem neuen Arzt Panik und Ängste.
Ich suche nach einer besseren Versorgung im Raum Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet.
Natürlich bin ich auch für alle anderen Tipps und Ratschläge dankbar.
Liebe Grüße und gute Besserung