1. Lymphödeme
    1. Lymphödem verstehen und behandeln
    2. Ödem Therapie
    3. Orthopädietechniker am Patienten
    4. Wunden
    5. Lymphchirurgie
    6. Kompressionsstrümpfe
    7. Reha
    8. Persönlichkeiten Lymphologie
    9. Fachärzte in unserem Netzwerk
    10. Faces of Lymphology
  2. Lipödeme
    1. Lipödem Leitfaden
    2. Definition Lipödem
    3. Lipödem Therapie
    4. Kompressionsstrümpfe
    5. Fachärzte
    6. Liposuktion
    7. Orthopädietechniker im Einsatz
  3. Venen
    1. Erkrankungen
    2. Kompressionsstrümpfe-Venen
    3. Schwangerschaft
    4. Fachkliniken
  4. Meine Geschichte
    1. Lymphödem Geschichten
    2. Lipödem Geschichten
    3. Venen Geschichten
  5. Service
    1. Zusammenfassung des Lymphnetzwerks
    2. Sanitätshäuser
    3. Reha-Fachkliniken
    4. Clinics Liposuction-Europa
    5. Datenbank
    6. Forum
    7. Über uns
    8. Links
  6. News
  7. Forum
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Alles
  • Alles
  • Forum
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. Lymphnetzwerk Community
  2. Dr. Markus Killinger

Beiträge von Dr. Markus Killinger

  • Faszienmassage/Hüftschmerzen

    • Dr. Markus Killinger
    • 9. März 2026 um 07:25

    Ein lipödem- spezifischer Schmerz so lokalisiert und eingegrenzt auf eine Hüfte!!! ist unwahrscheinlich.

    Ich denke hier eher an ein orthopädisches Problem und ich würde ihnen raten, diesbezüglich ihren Hausarzt aufzusuchen. Dieser wird entweder selber schon das Problem eingrenzen können oder er wird sie gezielt weiter überweisen.

  • Thrombose?

    • Dr. Markus Killinger
    • 12. Februar 2026 um 20:53

    Nein! der D-DIMER ist extrem unspezifisch! Ich habe ihn aus meiner Praxis verbannt, weil wenn ich den Verdacht hatte, klinisch, war er immer... naja er könnte jetzt was zeigen, naja bis 0,5 ist ja normal... jetzt ist er 0,6 oder 0,4... was mach ich jetzt... muss jetzt eh zum Gefäßultraschall (Duplexsono).

    Er kann hochpositiv sein bei Entzündungen, Schwangerschaft, Lungeninfarkt, Herzinfarkt, Lungenentzündung, Tumorerkrankungen, etc.etc.

    oder das Gegenteil auch negativ, obwohl eine große Thrombose etc. besteht.

    Ich mache immer eine Duplexsono beim Radiologen meines Vertrauens, wenn erst in 1-2 Tagen verfügbar wegen Wochenende etc... Beginn mit Heparin und ehestmöglich Sono, bei Bestätigung Umstellen auf NOAK Tablette für 6 Monate und dann Evalierung, wenn es nix war... Heparin absetzen. Zusätzlich initial sofort Kompressionsstrumpf oder Bandage beim Immobilen.

    Laborwerte sind nur so gut wie derjenige, der sie in Auftrag gibt (hoffentlich mit einer Überlegung und nicht blind), ihre Limitationen und ihren zeitlichen Verlauf kennt! und derjenige der sie dann interpretiert in Zusammenschau mit der Beschwerdesymptomatik/Wahrscheinlichkeit und Risikoabschätzung für den einzelnen Menschen.

    Da muss man echt einiges beachten.

  • Manuelle Lymphdrainage bei Pilzinfektion

    • Dr. Markus Killinger
    • 2. Februar 2026 um 23:05

    Hallo!
    Das sind gute und berechtigte Fragen, wie Sie richtig bemerkt haben, gibt es zu Pilzinfektionen und Lymphödem meines Wissens nach keine dezidierte und leitliniengerechte Stellungnahme/einheitliches Vorgehen. Ob dies in der nun fertiggestellten S3 Leitlinie behandelt wird, kann ich leider noch nicht beantworten. Ich warte auch schon ganz gespannt auf die Veröffentlichung dieser Leitlinie.


    Bezüglich Ihrer Fragen würde ich hier pragmatisch vorgehen. Sprich: Wenn es sich um eine lokal begrenzte Pilzinfektion ohne systemische Einschränkungen wie z. B. Fieber, reduzierter Allgemeinzustand, Erysipele, etc. handelt, würde ich Lymphdrainage unter Aussparung der betroffenen Areale durchführen. Dies würde sich auch mit der Lehrmeinung „relative Kontraindikation“ decken.


    Vor Beginn einer Behandlung würde ich auf alle Fälle eine ärztliche Konsultation inklusive Therapie nach Abstrich (lokal und oder oral systemisch) veranlassen.


    Häufig treten Mykosen bei Lymphödem im Stadium 3 auf, dementsprechend ist hier auch eine potentielle Eintrittspforte für Bakterien und daraus folgende Erysipele zu erwarten (Erysipelrisiko bei Lymphödem Stadium 3 bis zu 72 % laut Studienlage!).


    Bei Mykosen im Zwischenzehenraum (Interdigitalmykose) würde ich dringend eine regelmäßige medizinische Fußpflege empfehlen.


    Bezüglich des Nagelpilzes, unter Behandlung (ich persönlich nehme bei dementsprechend Verdacht zuerst Proben aus dem betroffenen Nagel (Geschabsel) ab, lasse diese im Labor kultivieren und behandele bei positivem Befund systemisch (orale Tabletten) und lokal (Nagelfeile, Nagellack, etc.) solange bis der Nagel komplett herausgewachsen ist (Dauer bis zu 6 Monate, regelmäßige Laborkontrollen notwendig, bei Frauen im gebärfähigen Alter dringende Empfängnisverhütung besprechen!), spricht meiner Meinung nach auch nichts gegen die Durchführung von manueller Lymphdrainage/Kompression/Bandage.

  • Orthopädische Probleme wegen Asymmetrie (einseitiges Lymphödem)

    • Dr. Markus Killinger
    • 24. Januar 2026 um 10:39

    Gerne auch ein paar Einheiten Physiotherapie dazunehmen und da gezielt Übungen zur Kräftigung der Beinmuskulatur (auch mit einfachen alltagstauglichen Übungen für zuhause anleiten lassen) und Propriozeption (zur Sturzprophylaxe, das ist die Wahrnehmung es Körpers im Raum). Ebenso können Gleichgewichts Übungen helfen.

    Ich bin da ein großer Freund von Übungen mit dem Theraband:

    als Beispiel hier:

    Lymphödem - Therabandübungen

    oder ohne Geräte:

    Lymphödemklinik Wittlinger - Ödemgymnastik ohne Geräte

    mit Ball:

    Lymphödem Gymnastikgruppe mit Ball

    mit Stab:

    Lymphödem Gymnastik Gruppe mit Stäben


    Probleme sind ähnlich wie ohne Lymphödem. V.a. Fußschmerzen bei Senk-Spreiz- Plattfüßen, Hallux valgus, Arthrosen, etc. Warnzeichen können Schmerzen unter Belastung oder in Ruhe sein, Veränderung der Schuhgröße, Veränderung der Beinachsen (Kniegelenksabnützungen, Gonarthrose), etc.

    Muskuläre Veränderungen aufgrund der einseitigen Belastung, etc.

    Bei solchen Beschwerden wäre eine orthopädische und physiotherapeutische Vorstellung sinnvoll.

  • Wirkung von Entstauungskuren und Lymphovenösen Anastomosen

    • Dr. Markus Killinger
    • 9. Januar 2026 um 12:29

    Alternativ könnte nach Anbietern für eine Bioimpetanz Spectroskopie geschaut werden.

    Diese Geräte können auch zur Verl. KO von Volumina und Flüssigkeiten verwendet werden (leider nicht für die Messung von Fibrosen).

    z.B.

    https://www.quintessentialcare.net/new-page#:~:text=ImpediMed%C2%AE%20%2D%20SOZO%C2%AE,in%20an%20individual%20over%20time.

    Dieses Gerät hat sogar den LDEX integriert, mit dem man sogar subklinische (Stadium =) Lymphödeme früh detektieren kann.

    Cancer Related Lymphedema | L-Dex Analysis for Early Detection
    Detect lymphedema early with L-Dex®-the trusted point-of-care technology for accurate fluid change assessment in patients' limbs.
    www.impedimed.com

    Datenlage: Laufende Multicenterstudie mit 1.200 Probanden!

  • 25 jahre Post thrombotisches syndrom

    • Dr. Markus Killinger
    • 2. Januar 2026 um 19:41

    Ja bitte zuerst unbedingt eine stationäre Entstauung in einem Fachzentrum anstreben. Dann kann man in 3 Wochen abschätzen, was konservativ noch geht.

    Unbedingt auch eine phlebologische Kontrolle mit Bildgebung. Je nach Befund, v.a. wenn es kurzstreckige Verschlüsse gibt, könnte ein Stent in der betroffenen Vene helfen. Es gibt allerdings meines Wissens nur wenige Spezialisten, welche Stents in Venen durchführen. Ich habe da leider keine Kontakte parat, aber 4 Positivbeispiele, welche nach so einer OP (in der Schweiz) verbessert waren. Das längste Ergebnis liegt nun 8 Jahre zurück, der Stent ist immer noch offen und durchgängig. Laut Pat. hat sich v.a. der nächtliche Ruheschmerz durch die OP deutlich und der Schmerz unter Belastung auch, aber weniger deutlich, verbessert. Diese Pat. hatten aber nur kurzstreckige Stenosen, von maximal 3cm Länge.

    Nachteil ist natürlich die lebenslange Blutverdünnung, wobei deren Risiken gut zu managen sind. Es gibt jetzt ja Gott sei Dank genug verschiedene Präparate.

    Ich hoffe sehr für Sie, dass sie eine Verbesserung schon durch die konservative Therapie erfahren können.

    Bitte berichten sie weiter!


    lg, Dr. Killinger

  • Genetische Diagnostik des primären Lymphoedems

    • Dr. Markus Killinger
    • 5. Dezember 2025 um 14:24
    Zitat von Dr. Martin

    Dr.Hägerling ist der anerkannte Experte für die genetische Untersuchung bei Lymphödemen

    Ja und er war wieder einmal fantastisch mit seinem Vortrag beim Lymphkongress in Wien. Zusätzlich zur Expertise auch menschlich einfach top, bodenständig, freundlich und geerdet. Ich schätze ihn wirklich sehr.

  • Auslandssemester Spanien (Erasmus): Lymphdrainage, spanisches Forum + Versicherung

    • Dr. Markus Killinger
    • 17. November 2025 um 20:27

    Ich würde Fr. Yolanda Robledo kontaktieren, sie ist in Spanien und nach der Dr. Vodder Methode ausgebildet. sie hat auch Kontakte in Spanien.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Unsere andere Lymphdrainagelehrerin habe ich schon angefragt aber die sitzt zu weit weg von Grenada.

    lg und viel Glück!

  • MLD erst ab der 4. Woche nach LVA?

    • Dr. Markus Killinger
    • 27. Oktober 2025 um 08:15

    Primäre Lymphödeme zeigen eine große Streuung in ihrer Ausdehnung, Therapiebedürftigkeit und Neigung zur Fibrosierung bis hin zum Nichtansprechend auf die KPE mit fettiger Degeneration nach Jahrzehnten.

    Ursächlich sind unter anderem die unterschiedlichen Lymphgefäßabschnitte, die betroffen sein können, von totaler Fragmentierung von Lymphkapillaren (initiale Lymphgefäße) bis hin zu Hypoplasie von Präkollektoren und Kollektoren und in seltenen Fällen erhaltene Lymphgefäße aber fibrosierte und nicht mehr voll funktionsfähige Lymphknoten.

    Dies erklärt vielleicht die unterschiedlichen Verläufe und warum, wie Dr. Taeger gut zuvor erklärt hat, eine LVA oder LK- Transplantation beim primären Lymphödem auch Sinn machen kann. ziel ist dabei oft die Reduktion der Erysipelrate, Verringerung der Therapiebedüftigkeit, Fibroseerweichung, Verbesserung der Beweglichkeit der Gelenke und nicht so eine Reduktion der Umfänge. Dies ist oft nicht mehr möglich.

  • Nässende Lymphfisteln Schambereich/ Operativer Eingriff möglich???

    • Dr. Markus Killinger
    • 18. September 2025 um 23:05
    Zitat von Prof. Dr. med. Christian Taeger

    Fisteln im Genitalbereich sind in vielen Fällen eine Begleiterscheinung eines Beinlymphödems: Der Körper versucht, die Lymphlast durch Umgehungskreisläufe zu bewältigen. Leider nicht selten in Richtung Genitale, bei ausgeprägten Fällen zeigen sich neben einem Genitalödem auch Lymphfisteln. Das kann man auch im Rahmen eine Bildgebung (zB ICG) sehr gut nachvollziehen: Man injiziert den Fluoreszenzfarbstoff in das betroffene Bein, bei der erneuten Betrachtung am Folgetag (der Farbstoff braucht beim geschädigten Lymphabtransport relativ lange bis nach oben) kann man den Weg der Lymphe/des Farbstoffs vom Bein ins Genital sehr gut sehen.

    Das Dilemma dabei ist, dass eine intensive MLD oft zwar sehr hilfreich und wichtig für das betroffene Bein ist, das Genital darunter aber umso mehr leidet. Chirurgisch kann man diese Fisteln relativ einfach entfernen, wie oben beschrieben kommen sie aber oft wieder, da man ja das zugrundeliegende Problem nicht beseitigt hat. In einigen Fällen kann man durch Anlage von lymphovenösen Anastomosen am Bein neben der Verbesserung im Bereich des Beines auch eine geringere Sekretion am Genital erreichen. Alternativ kann Prof. Pieper in ausgewählten Fällen Lymphbahnen verschließen, die ins Genital ziehen.

    Zum Thema Kompression im Genitalbereich habe ich mit einer Firma eine Kompressionshose entwickelt, die (wenn alles gut geht) dieses Jahr auf den Markt kommt und eine sehr zielgerichtete Kompression für den Genitalbereich und den Unterbauch ermöglichen soll.

    Wie immer ein sehr guter Kommentar von Dr. Taeger! Danke dafür.

    Bezüglich der Kompression: Bitte Kompression bis Höhe des Nabels tragen! entweder einteilig als Strumpfhose oder zweiteilig.

    Unterstützend kann eine Schaumstoffeinlage für den Genitalbereich/Schamhügel getragen werden. Es gibt mehrere Produkte am Markt. Beispielhaft eine Genitalleinlage soft compress:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.


    Bei starker Fistelbildung Vorstellung bei Prof. Pieper in Bonn zur Bildgebung und anschließender Besprechung, ob ein operativer Verschluss möglich ist, wäre sinnvoll!

  • Ernährung bei Lipödem

    • Dr. Markus Killinger
    • 18. September 2025 um 21:40

    Ich empfehlen allen meinen Lipödempatientinnen zumindest einmal eine Ernährungsberatung inklusive Bioimpedanzmessung (BIA). Es geht v.a. um die Vermeidung von Diätfehlern.

    In meinen Arztbriefen halte ich mich allgemein an die Empfehlung der AWMF Leitlinie Lipödem:

    Die S2k- Leitlinie Lipödem aus 2024 empfiehlt:
    - bei gleichzeitigem Übergewicht oder Adipositas kann das Arm- bzw. Beinvolumen durch Gewichtsreduktion mit einer geeigneten Ernährung reduziert werden.
    - kurzfristige Diäten vermeiden und stattdessen Essgewohnheiten dauerhaft auf eine individuell angepasste, gesunde Ernährungsweise umstellen.
    - mit Ernährung Blutzucker- und Insulinspiegel und damit Lipogenese und inflammatorische Prozesse günstig beeinflussen.

    die explizite Erwähnung der ketogenen oder mediteranen Ernährung habe ich nach Rücksprache mit meinen Diätologinnen gestrichen, da es zu Unsicherheiten und Diätfehlern geführt hat (v.a. Eiweisszufuhr und Kalorienzufuhr war zu niedrig).

    Eine explizite Aussage über Milchprodukte kann ich leider nicht tätigen.

  • medi circaid-juxtafit

    • Dr. Markus Killinger
    • 15. September 2025 um 19:00

    die Situation in Österreich diesbezüglich:

    Also die Krankenkasse "bewilligt" 2 Kompressionen pro Jahr oder 1 Kompression pro Halbjahr.

    Ob es 2 Flachstrickkompressionen sind, oder eine Flachstrick plus eine MAK/Nachtversorgung ist egal. Was nicht geht sind 2 Flachstrickkompressionen plus MAK/Nachstrumpf. Das wären gesamt ja 3 Versorgungen pro Jahr.

    Die Krankenkassen sind nur dazu verpflichtet, das "medizinisch äußerst notwendige" zu bezahlen./zu bewilligen. 3te Versorgungen oder Spezialversorgungen wie Nachtstrümpfe etc. sind ein "addon" und werden nicht als essentielle Basistherapie gesehen.


    Bevor ich hier gesteinigt werden... dies ist nicht meine persönliche Meinung, sondern die Vorgabe unserer Krankenkasse. Damit müssen die PatientInnen aber auch ich als behandelnder Arzt zurechtkommen und Lösungen/Alternativen finden.

  • Lymphödem-OP trotz Rollstuhl sinnvoll?

    • Dr. Markus Killinger
    • 12. September 2025 um 05:26

    Eine stationäre Rehabilitation in der Födiklinik finde ich sehr sinnvoll. Zielsetzung: Bestmögliche Ödemreduktion durch tgl. Behandlungen und somit auch Reduktion des Risikos für neue Erysipel!

    Tgl. Hautpflege durchführen! V.a. zwischen den Zehen kontrollieren! Event. zusätzlich alle 4-6 Wochen medizinsiche Fußpflge sinnvoll.

    Bezüglich Kompression ist v.a. die Kompression des Fußes und des Unterschenkels wichtig, da hier die größte Schwerkraft im Körper herrscht. Also wenn die körperliche Einschränkung das Anziehen eines Flachstrickstrumpfes bis zur Leiste (A-G) verhindern sollte, kann auf einen Kniestrumpf (A-D) gewechselt werden.

    Alternativ gibt es noch diverse Klettsysteme (MAK's), welche ich persönlich gerne bei Rollstuhlfahrern anwende.

    Eine erfolgreiche LVA Operation kann ich mir ohne den wichtigsten Hilfsmechanismus für unsere Beinlymphgefäße, nämlich der Muskel- Gelenkspumpe, NICHT vorstellen (leider!). Diese Art von Ödeme unterrichte ich als "Immobilitätsödeme"!.

  • Nagelpilz

    • Dr. Markus Killinger
    • 27. Juli 2025 um 13:52

    Also ich bekomme von unserem Mikrolabor bei Nachweis der Pilze auch immer eine Liste mit 3-5 gängigen Antimykotika und die Bezeichnung R für resistent und S für sensibel. Da weiß ich, was ich verwenden kann und was nicht. Manchmal auch I für intermediär... also nur teils wirksam.

    Prophylaktische Verwendung von Lokaltherapien geht aber auch wirklich gut. Ich verordne da gerne Bäder in Flüssiger Form (zB. Tannosynt) und lokale Salben. Zusätzlich hilft bei Schweissfüßen auch morgens Talkum Puder in die Socken zu geben. Das hält lange trocken.

  • Nagelpilz

    • Dr. Markus Killinger
    • 25. Juli 2025 um 21:58

    Ich mache in meiner Ordination immer ein "Geschabsel" also Teile des betroffenen Nagels werden abgetragen und ins Labor geschickt. Nach 2 Wochen weiß ich, ob es überhaupt ein Pilz ist oder nicht (manchmal Druckschaden nach engen Schuhen, Verletzungen der Nagelwachstumszone, etc.).

    Wenn es ein Nagelpilz ist, muss einerseits eine lokale Therapie mittels Lack und Feile erfolgen und zwingend immer eine orale Therapie mittels Antipilztablette. Es gib unterschiedliche Tabletten, ich verwende meistens eines, welches wir für eine Woche tgl. geben und dann 3 Wochen Pause. Dauer solange der Nagel komplett neu gewachsen ist... kann bis zu 6 Monate dauern! Bei einigen Produkten muss unbedingt eine strenge Verhütung durchgeführt werden (Toxisch für Embryos) und regelmäßig Leberwerte u.a. kontrolliert werden.

    Da brauche ich keinen Hautarzt dazu, die es bei uns eh nicht mehr gibt :(

    Risiko besteht hier m.M. nach für das Lymphödem nicht, ganz im Gegenteil... eine unbehandelte Mykose erhöht das Risiko für ein Erysipel!

  • Stauungen im Oberkörper

    • Dr. Markus Killinger
    • 12. Mai 2025 um 05:25

    Zumindest bis 2019 gab es eine lymphologische Therapie in Bad Zurzach und dem Bellikon. Ich bin da aber nicht mehr up to date um ehrlich zu sein.

  • Lymphödem und Herz

    • Dr. Markus Killinger
    • 7. Mai 2025 um 16:00
    Zitat von Moni25

    Und der Wert meiner Erythrozyten ist erhöht. Deutet das nicht auf Sauerstoffmangel im Gewebe hin?

    Hallo nochmals!


    Ein Wert alleine sagt leider wirklich nichts aus, man muss die Gesamtheit sehen und beurteilen. Ich würde Ihnen raten, mit ihrem Vertrauensarzt (Hausarzt, Internist zb.), diese Werte zu besprechen und in dem Zuge auch die noch empfohlenen Werte wie zB pro- BNP abnehmen und besprechen lassen. Dann ist das alles in einer Hand!


    Weiterhin alles Gute und einen langen Atem!

  • Lymphödem und Herz

    • Dr. Markus Killinger
    • 19. April 2025 um 21:58
    Zitat von Moni25

    Sehr geehrter Herr Dr. KILLINGER,

    Sie haben mir mit ihrem Beitrag mehr Ideen und Hilfestellungen geliefert, als alle Ärzte bei denen ich im letzten Jahr war. Und das Ferndiagnostisch mit wesentlich weniger umfangreichen Informationen.

    Danke für Ihre Expertise.

    Ich wünsche Ihnen einen ruhigen Bereitschaftsdienst

    Viele Grüße

    Bitte gerne geschehen! Ich hoffe, etwas davon bringt Sie weiter und bestenfalls zurück in ein "normales Leben"!.

    Eine Sache ist mir noch eingefallen.. bitte schauen Sie in Ihren Befunden nach, ob der Eisenstatus (hier v.a. das Ferrtin (Eisenspeicher) und Eisensättigung in % bestimmt wurden. Auch wenn das Blutbild in Ordnung war (HB (Hämoglobin),Erythrocyten, MCV, MCHC) , also keine Blutarmut vorlag, kann es sein, dass der Eisenspeicher zu niedrig war (zB. unter 30ng/ml) und die Eisensättigung unter 16% gelegen hat! Das wäre ein funktioneller Eisenmangel und kann auch diese Beschwerden verursachen. V.a. das Ferrtin wird "öfters" übersehen, da bei einigen Laboren der Normalwert zwischen 13-400ng/ml liegt, also nicht als zu niedrig markiert wird! V.a. bei Frauen kann aufgrund der Monatsblutung dieser Wert zu niedrig sein! Dann wäre eine i.v. Eisentherapie oder orale Therapie (wird aber nicht so gut aufgenommen) hilfreich und könnte die Beschwerden eliminieren.

    Zusätzlich noch Kontrolle, ob das TSH (zu hoch ist Unterfunktion, zu niedrig eine Überfunktion) , fT3, FT4 (Schilddrüsenwerte) und Schilddrüsenantikörper (zum Ausschluss einer Autoimmunen Schilddrüsenunterfunktion (Mb. Hashimoto/ Mb. Basedow) bestimmt wurden.

    Wie von Uli69 schon nachgefragt der proBNP Wert, wenn dieser deutlich (im 4stelligen Bereich) erhöht ist, kann dieser auf eine strukturelle Herzproblematik hindeuten.

    Abschließend noch der Vitamin D 3 Spiegel, der sollte optimalerweise um die 70 ng/ml liegen!

    All diese Werte sollten eigentlich bei einer internistischen oder erweiterten hausärtzlichen Blutabnahme bei Ihren Symptomen bestimmt worden sein.

    Bezüglich Ihrer Lymphödemerkrankung habe ich noch nichts geschrieben, da hoffe ich, dass Sie gut versorgt sind.

  • Lymphödem und Herz

    • Dr. Markus Killinger
    • 19. April 2025 um 11:11

    Bitte gerne! Ich für meinen Teil habe sowieso hausärztlichen Kassennotdienst über das Wochenende:)

    Also ich würde schon eine Lungenfacharztkontrolle durchführen lassen mit o.g. Fragestellung

    und mir die Artikel zur post-covid-syndrom und CFS durchlesen.

    Neurologisch wurden Sie ja schon abgeklärt.

    Bezüglich AHDS: Wurde eine neue Medikation in diesem Zeitraum begonnen zB. Medikinet, Antidepressiva,etc. welche potentiell Nebenwirkungen am Herzen verursachen könnten? Ist nur eine Fragestellung für Sie persönlich, das müssen Sie nicht hier im Forum beantworten! Wenn die Antwort ja lautet, können Sie mit Ihren betreuenden Ärzten Rücksprache halten.

  • Lymphödem und Herz

    • Dr. Markus Killinger
    • 19. April 2025 um 08:15

    Ferndiagnosen sind unmöglich aber ein paar Überlegungen meinerseits...

    1. Die Symptome sind NICHT typisch für eine Lymphödemerkrankung alleine!

    2. Wurde nur der D-DIMER und die Lungenfunktion gemessen oder auch eine Computertomographie der Lunge zum Ausschluß eines kleinen Lungeninfarktes durchgeführt (Pulmonararterienembolie?)? Sogar in der Computertomographie sieht man kleine Lungeninfarkte nicht, manchmal benötigt man sogar eine Szintigraphie der Lunge. Anlaufstelle Lungenfacharzt (Pulmologe).

    2. Hat eine Covid-19 Infektion v.a. in den Jahren 2021-2023 vorgelegen? Wenn ja suche mal im Internet nach "post-covid-syndrom"! Da würde einiges der Beschwerden passen.

    3. Hat eine Virusinfektion (z.N. EBV (Pfeifersches Drüsenfieber, Chlamydien, Cytomegalievirus (CMV), Toxoplasmose, Herpes Zoster, Bartonella Infektion, ect. vorgelegen bzw. wurde reaktiviert?). Zusätzlich kann eine Borreliose diese Symptome im späteren Verlauf, v.a. unbehandelt/unbemerkt bei Erstauftreten, solche Beschwerden auslösen. Wurde das schon mittels Blutabnahme (Virusserologie) untersucht?.

    Suche hierzu CFS (chronisches Erschöpfungssyndrom) im Internet.

    4. Wurde eine MRT Untersuchung des Schädels mit zusätzlich Darstellung der Gefäße oder vom Neurologen sogar eine Punktion aus dem Rückenmark (zum Ausschluss einer neurologischen Erkrankung) durchgeführt?

    5. Hat in den Jahren zuvor ein Auslandaufenthalt südlich des Äquators oder am Mittelmeer stattgefunden? Kam es dort zu einer Infektion/Erkrankung/Verletzung?.

    6. Wenn Punkt 2. und 3 zutreffen auch nachschauen, ob eine Kipptischuntersuchung zum Ausschluß eines POTS (posturales Tachykardiesyndrom) durchgeführt wurde. Wobei hier v.a. der schnelle Puls bei Lagewechsel (Aufstehen, Bewegung) typisch ist.

    Wie gesagt, keine Diagnose aber ein paar Punkte vielleicht zur Hilfestellung.

    Eine sehr ungute Situation mit 28!

    Ich bitte darum, dass Sie uns weiter berichten, bestenfalls mit einer Lösung/Diagnose Ihrer Beschwerden.

    Ich wünsche Ihnen alles, alles Gute!

Partner

Letzte Beiträge

  1. Blutdruck und CVI…

    AndiinKompression
    17. März 2026 um 05:11
  2. Bericht lymphovenöse Anastomose bei Prof. Taeger

    Michaela1984
    16. März 2026 um 14:46
  3. Bericht von Dr. Killinger

    CR1
    13. März 2026 um 17:39
  4. Passform Chaos

    CR1
    10. März 2026 um 17:35
  5. Faszienmassage/Hüftschmerzen

    Dr. Martin
    10. März 2026 um 12:30

Heiße Themen

  1. Bericht lymphovenöse Anastomose bei Prof. Taeger

    21 Antworten
    Vor einer Woche
  2. Passform Chaos

    6 Antworten
    Vor einer Woche
  3. Faszienmassage/Hüftschmerzen

    7 Antworten
    Vor einer Woche
  4. LVA Bein und Becken

    5 Antworten
    Vor einer Woche
  5. Probleme nach Knieprothese mit Lip und Lymphödem

    9 Antworten
    Vor 3 Wochen

Kontakt

  • info@lymphnetzwerk.de

Rechtliches

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Cookie-Richtlinie

Folge uns auf:

Community-Software: WoltLab Suite™ 6.2.2