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Lymphödem - OP-Möglichkeiten (Nord-)Deutschland

  • sporty-spice
  • 2. Juli 2026 um 12:32
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    • 2. Juli 2026 um 12:32
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich bin seit langer Zeit wieder hier, da ich mich aktuell über OP-Möglichkeiten und die richtige Vorgehensweise zur Abklärung von OP-Optionen informieren möchte. Es ist schön, dass es diese Seite und dieses Forum gibt.

    Bei mir wurde ein Lymphödem 2012 diagnostiziert und (aus nachvollziehbaren Gründen) erst als sekundär, dann als primär eingestuft. Nachdem ich in den letzen Jahren viel herumexperimentiert habe, mit Ernährung, alternativen Behandlungsformen, immer konsequent Sport und Kompression, Stadium 1, "sehr gut im Griff", möchte ich jetzt herausfinden, ob es für mich mikrochirurgisch Optionen geben könnte, inklusive sensibler individueller Risiko-Nutzen-Abwägung.

    Mein behandelnder Arzt war in der Vergangenheit kein Freund von Bildgebungsverfahren, die ggf. das Lymph-System belasten.

    Aufgrund der Verbesserung der OP-Möglichkeiten möchte ich jetzt gerne herausfinden, wie ich am besten vorgehe - welche Voruntersuchungen sind notwendig und welche Kliniken in (Nord-)Deutschland sind hierfür die erfahrensten und welche Schritte gehe ich am besten gemeinsam mit meinem Arzt und wo übernimmt die Fachklinik?

    Danke für die Hilfe an dieser Stelle!

    Liebe Grüße

  • CR1
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    • 2. Juli 2026 um 12:53
    • Offizieller Beitrag
    • #2
    Zitat von sporty-spice

    ich bin seit langer Zeit wieder hier,

    sporty-spice Schön das Du wieder da bist.

    Nord Deutschland ist vermutlich schwierig, Göttingen Dr. Felmer, bitte schau mal in unsere Datenbank.

    Dann noch Prof Dr.Taeger, auch bei uns im Forum allerdings München. Wir wünschen Dir viel Erfolg.

    Freundliche Grüße CR1
    Christiana Rothhardt
    http://www.lymphnetzwerk.de

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    • 2. Juli 2026 um 13:08
    • #3

    Danke euch beiden!

    Im Raum Hamburg selbst kommen ggf. das UKE und Agaplesion infrage, ich würde aber wirklich großen Wert auf Erfahrung und Expertise legen und ggf. auch andere Standorte wählen...

    @Olle Oma Kann man hier persönliche Nachrichten schreiben? Ich finde gerade diese Möglichkeit nicht...
    Ja, deine Erfahrungen bei Frau Seidenstücker interessieren mich sehr, Düsseldorf ist für mich vergleichsweise gut erreichbar. Insbesondere interessiert mich das komplette Vorgehen beim primären LÖ.
    Wann wurde bei dir die erste Bildgebung gemacht, welche genau, warum ging man davon aus, das eine OP helfen kann, was genau wird in der OP gemacht usw. ...

  • Uli29
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    • 2. Juli 2026 um 13:14
    • Offizieller Beitrag
    • #4

    Das UKE operiert LVA? sporty-spice

    Magst du mir sagen, welcher Chirurg aus welcher Abteilung? Ich wohne dort quasi um die Ecke.

    Das Agaplesion bietet den Eingriff wohl an. Das Problem ist aber wohl, das man in der ambulanten Sprechstunde nicht den Operateur zu Gesicht bekommt

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 2. Juli 2026 um 13:22
    • #5

    Nein, ich kenne dort selbst noch niemanden persönlich und weiß auch nicht, ob man da mit primärem LÖ Erfahrung hat. Ich bekam von Mitarbeiterin in einem Sanitätshaus den Hinweis - wenn ich mehr erfahre, gebe ich es dir gerne weiter.

    Man bekommt den Operateur beim Agaplesion nicht vorgestellt? Dh. du warst dort und die Vorgehensweise hat dich... woanders hingehen lassen?

  • sporty-spice
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    • 2. Juli 2026 um 13:25
    • #6

    Wie geht man denn sinnvoll vor? Direkt zur OP vorstellen kommt mir wie der dritte Schritt vor dem ersten vor, wenn noch nie eine Bildgebung gemacht wurde... Wie war das bei euch?

  • Uli29
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    • 2. Juli 2026 um 14:18
    • Offizieller Beitrag
    • #7
    Zitat von sporty-spice

    Nein, ich kenne dort selbst noch niemanden persönlich und weiß auch nicht, ob man da mit primärem LÖ Erfahrung hat. Ich bekam von Mitarbeiterin in einem Sanitätshaus den Hinweis - wenn ich mehr erfahre, gebe ich es dir gerne weiter.

    Man bekommt den Operateur beim Agaplesion nicht vorgestellt? Dh. du warst dort und die Vorgehensweise hat dich... woanders hingehen lassen?

    Ich leite eine LymphselbsthilfeGruppe in Hamburg. Ein Mitglied meiner Gruppe hat sich dort zur Op (LVA) vorgestellt, sogar zweimal. Sie hat den Operateur nicht zu Gesicht bekommen und die Assistenzärztin, die die Sprechstunde betreut hat, konnte die Fragen nicht beantworten. Natürlich hat sie sich dann dort nicht operieren lassen.

    Sie ist woanders operiert worden, nicht in Norddeutschland. In der Tat haben schon eine ganze Reihe Mitglieder meiner SHG eine LVA legen lassen, meines Wissens alle in Süddeutschland.

    Wenn du in Hamburg oder Umgebung wohnst, bist du herzlich eingeladen, bei einem unserer Präsenztreffen teilzunehmen.

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 2. Juli 2026 um 14:30
    • Offizieller Beitrag
    • #8
    Zitat von Olle Oma

    Ich habe Dir eine Nachricht geschickt. Schau mal ob sie angekommen ist. 🤗

    Bitte keine Kommunikation am Forum vorbei, denn es interessiert alle. Von Fragen und Antworten lebt unser Forum.

    Es ist von uns nicht gewünscht.

    Freundliche Grüße CR1
    Christiana Rothhardt
    http://www.lymphnetzwerk.de

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    • 2. Juli 2026 um 14:51
    • Offizieller Beitrag
    • #9

    Hallo @Olle Oma

    Du findest mich in der Liste der Selbsthilfegruppen unter Lymphselbsthilfe-Hamburg bzw LiLy-HH

    Kommenden Mittwoch ab 18.00 treffen wir uns in Wandsbek, komm gerne vorbei.

    Genaue Adresse und Handynummer für den Abend gerne per Mail über die SHG

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 2. Juli 2026 um 15:17
    • #10

    Danke euch! Auch dir Ulli, für die Einladung!

    Ich habe ziemlich viel um die Ohren, aber vielleicht komme ich wirklich mal vorbei ;)

    Ich hoffe, dass ich von meinem Facharzt eine Überweisung an Prof. Pieper in Bonn bekomme und dann sehe ich weiter, ob meine individuellen Gegebenheiten bei mir eine OP sinnvoll machen. Wenn ich mit dieser Frage weitergekommen bin, melde ich mich gerne wieder und berichte.

  • Uli29
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    • 2. Juli 2026 um 15:25
    • Offizieller Beitrag
    • #11

    Hallo sporty-spice

    Manche Operateure benötigen nicht das Lymph-MRT aus Bonn, sondern wenden einen Farbstoff an in Kombination mit einer speziellen Kamera. Deshalb ist es möglicherweise besser, sich zunächst bei einem Operateur vorzustellen.

    Bonn hat ja lange Wartezeiten

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 2. Juli 2026 um 15:27
    • Offizieller Beitrag
    • #12
    Zitat von sporty-spice

    Danke euch! Auch dir Ulli, für die Einladung!

    Ich habe ziemlich viel um die Ohren, aber vielleicht komme ich wirklich mal vorbei ;)

    Ich würde mich freuen, dich kennen zu lernen.

    Manchmal treffen wir uns auch Sonntags in der Nähe vom Hamburger Hauptbahnhof

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 2. Juli 2026 um 16:21
    • Offizieller Beitrag
    • #13
    Zitat von Olle Oma

    Ich frage mich jetzt schon warum man dann eine Konversation mit einzelnen Leuten starten kann?! Die Funktion gibt es ja wohl.
    Ich hatte auch nicht vermutet das meine Erfahrung hier nochmal von Interesse sind, da ich ja schon ausführlich hier im Forum berichtet habe.
    Aber Dankeschön.

    Weil diese Funktion standardmäßig in dieser Software enthalten ist. Ich gehe davon aus, dass auch Sie von den Antworten anderer Nutzer profitiert und neue oder andere Wege kennengelernt haben. So etwas kann aber nicht passieren, wenn man sich hier nur im Verborgenen unterhält.

    Genau aus diesem Grund wünschen wir uns Konversationen, die alle mitlesen können. Auch aus diesem Grund sind die User in diesem Forum anonym.

    Mit freundlichen Grüßen

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    • 2. Juli 2026 um 16:29
    • #14
    Zitat von Uli29

    Hallo sporty-spice

    Manche Operateure benötigen nicht das Lymph-MRT aus Bonn, sondern wenden einen Farbstoff an in Kombination mit einer speziellen Kamera. Deshalb ist es möglicherweise besser, sich zunächst bei einem Operateur vorzustellen.

    Bonn hat ja lange Wartezeiten

    Das ist gut zu wissen…

    Ist dir bekannt, wie lang die Wartezeiten in Bonn etwa sind?

    Und sonntags nahe dem Hbf klingt für mich tatsächlich machbarer! Ich freue mich auch dich kennenzulernen!

  • Uli29
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    • 2. Juli 2026 um 17:23
    • Offizieller Beitrag
    • #15

    ich hatte Ende Februar den frühestmöglichen Termin bekommen für Ende Juni


    Ich habe für Sonntag, den 16. August einen Raum reserviert für etwa 13.00. Nähere Informationen sende ich dir zwei Wochen vorher per Mail.

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 2. Juli 2026 um 19:30
    • Offizieller Beitrag
    • #16

    Es gibt offenbar ein Bestreben , vermehrt Menschen mit primärem Lymphödem eine LVA anzubieten und die Erfolge systematisch zu untersuchen. Ein Ansprechpartner ist Dr. Oberlin, Chefarzt der Földiklinik.

    Ich persönlich bin zurückhaltend. Es weiß doch niemand, wo genau nun der Schaden bei meinem Lymphödem liegt. Er ist ja offenbar genetisch bedingt , betrifft alle Lymphgefäße der betroffenen Extremität und er besteht ja nun wirklich schon sehr lange.

    Die Ausgangslage ist komplett anders als bei sekundären Lymphödemen. Hier ist die Lokalisation des Schadens zB im Leisten- oder Beckenbereich ( durch die Operation oder die Bestrahlung), der Schaden und der Rückstau besteht deutlich kürzer und die peripheren Lymphgefäße sind ja, abgesehen vom Rückstau, nicht geschädigt worden.

    Freundliche Grüße

    Uli29

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    • 3. Juli 2026 um 11:42
    • #17

    Beim primären Lymphödem sollte IMMER eine Lymph-MRT erfolgen, um auch ggf. vorliegende zentrale Lymphabflussstörungen zu erkennen. Diese sollte zusätzlich mit einer ICG-Fluoreszenzbildangiographie als dynamische Untersuchung einen Tag präoperativ kombiniert werden. Zudem sollte der Chirurg im Ultraschall versiert sein, um passende Anschlussvenen zu finden, sofern sie nicht per se via ICG "kreuzend" sichtbar sind. Wenn ein Operateuer "keine Lymph-MRT benötigt" (Zitat siehe oben), würde ich dringend von Eingriffen am Lymphsystem beim primären Lymphödem an dieser Stelle abraten. Und natürlich kann man mittels Bildgebung bei primären Lymphödem ganz klar erkennen, wo der Schaden liegt, insbesondere in Kombination mit ICG.

    Viele Grüße

    Christian Taeger

    Prof. Dr. med. Christian Taeger
    Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
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    • 3. Juli 2026 um 14:24
    • #18
    Zitat von Prof. Dr. med. Christian Taeger

    Beim primären Lymphödem sollte IMMER eine Lymph-MRT erfolgen, um auch ggf. vorliegende zentrale Lymphabflussstörungen zu erkennen. Diese sollte zusätzlich mit einer ICG-Fluoreszenzbildangiographie als dynamische Untersuchung einen Tag präoperativ kombiniert werden. Zudem sollte der Chirurg im Ultraschall versiert sein, um passende Anschlussvenen zu finden, sofern sie nicht per se via ICG "kreuzend" sichtbar sind. Wenn ein Operateuer "keine Lymph-MRT benötigt" (Zitat siehe oben), würde ich dringend von Eingriffen am Lymphsystem beim primären Lymphödem an dieser Stelle abraten. Und natürlich kann man mittels Bildgebung bei primären Lymphödem ganz klar erkennen, wo der Schaden liegt, insbesondere in Kombination mit ICG.

    Danke, dass Sie das so klar benennen, Herr Prof. Taeger.

    Ich habe jetzt seit 2012 die Diagnose primäres Lymphödem und bisher wurde es nicht gemacht - umso gespannter bin ich jetzt.

    Soeben hat mir mein behandelnder Facharzt zugesagt, dass er mir eine Überweisung ausstellt und mein Anliegen unterstützt. Als ich das vor langer Zeit angesprochen hatte, war sein Rat wegen möglicher Schädigungen davon lieber abzusehen - aber er meinte selbst gerade, dass die Verfahren inzwischen schonender seien.

    Ich gebe hier gerne Rückmeldung, wie es weitergeht.

  • Prof. Dr. med. Christian Taeger
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    • 3. Juli 2026 um 15:21
    • #19

    Die vom Kollegen ehemals geschilderten Bedenken stammen aus der Zeit des problematischen öligen Kontrastmittels für Lymph-Angiographien und haben nichts mit der Technik der Lymph-MRT zu tun.

    Viele Grüße

    Christian Taeger

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    • 3. Juli 2026 um 20:18
    • #20

    Vielen Dank.

    Ich habe eine Frage zum Vorgehen - wenn ich jetzt mit der Überweisung meines Phlebologen/Lymphologen zu einer Chirurgin oder einem Chirurgen gehe, die/der mich dann wiederum zur Bildgebung an Prof. Pieper überweist – wie kann ich sicherstellen, dass diese Person die notwendigen Kompetenzen hat, die mein individuelles Krankheitsbild erforderlich macht? Kann ich die Chirurgen noch wechseln, wenn die Bildgebung erfolgt ist?

    Gibt es hier Erfahrungswerte, ob das Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg, das mir im Moment nahegelegt wird, für ein primäres Lymphödem eine sehr gute Adresse ist? Mein erster, oberflächlicher Eindruck ist, dass sie vielleicht mehr Erfahrung mit sekundären Lymphödemen haben, als mit primären.

    Ich möchte das von Personen mit möglichst viel Erfahrung machen lassen, wenn es denn überhaupt eine OP-Option in meinem Fall gibt...

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