Vielen Dank für ihre Antwort!
Heutzutage werden von Erfahrenen Lymphchirurgen nur noch (...)
Vielen Dank für ihre Antwort!
Heutzutage werden von Erfahrenen Lymphchirurgen nur noch (...)
Danke für deine Antwort. 🤗
So schade, dass deine LVA letztlich keine dauerhafte Umfangsreduktion zur Folge hatte.
Alles anzeigenGuten Morgen Katta,
Ich bin zwar kein Mediziner, aber ich probiers mal in eigenen Worten und nach bestem Wissen:
Wenn sich eine LVA verschließt, dann hat man ja quasi ein Lymphgefäß (LG) und eine Vene weniger die funktioniert.
Da es sich nur um eine Mini-Vene handelt und man ja relativ viele hat (vorausgesetzt das venöse System funktioniert normal), dann sollte dieser Verlust keine negativen Konsequenzen nach sich ziehen.
Bzgl des LG schaut die Sache etwas anders aus. Das Lymphsystem ist ja eh geschwächt bzw. funktioniert nur eingeschränkt. D.h. der Wegfall eines LG kann sich schon negativ auswirken. Allerdings wird von den Lymphchirurgen wie z.B. Dr. Taeger betont, dass man extra nur wenige/eine LVA setzt, um bei einem Verschluss noch andere LG zu haben und somit das Risiko einer Verschlechterung gering zu halten.
Ich selber habe eine LVA oberhalb des Knies gesetzt bekommen. Anfangs hat sich der Unterschenkel etwas verbessert und ist ein bisschen dünner geworden (vllt auch nur wegen der permanenten Kompression mit dem Juxtafit?!). Im Verlauf von ein paar Wochen war das Bein eigentlich wieder so wie vorher...
LG, StarGirl
Danke für deine Antwort, Michaela!
Hintergrund meiner Frage ist, dass es mich einfach interessiert, was es für Konsequenzen hätte, wenn eine LVA sich verschließt. Das sowas passieren kann, darüber wird man aufgeklärt. Aber was für Folgen aus dem Verschluss resultieren könnten, darüber habe ich bisher noch keine konkreten Informationen gefunden. Ist es nur der Effekt, der dahin ist und man landet wieder auf dem Status Quo vor der OP? Oder hat man nach einem Verschluss unter Umständen sogar noch größere Probleme als zuvor? Da würden mich Einschätzungen/Erfahrungen zu interessieren. ![]()
(Ich habe selbst schon zwei LVA hinter mir, die letzte ist sogar noch recht frisch. )
Hallo liebes Forum,
ich stelle mir die Frage, was eigentlich im Körper passiert, wenn eine LVA sich verschließt oder anders kaputt geht (Undichtigkeit, Reißen).
Ist dann mit einer Verschlimmerung des operierten Körperteils, z.B. des Beins, zu rechnen, die sogar den Zustand vor der LVA-OP übersteigt? Was passiert mit der Vene, die für die LVA genutzt wurde? Fließt das Blut dann auch wie bei einem Dermal Backflow einfach ins Bein und man hat zusätzlich zum Lymphödem dann noch ein venöses Problem?
Hat da jemand Erfahrungen mit?
Liebe Grüße
Katta
Das Ödemvolumen hatte sich nach der LVA (je nach Messstelle) zwischen 1-4cm verringert.
Heute möchte ich mal etwas kurioses mit euch teilen und bin gespannt, ob jemand dafür eine plausible Erklärung hat:
Ich habe immer wieder mal Muskelkrämpfe in den Füßen bzw. Waden. Seit meiner LVA im linken Bein im Jahr 2023 habe ich jedoch keinen einzigen Krampf mehr im Lymphbein gehabt! Muskelkrämpfe treten seitdem nur noch im rechten Bein auf.![]()
Woran kann das liegen? ![]()
Vielen Dank für eure hilfreichen Rückmeldungen!
Ich vermute, dass die temporären Umfangzunahmen (trotz KKL3-Bestrumpfung) damit zu tun haben, dass ich häufig sehr aktiv bin und mein Lymphbein wirklich stark belaste. Vielleicht kann ein Strumpf das auch gar nicht auffangen.
Ich werde das Thema mal bei meiner Lymphologin ansprechen und bin gespannt, wie sie das sieht.
Und wie oft in der Woche wirst du bandagiert? In der Praxis bzw. durch dich selbst? Verfügst du über adaptive Kompression?
Wie bist du nachts bestrumpft?
Ich werde gar nicht bandagiert. Ab und zu bandagiere ich selbst über meinem Kompressionsstrumpf. Nachts trage ich den Jobst Relax in KKL1. Über Nacht regulieren sich meine Umfänge auch wieder nach unten.
Meine Frage ist wirklich nur, ob es nichts ungewöhnliches ist, dass mein Lymphbein im KKL3-Strumpf über den Tag hinweg etwas an Volumen zunimmt oder ob ein Kompressionsstrumpf eigentlich dafür sorgen sollte, dass die Umfänge am Abend genau so hoch sind wie nach dem Aufstehen am frühen Morgen. ![]()
Wie oft pro Woche gehst Du zur MLD? Vielleicht macht es Sinn, enger zu takten.
Ich trage am Lymphödembein einen AG-Strumpf und eine Einbein-Strumpfhose übereinander, beides in Kkl. 3, Medi 550. Obwohl das Ödem nicht sehr ausgeprägt ist, braucht es diesen Druck, andernfalls nimmt der Umfang im Tagesverlauf deutlich zu.
Jede Zunahme der Schwellung wirkt sich negativ auf das Gewebe aus und sollte deshalb, wenn möglich, vermieden werden.
Ich gehe 2x wöchentlich für 45 Minuten zur MLD. Und bei Bedarf zuhause nochmal in den Lymphamaten.
Hallo liebes Forum,
woran erkenne ich, ob ich die richtige Kompressionsklasse bei meinem flachgestrickten Oberschenkelstrumpf für mein sekundären Lymphödem habe?
Hintergrund meiner Frage:
Ich trage bereits medi550 AG-Strümpfe in KKL3, die auch überall knackig eng auf Zugmaß gemessen sind. Trotzdem steigen im Laufe des Tages meine Umfänge am Unter- und Oberschenkel zwischen 1cm bis 2,5cm an. Bei sehr langem Sitzen oder Stehen schwellen auch meine Knöchel und Fessel im Strumpf sichtbar an.
Und jetzt frage ich mich: Würde eine KKL4 diese Umfangssprünge im Verlauf des Tages verhindern können oder ist es vielleicht ganz normal, dass ein Lymphödem über den Tag im Umfang -trotz KKL3- ansteigt und auch Knöchel/Fessel anschwellen können?
Wie sind eure Erfahrungen?
LG Katta
Zitat von DoRo11
Danke für deine Bilder. Ich erkenne mich darin wieder und in deinen Schilderungen auch. Da ich sehr aktiv bin und meine Beine oft stark belaste, habe ich auch häufiger mit diesen Flecken/Ausschlägen zu tun. Bisher war nach wenigen Tagen der „Spuk“ damit immer vorbei. Ich bin halt etwas alarmiert, weil es diesmal nicht wie gewohnt vollständig abgeklungen ist, sondern ich nach über einer Woche noch Juckreiz sowie Hitze und großflächige Rosafärbung (am Abend) habe.
Wie genau sieht denn deine Hautpflege aus?
Hattest du einen Insektenstich? Hast du Rhagaden zwischen den Zehen? Hattest du jemals Fußpilz?
Hast du Fieber?
Mir geht es ansonsten gut.
Ich creme morgens und abends mein Lymphbein ein, hatte in diesem Jahr noch keinen Insektenstich und noch nie Fußpilz.
Mein Bein wurde im Strumpf allerdings letzte Woche bei der großen Hitzewelle extrem strapaziert. Ich habe viel geschwitzt, musste viel in der Hitze wandern und der Strumpf hat ordentlich am Bein gescheuert und Hautreizungen verursacht. Es ist von daher gut möglich, dass es dadurch zu kleinen Mikro-Hautverletzungen gekommen ist, die zu einer Eintrittspforte für Bakterien wurden.
Update:
Ich habe jetzt Clindamycin verordnet bekommen, soll mich etwas schonen und das Bein viel hochlagern. Das Bein sah heute morgen erstmal recht unauffällig aus, juckte aber weiterhin.
Falls das Bein heute Abend wieder heiß und rot werden sollte, werde ich allerdings mit der Clindamycin-Einnahme beginnen.
Hallo,
Zellulitis Erste Hilfe,
ich habe bei starker Hitze und Anstrengung oft mit fleckigen Hautreizungen am Lymphbein vom Tragen des Kompressionsstrumpfs zu tun. Diese Reizungen verschwinden und verblassen gewöhnlich innerhalb von zwei/drei Tagen wieder. Bisher zumindest.
Jetzt allerdings sind die großen Flecken zwar verblasst, mein Bein juckt aber weiterhin seit Tagen und am Abend, wenn ich den Kompressionsstrumpf ausziehe, wird mein Unterschenkel und auch der Oberschenkel großflächig rosarot und stellenweise sehr warm. Morgens ist die Hautfarbe fast wieder normal und man sieht oberflächlich kaum etwas.
Mein sonstiger Allgemeinzustand ist gut.
Ich vermute eine (milde?) Zellulitis und sitze gerade auch schon im Wartezimmer meines Hausarztes.
Habe sowas noch nie gehabt und würde gerne wissen, was jetzt zu tun ist und wie ich mich verhalten soll. Habt ihr Tipps für mich?
Ich bin leider gegen Amoxicillin allergisch, was gibt es für Alternativen, falls Antibiotikagabe erforderlich sein sollte?
Ich freue mich über jeden Hinweis.
Alles anzeigenDie Muskelpumpe hat zwar immer einen Effekt auf ein gesundes Lymphsystem, bei einem Defekt der Lymphbahnen spielt die Muskelpumpe aber eine untergeordnete Rolle, wenn es rein um den Abtransport geht. (Ab hier Strumpf tragen)
Denn wenn die Pumpe so wahnsinnig effektiv wäre, dürften gesunde Menschen am Abend ja keine "Sockenkränze" an den Waden haben
und betroffene Menschen würden nach einer längeren Runde Spazierengehen eine deutliche Entlastung im Ödemgebiet verspüren.
Da das /BlutWasser auch mit der Schwerkraft in die Beine wandert, hält es sich hier oft die Waage. Und Betroffene haben dann trotzdem ein gleich oder ähnlich dickes Bein.
Zu beachten ist natürlich auch die Intensität der Bewegung, denn ab einem bestimmten Punkt kehr sich dieser Mechanismus um. Dann benötigt die Muskulatur so viel Blut, dass dadurch auch vermehrt Wasser austritt.
Das "Wasser" befindet sich, bevor es "Lymphe" genannt wird, immer zwischen den Zellen. Der Austausch aus beiden Leitungsbahnen erfolgt also immer im Kapillargebiet, wo Wasser aus den Adern ins Gewebe austritt und danach für den Abtransport in die Lymphbahnen aufgenommen wird.
Zu deiner Frage:
Wenn ein manifestes Ödem besteht und die Lymphe gar nicht mehr ausreichend in die Lymphgefäße aufgenommen wird, ist der Effekt der Muskelpumpe in meinen Augen marginal. Denn ohne die Leitung durch das Gefäß hat die Lymphe keine klare Vorgabe einer Fließrichtung. Sehr schön zu sehen im Dermal Backflow. Das heißt nicht, du sollst dich nicht mehr bewegen, aber der Effekt der Besserung wird dich wahrscheinlich nicht aus den Socken hauen.
Und umgekehrt müssten Menschen mit Lähmungen dann ja immer geschwollene Gliedmaßen haben und das haben sie auch nicht.
Vielen Dank für die ausführliche Erläuterung!
Ich habe eine Frage zur Muskelpumpe:
Immer wieder höre und lese ich, was für eine wichtige Rolle die Waden-Muskelpumpe spielt, um das Lymphsystem bei der Bewegung/dem Weitertransport der Lymphflüssigkeit zu unterstützen.
Wie verhält es sich aber, wenn die Lymphe im Bein nicht mehr geordnet über Bahnen drainiert, sondern zwischen den Zellen, weil keine funktionsfähigen Lymphbahnen mehr vorhanden sind? Hat die Muskelpumpe in diesen Fällen trotzdem einen Nutzen für die im Gewebe verteilte Lymphflüssigkeit? ![]()
Ich denke, dass ihr im Gefässzentrum Hamburg Bahrenfeld einen kompetenten Ansprechpartner finden könnt, wenn ihr explizit auf die Problematik hinweist.
Auch hier ist die Wartezeit lang, aber es besteht die Möglichkeit, dass man in eine Lücke schlüpft, wenn andere Patienten kurzfristig ihren Termin absagen.
Wenn man bereit ist, den ersten Termin als Selbstzahler zu machen, bekommt man sogar innerhalb weniger Tage einen Termin. So war es zumindest vor 2.5 Jahren bei mir.
Ein langer Strumpf für das Bein liegt so zwischen 650 und 850 €.
Keine Ahnung, ob Jobst die Preise erhöht hat oder mein Sanitätshaus einen extrem hohen Aufschlag auf den Einkaufspreis gepackt hat…. aber ich habe Ende 2024 - nachdem meine Krankenkasse endgültig die Kostenübernahme abgelehnt hat - eine Rechnung vom Sanitätshaus im Vierstelligen Bereich für einen Oberschenkelstrumpf erhalten.
Flachstrick ist für die Nacht kontraindiziert.
Hast du eine Rechtsschutzversicherung?
Ich würde eine Klage überlegen.
Oder privat kaufen.
Ich habe und nutze den Strumpf schon seit 10 Monaten. 😊 Habe damals beim Sanitätshaus unterschrieben, dass ich ihn privat bezahle, wenn die KK ablehnt. Das werde ich dann jetzt natürlich auch tun.
Zur Vervollständigung dieses Posts:
Nach fast 10 Monaten und zweimaliger Beurteilung durch den Medizinischen Dienst habe ich jetzt die endgültige Ablehnung der Kostenübernahme für den Jobst RELAX von meiner Krankenkasse bekommen. Laut MD ist mein normaler flachgestrickter AG-Strumpf auch zur Nutzung für die Nacht geeignet und es gäbe keinen nachgewiesenen Nutzen des Jobst RELAX.
Sehr schade.
Hallo liebe Forum-Mitglieder,
ich bin Mitte Vierzig und hatte vor neun Jahren eine Wertheim-OP (wobei die Eierstöcke geblieben sind). Meine Gynäkologin hat mir jetzt Progesteron und Östrogen verordnet. Ich traue mich nicht so recht es zu nehmen, weil ich Angst habe, dass es negativen Einfluss auf mein sekundäres Lymphödem Stadium 2 im Bein haben könnte.
Ich habe bisher noch keine typischen Wechseljahrs-Hitzewallungen, bin jedoch seit geraumer Zeit quasi 24/7 unfassbar müde, habe Ein- und Durchschlafschwierigkeiten und zunehmende Konzentrations- und Gedächtnisprobleme. Meine Ärztin führt das auf Wechseljahre zurück, wollte aber keinen Hormonstatus bestimmen lassen, weil dieser ihrer Meinung nach nicht aussagefähig ist und meine Beschwerden letztlich ausschlaggebend seien. Ich solle Progesteron und Östrogen einfach mal drei Monate testen und schauen, ob es mir hilft. Sollte dies nicht der Fall sein, könne ich es wieder weglassen. Ist es wirklich so einfach?
Gibt es Erkenntnisse oder Erfahrungswerte über den Einfluss von Hormonersatztherapie auf Lymphödeme?
Kann ich diesen „Test“ wagen oder besteht das Risiko einer Ödemzunahme durch die Hormongabe?
Herzliche Grüße!