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  3. Lymphödeme

Lymphödem als Medikamentennebenwirkung - was nun?

  • Kompostmaus
  • 13. August 2026 um 17:05
1. offizieller Beitrag
  • Kompostmaus
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    • 13. August 2026 um 17:05
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier im Lymphforum und habe inzwischen viel gelesen, aber zu meiner Problematik nichts konkretes gefunden.
    Mein Problem: Lymphödeme als Medikamentennebenwirkung
    1. Kleines Lymphödem am rechten Fuß (Vorderfuß kurz vor dem großen Zeh)
    2. Gesichts-Lymphödem unterhalb des rechten Auges
    Hintergrund:
    Wegen zu hohen Blutdrucks habe ich seit Oktober 2025 den Blutdrucksenker Candesartan von meinem Hausarzt verschrieben bekommen.
    Im April entwickelte sich eine Schwellung am Vorderfuß, die sofort von meinem Hausarzt als Lymphödem diagnostiziert wurde und von einer Gefäßchirurgin mit „Mildes sekundäres Lymphödem im Stadium 2 vermutlich als Nebenwirkung der Antihypertonika“ bestätigt wurde.
    Die Schwellung unter dem rechten Auge hat sich erst später im Zusammenhang mit einem Hautarztbesuch als Lymphödem herausgestellt. Ich habe zuerst gedacht, dass es sich um einen Tränensack handelt, da ich bereits 64 Jahre bin.

    Seit Mitte Mai trage ich nun Kompressionsstrümpfe und erhalte 2 x wöchentlich MLD-45.
    Zusätzlich mache ich jeden Tag entsprechende Lymphübungen und auch Atemübungen, wie sehr oft empfohlen wird.

    Jetzt stellt sich mir die Frage ob ich wirklich lebenslänglich die Kompressionsstrümpfe tragen muss oder gibt es andere Erfahrungen?
    Ich mache mir Sorgen u.a. wegen Hautproblemen bei dauerhaftem Tragen, bei eigentlich gesunden Beinen!!

    Danke im Voraus

  • Uli29
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    • 13. August 2026 um 17:25
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    Ein Lymphödem als dauerhafte Folge des mittlerweile abgesetzten Candesartan wäre sehr ungewöhnlich. Nicht jede Wassreinlagerung ist ein Lymphödem, es kann zeitlich zufällig gleichzeitig aufgetreten sein oder das Ödem hat eine andere Ursache.

    Zur Abklärung würde ich vorschlagen, dass du einen ambulanten Termin in einer Lymphologischen Ambulanz vereinbarst.


    Ist das Stemmer Zeichen positiv?

    Wurde eine venöse Insuffizienz ausgeschlossen?

    Welche anderen Erkrankungen hast Du? Welche Operationen wurden durchgeführt?

    Wie ist dein BMI?

    Freundliche Grüße

    Uli29

    Einmal editiert, zuletzt von Uli29 (13. August 2026 um 17:31)

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  • Kompostmaus
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    • 13. August 2026 um 18:17
    • #3
    Zitat von Uli29

    Ist das Stemmer Zeichen positiv?

    Wurde eine venöse Insuffizienz ausgeschlossen?

    Welche anderen Erkrankungen hast Du? Welche Operationen wurden durchgeführt?

    Wie ist dein BMI?

    Stemmerzeichen ist negativ, venöse Insuffizienz wurde ausgeschlossen, mein BMI ist 26 ansonsten habe ich allergische Erkrankungen (Heuschnupfen) und wesentliche Operationen gab in den letzten Jahrzehneten nicht.

    Die Gefäßchirugische Praxis die das Lymphödem bestätigt hat, hat u.a. auch Lymphologie als Fachrichtung angegeben.

  • Uli29
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    • 13. August 2026 um 18:36
    • Offizieller Beitrag
    • #4

    Hm, bei negativem Stemmerzeichen und Candesartan als „ Verursacher“ würde ich mir dringend eine zweite Meinung einholen.


    Den Facharzt für Lymphologie gibt es nicht mehr, also hat da womöglich ein Kollege das Zertifikat Lymphologie erworben, an drei Wochenenden und recht teuer. Das ersetzt aber nicht die Erfahrung, die jemand hat, der seit 10 Jahren in einer lymphologischen Fachklinik arbeitet.

    Freundliche Grüße

    Uli29

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  • Kompostmaus
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    • 13. August 2026 um 18:49
    • #5

    Okay, das ist ja schon mal ein guter Tip!

    Welche lymphologischen Fachkliniken sind empfehlenswert? Ich wohne im westlichen Ruhrgebiet.

  • CR1
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    • 13. August 2026 um 19:01
    • Offizieller Beitrag
    • #6
    Zitat von Kompostmaus

    lymphologischen Fachkliniken

    https://www.lymphnetzwerk.de/service/reha-fachkliniken/ In NRW sind keine. Hier unsere Links

    Freundliche Grüße CR1
    Christiana Rothhardt
    http://www.lymphnetzwerk.de

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  • Dr. Martin
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    • 14. August 2026 um 10:38
    • #7

    Auch ich würde zu einer lymphologischen 2. Meinung raten. Candesartan verursacht eigentlich keine Ödeme und ist auch bei Hypertonie und bestehendem Lymphödem eine der Therapien der Wahl.

    Seltene Angioödeme unter Candesartan manifestieren sich anders

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Peter Martin

    Chefarzt Földiklinik i.R.
    Hinterzarten
    Földiklinik Tel. 07652-124-0
    https://www.foeldiklinik.de/

  • MR35
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    • 14. August 2026 um 10:48
    • #8

    Hast du noch die Schwellung unter dem Auge? Ich würde auch unbedingt weitere diagnostisches Maßnahmen machen lassen.

    Viele Grüße

    MR35

  • Kompostmaus
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    • 14. August 2026 um 20:00
    • #9
    Zitat von Dr. Martin

    Auch ich würde zu einer lymphologischen 2. Meinung raten. Candesartan verursacht eigentlich keine Ödeme und ist auch bei Hypertonie und bestehendem Lymphödem eine der Therapien der Wahl.

    Seltene Angioödeme unter Candesartan manifestieren sich anders

    Sich eine weitere 2. lymphologische Meinung einzuholen hört sich auf jeden Fall gut an, scheint aber nicht sehr einfach umsetzbar zu sein. Mein Eindruck ist, das regionale Praxen „Lymphologie“ zumindest z.T. sehr gut vernetzt sind, im Sinne von : die gleichen Ärzte tauchen namentlich in verschiedenen Städten auf; und eine Lymphologische Ambulanz (also Klinik) scheint es weit und breit in NRW nicht zu geben.

    Mein Hausarzt hat Candesartan als relativ nebenwirkungsarm bezeichnet als er mir das Medikament verschrieben hat. Ich vermute, dass er vielleicht auch nicht 100% überzeugt war von der vermuteten Ursache der Lymphologin (wie ich im 1. Beitrag geschrieben habe „...vermutlich als Nebenwirkung der Antihypertonika“). Er selbst hat die Schwellung als Lymphödem diagnostizert (ich halte ihn für einen kompetenten Arzt). Die spätere fachliche Ursacheneinschätzung der Lymphologin hat er aber akzeptiert und sich mir gegenüber nicht ablehnend dazu geäußert. Vielleicht handelt es sich bei der Diagnose der Lymphologin um eine Ausschlussdiagnose, da ich ansonsten keine entsprechenden Vorerkrankungen habe und sie nichts „gefunden“ hat.

    Aber letztendlich suche ich nach einer Möglichkeit die Kompressionsstrümpfe nicht mehr tragen zu müssen, wegen einer kleinen Schwellung am Fuß; denn meine Beine sind ansonsten ok und können auf Dauer nur Schaden nehmen.

  • Kompostmaus
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    • 14. August 2026 um 20:03
    • #10
    Zitat von MR35

    Hast du noch die Schwellung unter dem Auge? Ich würde auch unbedingt weitere diagnostisches Maßnahmen machen lassen.

    Die Schwellung unter dem Auge habe ich weiterhin, aber etwas abgeschwächter durch die MLD.

  • Uli29
    Moderator
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    • 14. August 2026 um 20:30
    • Offizieller Beitrag
    • #11

    schau dir doch einmal die gerade erschienene Leitlinie Lymphödem an, was dort zum Stemmer Zeichen und Lymphödem geschrieben steht.

    Meine Fahrstrecke zu meiner Lymphologischen Ambulanze beträgt 800 km, eine Strecke!

    Freundliche Grüße

    Uli29

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