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Impfung gegen Streptokokken A?

  • Kaiserschmarrn
  • 7. Juni 2026 um 16:42
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  • Kaiserschmarrn
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    • 7. Juni 2026 um 16:42
    • #1

    Hallo an alle!

    Ich habe seit 20 Jahren ein sek. Bein Lymphödem und durch gute Behandlung bleibt dieses recht stabil. Leider habe ich aber in den letzten Jahren immer mehr und mehr Erysipele bekommen, mittlerweile bin ich schon bei über 35 Stück (und bitte glaubt mir, ich kenne alle Tipps, Vorbeugungsmaßnahmen, etc. und führe alles ordnungsgemäß durch und lese hier laufend mit). Natürlich auch schon Dauerantibiose mit Depotspritzen für 1,5 Jahre probiert. Leider nach Absetzen gleich wieder Erysipel. Hatte auch 2023 und auch heuer im Februar eine LVA in Wien, mit der Hoffnung, dass sich die Erysipele reduzieren, was leider nicht der Fall war.

    Ich bin ja ständig am recherchieren was es so neues gibt in der Medizin und fand heraus, dass in den nächsten Jahren eine Impfung gegen Streptokokken A auf den Markt kommen soll. Auch mein Infektiologe vom AKH Wien hat mir das bestätigt. Weiß irgendwer von den Fachleuten hier, ob diese Impfung dann auch gegen Rez. Erysipele helfen kann, da diese ja Hauptauslöser sind. Oder muss man da erst mal abwarten, bis die Impfung auf den Markt kommt (wie gesagt, das kann noch mehrere Jahre dauern). Wäre aber natürlich ein Hoffnungsschimmer für alle Erysipel Geplagten, denn ansonsten müsste man ja lebenslang Antibiotika nehmen und ich fürchte mich sehr vor den Nebenwirkungen.

    Und bitte glaubt mir, ich behandle meine Lymphödem Beine vorbildlich und konsequent und trotzdem werden die Erysipele von Jahr zu Jahr mehr.

    Danke und liebe Grüße,
    Monika

  • AxBr
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    • 7. Juni 2026 um 19:11
    • #2

    Das ist ein sehr interessantes Thema, welches mich mit fast der gleichen Geschichte momentan sehr beschäftigt. Daher lese ich hier mit und bin sehr gespannt ob es Antworten gibt .

  • Uli29
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    • 7. Juni 2026 um 19:34
    • Offizieller Beitrag
    • #3

    ich hatte den Eindruck, dass es mir geholfen hat, dass ich mich gegen Pneumokokken, Grippe, Corona, RSV etc hab impfen lassen. ich bin deutlich seltener erkältet und seit 2011 kein Erysipel mehr.

    Gut entstaut zu sein schützt auch vor Erysipelen

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 7. Juni 2026 um 22:55
    • Offizieller Beitrag
    • #4

    Und die Gürtelrose Impfung wird empfohlen für alle Menschen ab dem 60. Lebensjahr, ist aber bei chronischer Erkrankung ab 50 möglich.


    Stellt euch nur vor, ihr bekommt die Gürtelrose im Ausbreitungsgebiet des Lymphödems 😢😢😢

    Es ist möglich, dass die Gürtelrose eher zunimmt. Das hängt damit zusammen, dass die Kinder jetzt alle gegen Windpocken geimpft werden. Ja, es klingt unlogisch. Aber früher war man als Erwachsener durch die Windpocken der Kinder immer mal wieder Windpocken ausgesetzt und hat immunologisch reagiert. Immer mal wieder. Und das hat einer Gürtelrose ( durch die im Körper schlummernden eigenen Viren) entgegen gewirkt und sie hinaus geschoben!

    Freundliche Grüße

    Uli29

    Einmal editiert, zuletzt von Uli29 (7. Juni 2026 um 23:30)

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    • 8. Juni 2026 um 16:37
    • #5

    Wenn eine Impfung gegen Streptokokken da sein sollte und wirksam wäre würde sie auch zur Vorbeugung eines Erysipels helfen

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Martin

    Chefarzt Földiklinik i.R.
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    Földiklinik Tel. 07652-124-0
    https://www.foeldiklinik.de/

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    • 8. Juni 2026 um 19:53
    • #6

    Ich konnte zu einer Streptokokken A Impfung bzw. Entwicklung einiges finden, jedoch Studien überwiegend in den Anfangsstadien und noch weit weg von einer Marktzulassen bzw. Pilotstudie. Nur gegen Streptococcus pneumoniae gibt es aktuelle die "Pneumokokkenimpfung" neu kostenfrei im Impfprogramm in Österreich.


    Mag sein, dass etwas entwickelt wird, aber man sollte immer die Markteinführung und erfolgreiche Phase III Studien abwarten. Ob und wie sich das auf ein Erysipel dann wirklich auswirkt, wird dann sicher erst einige Jahre nach Markteinführung ersichtlich werden.


    lg, Dr. Killinger

    Freundliche Grüße,
    Dr. med. univ. Markus Killinger

    Arzt für Allgemeinmedizin
    Lymphologische Sprechstunde
    http://www.dr-killinger-angerberg.com/praxis

  • Kaiserschmarrn
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    • 9. Juni 2026 um 18:05
    • #7

    Danke für die Antworten. Ist trotzdem ein Hoffnungsschimmer, auch wenn es noch Jahre dauert 🙂

  • Uli29
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    • 9. Juni 2026 um 20:56
    • Offizieller Beitrag
    • #8

    man kann ja erst mal die anderen Impfungen machen lassen

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 18. Juni 2026 um 10:57
    • #9

    Hallo Kaiserschmarrn,

    ich kann mich sehr gut in deine Lage hinein versetzen. Ich habe auch schon seit 23 Jahren ein sek. Armlymphödem. Unzählige Erysipele habe ich überstanden,immer und immer wieder... trotz guter Behandlungen und seit 2014 jährlicher Reha's in der Seeklinik in Dorf Zechlin. Seit 2017 bekomme ich eine Dauerantibiose, mit kurzen Unterbrechungen, wo promt wieder ein Erysipel auftrat. Gott sei Dank vertrage ich das Tardocillin gut und bleibe von Erysipelen seit dem verschont.

    Dr. Martin hat mir zu diesem Thema schon einmal geantwortet, dass bei guter Verträglichkeit das Antibiotika über mehrere Jahre gegeben werden kann. Das hat mich sehr beruhigt.

    Leider konnte ich dir zum Thema Impfung nichts sagen bzw. weiterhelfen.

    Alles Gute für dich!

    Sommerliche Grüße von Silvia

  • Kaiserschmarrn
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    • 24. Juni 2026 um 18:46
    • #10

    Liebe Silvia,

    vielen lieben Dank für deine Rückmeldung.

    Leider vertrage ich die Dauerantibiose nicht so gut. Ich hatte schon jede Menge Nebenwirkungen.

    Du bekommst seit 9 Jahren diese Dauerantibiose und merkst nicht wirklich was davon? Kontrollierst du manchmal deine Leber- und Nierenwerte? Nimmst du Probiotika? Außerdem habe ich durch das viele Antibiotikum eine dauernde Müdigkeit.

    In welchen Abständen lässt du dir die Spritze geben?

    Ich bekam mein Lymphödem mit 34, mittlerweile bin ich 53 und es beunruhigt mich schon sehr, dass die einzige Alternative eine Dauerantibiose ist, deswegen wäre diese Impfung ein Segen.

    Man hat mir jetzt geraten beim nächsten Erysipel für 2 Woche stationär hochdosiert 3 x 10mioE venös im Krankenhaus zu nehmen und danach nochmals die Dauerantibiose für mindestens 6 Monate. Aber dann gibt es auch keine Garantie, dass danach länger Ruhe ist.

    Ich habe mittlerweile schon ein richtiges Trauma deswegen, weil diese Erysipele auch oft genau im oder kurz vor Urlauben oder sonstigen wichtigen Terminen aufgetreten sind. Man glaubt ja gar nicht wie die Psyche das Immunsystem beeinflussen kann. Auch beruflicher Stress hat es oft ausgelöst. Niemals irgend ein Kratzer, Hautrisse oder sonstige äußerliche Einflüsse.

    Dir auch sommerliche Grüße aus dem heißen Wien und nochmals Danke für das mutmachende Posting.

  • Vivien
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    • 25. Juni 2026 um 11:15
    • #11

    Hallo Kaiserschmarrn,

    Das muss eine enorme Belastung sein und das Trauma bzw die ständige Angst vor dem nächsten Ausbruch kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich bin (toi toi toi) noch nicht so Erysipel geplagt und hatte mein erstes Erysipel im letzten Herbst. Allerdings sind die Symptome seitdem kaum zurückgegangen. Im Zehenbereich und am Vorderfuß wo das Erysipel war, habe ich immernoch -komischerweise erst in der zweiten Tageshälfte- Hitze, Brennen, Rötung und Schmerzen. Ich experimentiere mit unterschiedlichen Zehenkappen, manchmal hilft es, manchmal nicht. Meine Lymphologin sagt, dass die Wundrose zu einer Verschlechterung und Veränderung der Blut und Lymphgefäße geführt hat und das Bein jetzt nochmal richtig intensiv entstaut werden muss. In dieser Phase bin ich gerade, mal sehen ob das Veränderung bringt.

    Ich musste im Zuge dieser Beschwerden manchmal an ein ganz anderes medizinisches Erlebnis denken.
    Vor Jahren litt ich unter einer chronischen Blasenentzündung, die sogar vor dem Lymphödem entstanden war. Kein Antibiotikum konnte helfen. Irgendwann habe ich kapituliert und mich mit den Schmerzen und viel Wasser trinken abgefunden. Dann war ich aufgrund einer Entzündung in der Nase eine Woche im Krankenhaus und bekam eine Woche hochdosiertes Antibiotikum. Und ein erstaunlicher Nebeneffekt war, dass die Blasenentzündung verschwunden war und nie mehr zurückkam. Es brauchte anscheinend eine ganz andere Dosis als die vom Urologen verschriebene orale Einnahme.
    Daran muss ich im Bezug auf das Erysipel denken.

    Könnte es auch sein dass doch immer eine kleine Anzahl von Bakterien zurückbleibt, die nicht durch Entzündungswerte dargestellt werden kann, aber zur erneuten Ausbreitung führt. Oder in meinem Fall für einen dauerhaft leicht schwelenden Entzündungszustand?

    Insofern wäre der Vorschlag das nächste Erysipel per Infusion und stationär zu behandeln ja evtl ein Hoffnungsschimmer.

    Herzliche Grüße,

    Vivien

  • Uli29
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    • 25. Juni 2026 um 13:29
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    • #12

    Ja, so ist es wohl. Daneben kommt es zur Entwicklung von Resistenzen. Deshalb ist eine Antibiotika-Gabe nach Antibiogramm wichtig. Und diese muss lang genug durchgeführt werden!

    Naturgemäß ist es aber beim Harnwegsinfekt einfacher, dies durchzuführen als bei einem Erysipel.

    Der Urin ist wesentlich einfacher zu gewinnen für eine Urinkultur.

    Erfahrungsgemäß ist der Keimnachweis in der Blutkultur, selbst bei hohem Fieber bei einem Erysipel, oft nicht möglich.

    Freundliche Grüße

    Uli29

    Einmal editiert, zuletzt von Uli29 (26. Juni 2026 um 09:55)

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    • 25. Juni 2026 um 16:51
    • #13

    Hallo Kaiserschmarrn! Auch hallo allen anderen! Ich kann Dich sehr gut verstehen und habe bei Deinem Beitrag trotzdem positiv gedacht, da es endlich einmal jemandem noch ähnlich geht wie mir. Klingt komisch, aber das Thema wann Erysipele auftreten ist bei mir genau gleich. Mein erstes kam nach ganz schlimmen privaten Verlusten. Alle danach immer dann wenn ich abschalten könnte, kurz vor oder im Urlaub. Daher habe ich mittlerweile das gleiche Trauma. Ich traue mich nicht mehr, in Urlaub zu fahren. So wirklich geht nur niemand auf die Situation ein. Immer werde ich nach Verletzungen gefragt. Nein, hatte ich noch nie sichtbar als Auslöser. Ich will jetzt versuchen diesem Ansatz nach Stress und Psyche nachzugehen und hoffe da auf Hilfe. Das Thema Dauerantibiose ist da, aber ich will das so lange wie möglich vermeiden. Ansonsten bin ich weiter gespannt ob sich hier im Netzwerk nicht doch noch weitere finden, denen es ebenso geht. Liebe Grüße

  • Uli29
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    • 25. Juni 2026 um 16:54
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    • #14

    meine Kinder hatten Scharlach, und ich bekam ein Erysipel. Offenbar habe ich die beta-hämolisierenden Streptokokken auf dem Atemwege zu mir genommen…

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 25. Juni 2026 um 17:01
    • #15

    Hallo Uli! Auch damit war ich nicht vor einem Erysipel konfrontiert. Und dass man sich nicht wirklich erklären kann, warum das Erysipel kommt, macht es noch schlimmer. Denn dann könnte man ja versuchen was dagegen zu tun bzw Sachen zu vermeiden.

  • Uli29
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    • 25. Juni 2026 um 17:59
    • Offizieller Beitrag
    • #16

    eine gut entstaute Extremität bietet nachgewiesenerweise Schutz vor Erysipelen. Vermeidung von Übergewicht.

    Wichtig ist auch, die Antibiotische Behandelung ausreichend lange durchzuführen. Viel länger als bei Scharlach, auch wenn es oft der gleiche Keim ist. Viele Rezidive sind gar keine Rezidive, sondern ein Neuaufflammen überlebender Keime des vorangegangenen Erysipels

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 25. Juni 2026 um 19:20
    • #17

    Hallo an alle!!

    Also ich nehme immer das Antibiotikum 3 x täglich 1000 mg für mindestens 3 Wochen, meine Beine sind sehr gut entstaut, ich trage täglich meine Zehenkappen, Strümpfe, Radlerhose und nach dem ausziehen immer eine eigene Lymphdrainage und danach Eigenbandage. Natürlich auch Lymphdrainage beim Therapeut. Top Hautpflege, etc. Trotzdem schon über 35 Erysipele. Ich hatte sogar eines während der Dauerantibiose, die bekam ich 1,5 Jahre. Leider nichts gebracht. Ich bin 171 cm groß und wiege 51 kg, lebe über die Maße gesund. Also wo kommen die dauernden Rezidive her?

    Ich habe schon so viel Geld für alle möglichen Nahrungsergänzungsmitteln und Therapien ausgegeben, die eine Verbesserung des Immunsystems versprechen. Habe erst im letzten Jahr eine Mikroimmuntherapie probiert, die - außer, dass sie viel kostet - nichts bewirkt hat (zumindest nichts was das Auftreten von Erysipele angeht).

    Eine Hautprobe wurde auch schon von einem akuten Erysipel abgenommen, dabei konnte man aber nichts feststellen. Mein Infektiologe hat mir gesagt, dass eine Mikrobiologische Untersuchung wenig zielführend ist, da die Erreger in den Lymphbahnen sitzen und man da "nicht dran kommt".

    Ich hoffe, dass ich es noch nicht übersehen habe und nun bei mir eine Langzeittherapie mit Antibiotikum gar nichts mehr bringt. Ich habe es auch immer hinausgeschoben, weil ich mir dachte, ich schaffe das doch auch ohne Dauerantibiose, aber in den letzten 3 Jahren ist es dann wirklich massiv eskaliert.

    Ich war auch nach jeder LVA sehr hoffnungsvoll und dachte, nun wird es besser, aber ich hatte jetzt nach meiner letzten LVA gleich danach und dann nochmals 4 Monate später ein Rezidiv, da war ich wirklich sehr niedergeschlagen bzw. bin es immer noch. Ich gehe auch schon gar nichts mehr weg Abends, weil dann könnte ich mit zu wenig Schlaf mein Immunsystem schwächen .... so weit bin ich schon gekommen.

    Mich würde mal interessieren, was das mit dem Körper macht, wenn man wirklich lebenslang Antibiotika nehmen muss. Und was macht das dann mit den Organen und dem Darm. Dazu findet man überhaupt nicht viel im Internet.

    Ich glaube eigentlich auch, dass die Erreger nie wirklich ganz weg sind und irgendwo schlummern und wenn man dann eine stressige Zeit hat, egal ob physisch oder psychisch, dann sinken die Abwehrzellen (sorry bin ein Laie, aber so stelle ich mir das vor) und dann kommt es wieder zu einem Ausbruch. Außerdem wird das Immunsystem im Alter auch nicht besser, sagt mein Arzt.

    Ich schicke euch ganz liebe Grüße und hoffe, ihr müsst nicht sehr unter dieser extremen Hitze leiden.
    Das Wochenende verspricht bis zu 40 Grad bei uns in Wien und das schon im Juni :(

  • Uli29
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    • 26. Juni 2026 um 10:03
    • Offizieller Beitrag
    • #18
    Zitat von Kaiserschmarrn

    Hallo an alle!!

    Also ich nehme immer das Antibiotikum 3 x täglich 1000 mg für mindestens 3 Wochen, meine Beine sind sehr gut entstaut, ich trage täglich meine Zehenkappen, Strümpfe, Radlerhose und nach dem ausziehen immer eine eigene Lymphdrainage und danach Eigenbandage. Natürlich auch Lymphdrainage beim Therapeut. Top Hautpflege, etc. Trotzdem schon über 35 Erysipele. Ich hatte sogar eines während der Dauerantibiose, die bekam ich 1,5 Jahre. Leider nichts gebracht. Ich bin 171 cm groß und wiege 51 kg, lebe über die Maße gesund. Also wo kommen die dauernden Rezidive her?

    Ich habe schon so viel Geld für alle möglichen Nahrungsergänzungsmitteln und Therapien ausgegeben, die eine Verbesserung des Immunsystems versprechen. Habe erst im letzten Jahr eine Mikroimmuntherapie probiert, die - außer, dass sie viel kostet - nichts bewirkt hat (zumindest nichts was das Auftreten von Erysipele angeht).

    Eine Hautprobe wurde auch schon von einem akuten Erysipel abgenommen, dabei konnte man aber nichts feststellen. Mein Infektiologe hat mir gesagt, dass eine Mikrobiologische Untersuchung wenig zielführend ist, da die Erreger in den Lymphbahnen sitzen und man da "nicht dran kommt".

    Ich hoffe, dass ich es noch nicht übersehen habe und nun bei mir eine Langzeittherapie mit Antibiotikum gar nichts mehr bringt. Ich habe es auch immer hinausgeschoben, weil ich mir dachte, ich schaffe das doch auch ohne Dauerantibiose, aber in den letzten 3 Jahren ist es dann wirklich massiv eskaliert.

    Ich war auch nach jeder LVA sehr hoffnungsvoll und dachte, nun wird es besser, aber ich hatte jetzt nach meiner letzten LVA gleich danach und dann nochmals 4 Monate später ein Rezidiv, da war ich wirklich sehr niedergeschlagen bzw. bin es immer noch. Ich gehe auch schon gar nichts mehr weg Abends, weil dann könnte ich mit zu wenig Schlaf mein Immunsystem schwächen .... so weit bin ich schon gekommen.

    Mich würde mal interessieren, was das mit dem Körper macht, wenn man wirklich lebenslang Antibiotika nehmen muss. Und was macht das dann mit den Organen und dem Darm. Dazu findet man überhaupt nicht viel im Internet.

    Ich glaube eigentlich auch, dass die Erreger nie wirklich ganz weg sind und irgendwo schlummern und wenn man dann eine stressige Zeit hat, egal ob physisch oder psychisch, dann sinken die Abwehrzellen (sorry bin ein Laie, aber so stelle ich mir das vor) und dann kommt es wieder zu einem Ausbruch. Außerdem wird das Immunsystem im Alter auch nicht besser, sagt mein Arzt.

    Ich schicke euch ganz liebe Grüße und hoffe, ihr müsst nicht sehr unter dieser extremen Hitze leiden.
    Das Wochenende verspricht bis zu 40 Grad bei uns in Wien und das schon im Juni :(

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    3 mal 1000 mg von welchem Antibiotikum?


    Penicillin?


    Möglicherweise wäre Unacid eine bessere Alternative gewesen, da das Keimspektrum breiter ist. Und eine intravenöse Zufuhr statt oral.

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 26. Juni 2026 um 13:32
    • #19

    Hallo Kaiserschmarrn,

    ja, inzwischen sind es schon 9 Jahre (wie gesagt,mit kurzen Unterbrechungen).

    Ich bekomme aller 4 Wochen 1 Injektion Tardocillin in meinen Allerwertesten,abwechselnd rechte oder linke Seite. Mein Lymphödem bekam ich kurz nach der Mammaamputation 2003. Da war ich 44, jetzt bin ich 68.

    Dass die Psyche auch eine entscheidende Rolle spielt bei Erysipelen, kann ich rückblickend nur bestätigen. Ich habe es gelernt in all den Jahren, vielen Dingen aus dem Weg zu gehen,um einfach ruhiger zu leben ( zum Beispiel große Feierlichkeiten, oder überhaupt große Veranstaltungen). Ich mache vieles nicht mehr, um Anderen es recht zu tun. Ich glaube, das hat mich früher auch sehr gestresst.

    Lieber Kaiserschmarrn, ich habe das Tardocillin zu meinem "Freund" erklärt, weil es mir gut geht damit. Und ich hoffe, dass es noch viele Jahre dabei bleibt. Ich wehre mich nicht dagegen. Und wenn es mir mal nicht ganz so gut geht, dann schiebe ich es nicht auf das Antibiotika. Ich habe noch einige andere Stellschrauben.

    Ich wünsche dir und allen Anderen ein stressfreies Wochenende und ein schattiges Plätzchen!

    Herzliche Grüße Silvia

  • Kaiserschmarrn
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    • 29. Juni 2026 um 12:59
    • #20

    Liebe Silvia,

    du hast wirklich Recht, man sollte die Dauerantibiose als Freund betrachten und nicht so sehr damit hadern.

    Ich hoffe, das gelingt mir noch. Dachte immer ich könnte es auch ohne schaffen, aber anscheinend klappt das nicht bei allen.

    Es ist ermutigend zu hören, dass du schon so lange damit gut klar kommst.

    Ich habe auch angefangen mein Leben ruhiger anzugehen, man hat auch nicht mehr so viel Power, wenn man so eine Vorgeschichte hat. Man muss einfach lernen Nein zu sagen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Ist ein Lernprozess :)

    Ganz liebe Grüße und danke für deine ehrlichen Worte.

    Monika

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