Ich bin 59 Jahre alt und habe seit etwa 6 Jahre ein wohl primäres Lymphödem des rechten Beins. Anfang 2025 verschlechterte sich dieses trotz brav getragener Kompression zusehends, daher ließ ich mir nach der Lymphdrainage jeweils Kompressionsbandagierung anlegen. Beim Walken bekam ich dadurch eine Blase an der Ferse. Diese war wohl die Eintrittspforte für Keime, im Mai bekam ich ein Erysipel des rechten unteren Quadranten mit Sepsis. Auch nach dem Krankenhausaufenthalt verschlechterte sich das Lymphödem weiter, schließlich durfte ich im Herbst letzten Jahres zur Reha in die Földi-Klinik. In 4 Wochen verlor mein Bein 2,3 Liter. Ich bekam eine Kompressionsstrumpfhose mit KKL 3 am rechten Bein, doch schon auf der Heimfahrt merkte ich, dass mein Bein wieder anfing, voll zu laufen. Nun trage ich über der Strumpfhose noch einen Strumpf der KKL 2, aber auch damit läuft das Bein voll! Ich nutze den Lymphamaten und trage meine Kompression immer. Nachts trage ich seit der Reha den "Comfiwave". Ich gehe 2xwtl. zur Lymphdrainage, bandagiere mein Bein regelmäßig, aber egal was ich mache, anschließend läuft es schnell wieder zu. Daher schickte mich meine Lymphologin zum plastischen Chirurgen in die Sana Klinik Offenbach. Mir wurde eine lymphovenöse Anastomosen-OP in Aussicht gestellt. Daher wurde eine Lymphabfluss-Szintigraphie durchgeführt. Das Ergebnis: "rechtsseitig kein nennenswerter Lymphabfluss aus den in Kontrollaufnahme regelrecht zur Darstellung kommenden Tracer-Depots". Der Besprechungstermin dieses Befunds beim plastischen Chirurgen steht noch aus, ich fürchte jedoch, dass eine OP in diesem Fall obsolet ist.
Nun meine eigentliche Frage: gibt es Erfahrungen mit der Kompressionsklasse 4? Mein Sanitätshaus will mir partout keine Kompressionsversorgung dieser Stärke anfertigen, sie hätten das noch nie gehabt.