Hallo Kaiserschmarrn,
Das muss eine enorme Belastung sein und das Trauma bzw die ständige Angst vor dem nächsten Ausbruch kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich bin (toi toi toi) noch nicht so Erysipel geplagt und hatte mein erstes Erysipel im letzten Herbst. Allerdings sind die Symptome seitdem kaum zurückgegangen. Im Zehenbereich und am Vorderfuß wo das Erysipel war, habe ich immernoch -komischerweise erst in der zweiten Tageshälfte- Hitze, Brennen, Rötung und Schmerzen. Ich experimentiere mit unterschiedlichen Zehenkappen, manchmal hilft es, manchmal nicht. Meine Lymphologin sagt, dass die Wundrose zu einer Verschlechterung und Veränderung der Blut und Lymphgefäße geführt hat und das Bein jetzt nochmal richtig intensiv entstaut werden muss. In dieser Phase bin ich gerade, mal sehen ob das Veränderung bringt.
Ich musste im Zuge dieser Beschwerden manchmal an ein ganz anderes medizinisches Erlebnis denken.
Vor Jahren litt ich unter einer chronischen Blasenentzündung, die sogar vor dem Lymphödem entstanden war. Kein Antibiotikum konnte helfen. Irgendwann habe ich kapituliert und mich mit den Schmerzen und viel Wasser trinken abgefunden. Dann war ich aufgrund einer Entzündung in der Nase eine Woche im Krankenhaus und bekam eine Woche hochdosiertes Antibiotikum. Und ein erstaunlicher Nebeneffekt war, dass die Blasenentzündung verschwunden war und nie mehr zurückkam. Es brauchte anscheinend eine ganz andere Dosis als die vom Urologen verschriebene orale Einnahme.
Daran muss ich im Bezug auf das Erysipel denken.
Könnte es auch sein dass doch immer eine kleine Anzahl von Bakterien zurückbleibt, die nicht durch Entzündungswerte dargestellt werden kann, aber zur erneuten Ausbreitung führt. Oder in meinem Fall für einen dauerhaft leicht schwelenden Entzündungszustand?
Insofern wäre der Vorschlag das nächste Erysipel per Infusion und stationär zu behandeln ja evtl ein Hoffnungsschimmer.
Herzliche Grüße,
Vivien