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Restles Leg Syndrom

  • Frank.W
  • 9. Juni 2026 um 18:31
1. offizieller Beitrag
  • Frank.W
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    • 9. Juni 2026 um 18:31
    • #1

    Hallo zusammen

    Es hört nicht auf. Die Chemotherapie hat bei mir zusätzlich zu den Venenproblemen zu einer Polyneuropathie geführt. Die hält sich allerdings in Grenzen. Da ich allerdings schon nach der Diagnose und vor allem nach der OP an ziemlichen Schlafproblemen litt, habe ich ein Schlafmittel bekommen, das das Problem löste. Jetzt ist aber festgestellt worden, dass das Schlafmittel meine Leberwerte sehr negativ beeinflusst. Also wurde es abgesetzt. Etwas neues habe ich noch nicht, weil ich dachte, ich sollte erst probieren ob es mittlerweile auch wieder ohne Medikamente funktioniert.

    Schon 2 Nächte nach absetzen hat sich der Schlaf sehr verschlechtert und mittlerweile geht er gegen Null.

    Vor etwa einer Woche lag ich mal wieder eine ganze Nacht wach. Ich habe mich von einer Seite auf die andere gewälzt, hatte irgendwie Bewegungsdrang und das eigentlich schon wenige Minuten nach dem zu Bett gehen. Da ich eh nicht schlafen konnte, habe ich gegoogelt. Meine Probleme eingegeben und bin schnell auf das RLS gestoßen. Bei der Frage was hilft kamen einige Medikamente. Auf die Frage was der Grund dafür ist, kam die Antwort, dass die Nerven in den Waden wohl eine Fehlfunktion haben und irgendwelche Signale an das Gehirn schicken, die eben die Beine nicht zur Ruhe kommen lassen. Und im Umkehrschluss dann auch das Gehirn nicht mehr.

    Woher kommt ein RLS? Die Antwort war klar. Es gibt viele Gründe, aber auch einen der genau auf meine Situation passt. Nervenschädigung nach Chemotherapie. Da war mir klar was los ist.

    Auf die Frage was im natürlichen Bereich hilft (also ohne Medikamente) kam die eindeutige Antwort Kompression der Waden. Die nächste Nacht habe ich meine Strümpfe angelassen. Ja, ich weiß, dass KKL2 nicht geeignet ist für die Nacht. Aber den Versuch wollte ich einfach wagen. Ich bin ins Bett und habe sofort gemerkt, dass der Bewegungsdrang weg war. Und ich habe diese Nacht geschlafen wie ein Stein. Zumindest bis da wo die Strümpfe dann unangenehm geworden sind. Nächste Nacht wieder ohne. Kein Auge zu gemacht. Die nächste Nacht wieder mit. Und wieder habe ich Ruhe gefunden und sehr gut geschlafen.

    Für mich war alles klar und ich bin zu meinem Arzt. Ihm kam das auch plausibel vor und er hat mir empfohlen im Sanitätshaus Strümpfe für die Nacht (also die weißen die man im Krankenhaus trägt) besorgen soll. Verschreiben kann er die erst mal nicht. Zumal er von der Lösung mit der Kompression der Waden hat er allerdings noch nie etwas gehört hat.

    Erste Nacht in den Strümpfen wieder geschlafen wie ein Stein. Letzte Nacht wieder.

    Heute Morgen habe ich mit meinem Arzt geredet und er sieht den Zusammenhang auch, weil er sich das im Internet bestätigen lassen hat. Die Schlaftabletten haben mit dem erzwungenen Schlaf durch die chemische Keule das RLS völlig überdeckt. Nach dem absetzen hat das dann aber recht schnell zugeschlagen und mich komplett am schlafen gehindert. Mein Arzt klärt ab ob da was möglich ist.

    Alle Aussagen dazu sagen, dass es völlig ausreicht Wadenstulpen mit KKL1 zu tragen, denn die Nerven wohl recht schnall reagieren. Ich werde mir unabhängig davon was mein Arzt herausfindet, meinem Sanitätshaus aufsuchen und mich da mal beraten lassen. So viel ich weiß hat Medi Strümpfe oder besser gesagt Stulpen im Sortiment die keinen Fuß haben. Einige Aussagen gehen auch dahin, die Sportstulpen von CEP (wohl bei Medi produziert) würden auch schon hervorragend wirken. Sollte es dafür kein Rezept geben dann zahle ich die eben selber. Ich habe gelernt, dass es bei mir hilft, da kommt es auf die Paar Euro nicht an.

    Jetzt einfach die Frage? Hat jemand hier ein RLS? Hat jemand schon gewusst, dass Kompression da hilft? Oder (ich denke das wird wohl eher so sein) hören die Betroffenen das zum ersten Mal? Wenn ja, einen Versuch ist es wert. Wenn es hilft, kann man sich die Chemische Keule ersparen und wenn nicht, dann war es auf jeden Fall den Versuch wert. Ich habe auf jeden Fall so langsam das Gefühl als ob uns die Schulmedizin viel lieber mit Medikamenten vollstopft als die Alternativen Methoden anzubieten. Da ist wohl wesentlich mehr Geld verdient.

    Was soll ich sagen. Es hört nicht auf…. Immer mal wieder, wenn man denkt es wird besser kommt der nächste Schlag auf den Hinterkopf. Da ich eh schon mit Strümpfen lebe, ist die Kompression der Waden jetzt zwar keine Katastrophe, aber eben ein weiterer Punkt der mich wieder ein Stück nach unten zieht.

    Alles wird gut.

    Gruß, Frank

  • Dr. Martin
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    • 10. Juni 2026 um 16:53
    • #2

    Man kann sich das in etwa so vorstellen ,dass die "Hautreize " des Druckes der Kompressionsstrümpfe die Signale des RLS z.T. "ausblocken"

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Martin

    Chefarzt Földiklinik i.R.
    Hinterzarten
    Földiklinik Tel. 07652-124-0
    https://www.foeldiklinik.de/

  • Uli29
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    • 10. Juni 2026 um 20:57
    • Offizieller Beitrag
    • #3

    ansonsten ist bei Restlees legs syndrom die übliche ärztliche Untersuchung zu empfehlen, bei meinem Ehemann waren alle Eisenspeicher leer…

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 11. Juni 2026 um 17:02
    • #4

    Hallo zusammen

    Dann soll ich wenn ich das richtig verstehe obwohl die Kompression wirkt (sogar recht gut) trotzdem zum Arzt gehen und das ganze untersuchen lassen. Was sollte ich schon vorher abklären/probieren.... Was sollte ich dem Arzt sagen was ich gerne untersucht hätte? Ich habe natürlich auch Videos von Ärzten gesehen. Die einen sagen so, die anderen sagen so. Und ein Patentrezept hat irgendwie keiner.

    Ich habe mir auf jeden Fall schon ein paar Sportstulpen von CEP bestellt, die auch morgen kommen sollen. Ich will nicht riskieren noch mehr Nächte in KKL2 Oberschenkelstrümpfen zu schlafen und eventuell mehr kaputt zu machen als es hilft.

    Gruß, Frank

  • Uli29
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    • 11. Juni 2026 um 18:00
    • Offizieller Beitrag
    • #5

    eine Diagnose wäre ja zum Beispiel sinnvoll.

    Polyneuropathie ?

    Restless legs Syndrom ?


    Ich persönlich würde zunächst einmal mit dem Hausarzt sprechen und überlegen, wo die weitere Diagnostik sinnvoll ist. Er wird dir zum Beispiel einen Neurologen nennen können, mit dem er schon gut zusammengearbeitet hat. Oder er hat eine andere Idee.

    Bei meinem Mann wurden bestimmte Laborwerte erhoben, die in der neurologischen Praxis zuzahlungsfrei waren.

    Er hatte sowohl einen gravierenden Eisenmangel als auch einen gravierenden Vitamin B12-Mangel. Beides kann man gut substituieren und sollte man auch.

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 11. Juni 2026 um 18:50
    • #6

    Dann werd ich mal mit meinem Arzt reden. Schaden kann es sicher nicht.

    Danke !!!


    Gruß Frank

  • Frank.W
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    • 7. Juli 2026 um 09:14
    • #7

    Guten Morgen

    Dann will ich mal wieder. Das Restles Leg Syndrom ist diagnostiziert. Wohl eben auch eine Neben/Nachwirkund der Chemo, die auch meine Polyneuropatie ausgelöst hat. Wie gesagt. Diagnostiziert vom Neurologen, untersucht vom Hausarzt, Blutwerte, vor allem Eisen und die Eisenspeicher angeschaut. Soweit alles in Ordnung.

    Problem: Es wird öfter darüber geschrieben, daß unter bestimmten Umständen die Eisenspeicher zwas randvoll sind, sie aber verschlossen sind. Eben kein Eisen abgeben wenn es benötigt wird. Ich nehme gerade unter ärztlicher Aufsicht Eisen zu mir. Leider bringt das bei meinem RLS im Moment noch gar nichts.

    Das Thema mit Kompression an den Waden allerdings schon. Ich habe mir nach ziemlich viel Recherche Sportstulpen von CEP besorgt (und selber bezahlt) die trotz relativ geringer Kompression ihren Dienst tun. Ich schlafe damit doch recht gut. So könnte ich definitiv damit leben.

    Eine Wirkung die das Eisen das ich gerade nehme hazt, ist daß ich sehr sehr viel mehr Energie und Kondition habe als zuvor. Auch das ist ein Zeichen, daß zwar alle Werte ok sein können, aber wenn das Eisen gebraucht wird eben durch die Blockierung der Speicher im Körper nicht zur Verfügung steht.

    Wie gesagt. Das passiert gerade alles unter ärztlicher Aufsicht. Und ich denke das wird irgendwann auch erfolgreich abgeschlossen werden. Nur immer wieder einen Schlag zu all dem was war auf den Hinterkopf ist doch sehr anstrengend und belastend.

    Das nächste was vermutlich mal wieder scheitern wird: Ich werde vermutlich keine Unterstützung durch die Kassen bekommen in Sachen Kompression für die Waden. Ich habe schon angeklopft, da heißt es aber dass ich mein Kontingent an Kompressionsstrümpfen für dieses Jahr ja ausgeschöpft habe und dass es bei RLS wohl keine bestätigte Wirkung von Kompression gibt.

    Hat da jemand Erfahrung?

    Gruß, Frank

    PS: Das klingt gerade vielleicht etwas frustriert. Bin ich auch. Aber da muss ich jetzt durch. Mich aufzuregen bringt auch nichts...

  • Uli29
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    • 7. Juli 2026 um 11:49
    • Offizieller Beitrag
    • #8

    nimmst du das Eisen als Tablette? in welcher Dosierung?


    Wie hoch waren deine Eisen-Laborwerte?

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 7. Juli 2026 um 12:50
    • #9

    Hallo zusammen

    Mein Ferritinwert liegt bei 187. Also auf jeden Fall im (oberen) Normbereich. Deswegen auch die Aussage, alles OK.

    Die Transferrinsättigung liegt bei 34%.

    Im Moment nehme ich Ferracru 30 mg. Eine Morgens (frühestens 1 1/2 Stunden nach dem Frühstück) und eine Abens (frühestens 1 1/2 Stunden nach dem Abendessen) mit zusätzlich Vitamin C

    Gruß Frank

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